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Ophis - Nostrae Mortis Signaculum
Metalspheres Info-Box

Genre

Death Doom

Label

Cxxt Bxxcher Records

Rezensent

Dennis

Ophis nennt sich diese Hamburger Formation, die im Jahr 2000 um den Rain of Ashes Drummer Philipp gegründet wurde, als Soloprojekt zwei Jahre später eine Demo-CD ("Empty, Silent and Cold") hervorbrachte und nun erneut zu einer kompletten Band angewachsen ist. Gemeinsam mit Jan (Gitarre), Olli (Bass) und Richard (Drums) wurde die hier zu besprechende Mini-CD "Nostrae Mortis Signaculum" aufgenommen, bei der zuerst einmal das wenig aussagekräftige Coverartwork auffällt, auf dem auch das Bandlogo zu sehen ist, welches beim Erstkontakt in der Regel Assoziationen an eine Black Metal Band hervorrufen dürfte. Davon sollte man sich in zweierlei Hinsicht nicht beirren lassen: Zum einen sollte die spärliche Aufmachung Euch nicht davon abhalten, dieser hochinteressanten Mini CD Eure Aufmerksamkeit zu schenken, zum anderen haben wir es bei Ophis wider Erwarten mit einer Doom Band zu tun, die auch (in erster Linie gesangliche) Einflüsse aus dem Death Metal Bereich verarbeitet. Pentagramm und umgedrehtes Kreuz im Namensschriftzug haben für Bandkopf Philipp dennoch eine tragende Bedeutung, ebenso wie der Bandname "Ophis", der im griechischen die Bezeichung für "Schlange" ist, welche aufgrund des Vorfalls im Paradies gemeinhin als größter Feind des Christentums gilt. Auch die Songtexte passen sich da an: Schwere, depressive Gedanken, die nicht wenige von uns zumindest ansatzweise auch schon das ein oder andere mal verfolgt haben dürften. Vom Tod und der Unverstandenheit ist hier unter anderem die Rede in "Funeral" und "Kennel of Estrangement", während mir der Text zu "Convert to Nihilism" unschlüssig erscheint: "There is no love, it's just an illusion, there is no hope, it's just a fake, there is no light, it's just a blink, there is no life, we find just death" heißt es da. Das mag jeder so sehen wie er will, aber mit Nihilismus hat das NICHTS zu tun, denn im Nihilismus gibt es keine höheren Werte, also auch nichts, woran man sich orientieren kann. Wenn Liebe nur eine Illusion sein soll oder Hoffnung eine Lüge, dann heißt das zwangsweise, daß der Verfasser dieser Zeilen genau diese einsetzt, um solche Wertungen vorzunehmen.

Die musikalische Seite ist hingegen schlüssiger ausgefallen. Alle drei Titel neben dem sinfonischen Outro besitzen mit mehr als 6 Minuten Überlänge und bestechen durch schwere, langsame Gitarrenriffs die mit melodischen Nuancen versetzt werden, ebenso düsterem Gesang / Geröchel und einer Atmosphäre, die einem Spaziergang durch eine enge, dunkle Höhle gleich kommt, an deren Ende man hin und wieder das Flackern eines kleinen Lichts wahrzunehmen glaubt. Keines der Lieder ragt zwischen den anderen hervor, alle drei bieten nicht zuletzt auch aufgrund der bombastischen, mitreißenden Emotionen ein gleichermaßen hohes Niveau und offenbaren mit Ophis eine der interessantesten Bands, die ich in der letzten Zeit kennengelernt habe: Lyrisch zum Nachdenken anregend und musikalisch over the top. Mit 5 Euro ist "Nostrae Mortis Signaculum" zudem für einen äußerst fairen Preis zu haben, den Euch diese Mini-CD definitiv wert sein sollte.



   
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