Home
Vorwort
News
Eure Ankündigungen
Interviews
CD-Reviews
Live-Reviews
Metal and More
Locations
RIP
LinksSuche
Kontakt
Impressum
Über uns
Metalspheres präsentiert


4716291
Besucher seit 09/2002


Manilla Road - Metal / Invasion
Metalspheres Info-Box

Genre

Epic Metal

Label

Cult Metal Classics

Rezensent

Volker

Mehr denn je ist bei den aktuellen Re-Releases via Cult Metal Classics der Name Programm. Die Griechen haben sich den ersten beiden Manilla Road Werken angenommen, die bislang noch gar nicht offiziell auf CD erhältlich waren und daraus eine schmucke Doppel-CD samt der originalen Artworks sowie ausführlichen Liner Notes zusammengestellt. Nun mögen sich an der Band aus Wichita, Kansas die Geister scheiden, manch einer hält sie für eine kauzige Randerscheinung, während auf der andereren Seite eine ergebene und durchaus noch wachsende Fanschar bis heute von der Band fasziniert ist. Aber wer sich mal wirklich ernsthaft mit Manilla Road beschäftigt, wird sich kaum noch der Einzigartigkeit und der Tiefe ihrer Musik entziehen können. So geht es mir seit gut zwei Jahren, ein Stapel CDs der Band hat mittlerweile einen Ehrenplatz im Regal und der diesjährige Auftritt auf dem Keep it True Festival war ein Erlebnis der besonderen Art. Nun liegen also auch die ersten beiden Scheiben als Neuauflage vor, eben diejenigen, die vor direkt vor der stärksten Phase der Band in den Jahren 1983 - 1986, mit den legendären Outputs "Crystal Logic", "Open the Gates" und "The Deluge" erschienen.

"Invasion" geht auf das Jahr 1980 zurück und klingt auch so. Das gilt sowohl für die unüberhörbaren 70er Einflüsse als auch für den doch recht dürftigen Sound. Ich kann niemand empfehlen, ein Urteil nach dem ersten Durchlauf zu fällen, denn der wird schon durch das schwachbrüstige Klangbild getrübt, an das man sich aber gewöhnt, sobald man sich stattdessen lieber mit den hochinteressanten Songdetails befasst. "The Dream goes on" (hätte im Nachhinein durchaus auch "The Dream has just begun" heissen können) eröffnet das Debut und lässt die Marschrichtung bereits deutlich erkennen. Vordergründig ein forscher Rocker, der jedoch nicht nur durch seine Länge das Attribut "episch" verdient, sondern auch mit reichlich Atmosphäre, sehr unorthodoxer Rhytmik und den eigentümlich-nasalen Vocals von Mark Shelton (zusammen genommen wohl DIE Manilla Road Trademarks überhaupt) punktet.
Eine Art Ur-Charme verbreitet der archaische Rocker "Street Jammer", auffallend eingängig und straight gehalten, wohl die erste Hymne der Band. "Cat and Mouse" ist eine feine Up Tempo Nummer und von der Akustik-Ballade "Centurian War Games" wird zum Ende ein besonderes Highlight namens "The Empire" eingeläutet. Gänsehautverdächtige Vocals von Shelton stehen am Anfang einer Berg- und Talfahrt der Gefühle, bei der progressiver 70er Rock mit Metal der ersten Stunde verwächst. Gut 13 Minuten lang zieht sich ein fein gewebter Spannungsbogen durch den Song, der von sehr entspannten Momenten bis hin zu komplexem Gefrickel und kraftvollen Distortion-Gitarren eine Menge zu bieten hat. Erschliessen kann sich dieses Stück erst nach einigen Durchläufen, aber von seinem Charme ist man schnell gefangen.

Das 1982 veröffentlichte "Metal" wurde in unverändertem Line Up eingespielt, das insgesamt für drei Alben Bestand haben sollte. Auch wenn sich die heutige Besetzung der Band gut schlägt: Der Name Manilla Road steht natürlich neben Mark Shelton auch für Scott Park (Bass) und Rick Fisher (Drums). Soundtechnisch bietet "Metal" eine leichte Verbesserung, die entscheidende Veränderung ist aber schon im Titel inbegriffen: Das Album klingt einen ganzen Zacken härter.
Der Opener "Enter the Warrior" wird von sehr dominanten Bassläufen geprägt und ist ein Epic-Metaller vor dem Herren. Der Kontrast folgt schnell, ganze zwei Minuten lang orientiert sich danach "Defender" derbst an ganz frühen Judas Priest. Nicht weniger straight klingt dem Namen entsprechend "Out of control with Rock n' Roll", die herrlichen sheltonschen Gitarren-Eskapaden natürlich mit einbegriffen. Der Titelsong "Metal" ist wider Erwarten nicht die heftigste Nummer des Albums, sondern ein sehr sorgfältig aufgebauter und vielschichtiger Song, dessen Refrain einem Glaubensbekenntnis gleicht. Wenn schon Klischee, dann so. Die zweite Songhälfte geht dann auch doch noch mächtig ab und ist definitiv headbangpflichtig. Zu den sicherlich progessivsten Stücken der langen Bandgeschichte gehört "Cage of Mirrors", das in 8:36 Minuten einen ganzen Berg abgefahrener Ideen auftischt. Geile Soli, unvergleichlich bizarre Rhytmen und ein bis an die Grenzen gehender Shelton sorgen für ein Musikerlebnis der anderen Art, man muss es gehört haben, um sich etwas darunter vorstellen zu können. Das sehr dumpf aufgenommene "Far side of the Sun" beendet "Metal" mit sauberen Leads und hoher Eingängigkeit und spätestens jetzt ist der Druck auf die Repeat-Taste unumgänglich.

"Invasion" und "Metal" sind sicher nicht die geeignetsten Einstiegsdrogen in die Welt von Manilla Road, jedem der die Band noch nicht kennt, seien die bereits erwähnten Folgewerke vorrangig empfohlen. Das ändert aber nichts daran, dass beide Alben wichtige musikhistorische Dokumente sind, und jeweils für sich exzellente und eigenständige Musik bieten. Jeder, der auf epischen Flair metallischer Natur schwört und Eigenartigkeit auch als Qualitätsmerkmal verstehen kann, sollte nicht auf diesen Re-Release verzichten.



   
  Light Pupil Dilate
Snake Wine
 
     
 
Firesign
Persecution Guaranteed
Gods of Emptiness
Consumption is Freedom?
Solid Ground
Can't stop now
A Dead Lament
Ravens Feast (Promo)
Horn
Naturkraft
SorgSvart
Vikingtid Og AnArki
Oblivio
Dreams are distant Memories
Lastdayhere
From Pieces created
7for4
Diffusion
Light Pupil Dilate
Snake Wine
 
 
Dwelling
Slough Feg
Elisa C. Martin
Astral Kingdom
Doomsword