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Critical State - Mankind
Metalspheres Info-Box

Genre

Melodic Metal

Label

OTR

Rezensent

Peter

Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen und Kritik an Kollegen ist eigentlich nicht mein Ding. Aber es gibt Sachen, die kotzen mich einfach an! Die bringe ich auch ohne wenn und aber zur Sprache! Es ist sicherlich nicht unberechtigt, einem marktführenden Magazin, das genauso wenig hart rockt wie der ortsansässige Fußballverein BVB09 momentan vernünftig den Ball trifft, öfter mal kräftig ins Beinkleid zu treten. Dass ein gewisser Realitätsverlust nicht erst seit heute, sondern schon seit Jahren zu verzeichnen ist, dürfte allgemein bekannt sein. Das nicht mehr wir Fans für den Erfolg des Magazins verantwortlich sind, sondern finanzielle Zuwendung aus allen möglichen Richtungen ist zwar nicht bestätigt, aber durchaus denkbar. Dass Produktionen kleinerer Firmen fast immer die benachteiligten sind, zeichnet sich sehr klar an den wenig informativen bis vollkommen an der Sache vorbeirauschenden Reviews ab. So, damit komme ich zu Critical State und ihrer neuen CD. Nichts ahnend blättere ich im Rock Hard und lese eher beiläufig den Namen der Band. Da es durchaus Duplizitäten bei Namen gibt, habe ich die Sache erstmal auf sich beruhen lassen, zumal die einzig bekannten Critical State nach einigen Reviews und Interviews irgendwie aus meinem Blickfeld geraten sind. Nun gut, dann habe ich nochmal etwas genauer hingeschaut und bin fast vom Blitz getroffen worden. 1,5 Punkte, die lediglich noch nicht mal auf für den Leser nachvollziehbare Fakten beruhen. Was der eine als musikalisch wenig prickelnd empfindet, ist für einen anderen die Offenbarung. Genauso verhält es sich beim Gesang, der Produktion oder was weiß ich noch alles. Als alleinigen Maßstab zur Beurteilung einer CD eine angeblich billige Produktion anzuführen und den Rest aus belanglosen Platitüden zu basteln ist verdammt arm.

So, wer bis hier hin gelesen hat, wird sich vielleicht wundern, warum ich eigentlich noch nichts zur Musik geschrieben habe. Ob ich möglicherweise die Band in ein besseres Licht rücken möchte, obwohl die Dunkelkammer gerade noch hell genug wäre? Bin ich als kleiner Schreiber so dankbar, dass ich jede Gratisscheibe freiwillig in den Himmel lobe? Bin ich öfter Gast bei irgendjemandem von der Band? Nein, hier geht es nur um Objektivität, unabhängig davon, ob die CD bei Metal Blade oder OTR erschienen ist. Aber was soll ich von einem "Kollegen" erwarten, der noch nicht mal weiß, dass bei Graveworm noch nie eine Sängerin das Mikrofon verwaltet hat.
Lange genug habe ich auf ein neues, lautstarkes Lebenszeichen der Hessen gewartet und um ehrlich zu sein, bin ich mit etwas Skepsis an die Sache herangegangen. Nicht, weil ich von "kompetenter" Seite vorgewarnt wurde, sondern weil 5 Jahre, die seit "The Monument" vergangen sind, in einer sich sehr schnell wandelnden musikalischen Landschaft schon mancher Band zum Verhängnis geworden sind. Anbiederungen an den momentanen Zeitgeist, neuzeitliche Lobpreisungen, italienische Urlaubserinnerungen, belangloses stilistisches Durcheinander, alles könnte möglich sein. Nicht so bei Critical State. Die wissen was verlangt wird und ziehen seit "Street Symphony" nicht stur ihr Ding durch. Das wäre dann doch zu langweilig. Aber der Schuster bleibt bei seinen Leisten und so sind Critical State trotz einer leichten Kurskorrektur weiterhin musikalisch als solide Einheit erkennbar. Der schwermetallische Faktor spielt nach wie vor eine sehr bedeutende Rolle, allerdings ist ein solides Hard Rock Fundament der Marke Victory, Bonfire oder Fair Warning als weitere Würze in den Bandeigenen musikalischen Suppentopf eingestreut worden, und das macht die Sache besonders schmackhaft. Die lange Pause hat nicht geschadet, sondern hauptsächlich genutzt. In allen Belangen ist die Band gewachsen, sei es das Songwriting, das instrumentale im allgemeinen, die Aufmachung war schon immer ganz gut, nicht zu üppig, aber in Ordnung.

Das musikalische Grauen nimmt mit dem ersten Teil von "Crown of Thorns" seinen Lauf und lässt erstmal die Ohren freudig wackeln. Hossa, das klingt teilweise wie Black Sabbath zu Zeiten von "Tyr". Zumindest im Grundrhythmus und etwas gemäßigter. Der positive Anfang ist gemacht und lässt auf weitere Schmankerl hoffen. Die folgen dann Stück für Stück. Im Verlauf der nächsten Minuten lassen Critical State auch weiterhin nichts anbrennen und ziehen ihr Ding sehr professionell durch. Ich kenne nicht nur einige Veröffentlichungen, die höchst offiziell Monat für Monat für die Grabbelkiste beim Media Markt prädestiniert sind, während diese hier sich mühselig ihren Kundenstamm erarbeiten muss. Dafür gibt es genug gute Gründe, sich mit "Mankind" etwas genauer auseinander zu setzen. Sei es das traumhaft-schöne "L.A.", das für seinen perfekten Chorus Extrapunkte bekommt. Weitere Leckerli würde ich für das mächtig nach vorne drückende "Innocent guilty" verteilen, das durch seine perfekte Gitarrenarbeit besonders auffällt. Ob nun ein deutscher Text sein musste und diese Art von holpriger Betroffenheitslyrik der Marke H.R. Kunze, Herbert Grönemeyer oder Klaus Lage überhaupt zu heftigen Klängen passt soll jeder selber beurteilen. Über die teilweise auch nicht gerade prickelnde Prosa mancher englischer Texte regt sich auch keiner so richtig auf. Etwas Kopfzerbrechen bereitet mir immer noch "Shattered dreams". Nicht nur, dass mir permanent "Drivers seat" von Sniff'n' the Tears in den Sinn kommt, es ist auch nicht typisch für die Band. Allerdings soll hier auch jeder selber entscheiden. Ansonsten kann ich Critical State ohne Gewissensbisse bescheinigen, dass "Mankind" eine solide Sache und die Band auf dem richtigen Weg ist. Wer melodischen, nicht zu heftigen Kraftstoff bevorzugt, der sich nicht zu schnell abnutzt und bei fast jedem Titel mit einem sehr hohen Erkennungswert ausgestattet ist, sollte der Website der Band einen Besuch abstatten.



   
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