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Lanfear - Another Golden Rage
Metalspheres Info-Box

Genre

Melodic/Power Metal

Label

Massacre Records

Rezensent

Fabi

Lanfear beglücken uns nunmehr mit ihrem dritten Album und machen damit einen weiteren Schritt in die richtige Richtung. Die progressiven Einflüsse sind noch mehr in den Hintergrund getreten, statt dessen wird auf satten Power Metal gesetzt, welcher sich allerdings nicht im 80er Retrowahn ergeht, sondern mit beiden Beinen fest im Jahr 2005 steht. Die Produktion ist zu gleichen Teilen fett und transparent, selbst das immer präsente Keyboard verwässert den Sound nicht und nimmt den Songs nichts von ihrer Durchschlagskraft. Im Gegenteil: das Keyboard setzt durch ungewöhnliche Sounds angenehme Kontrapunkte zur gewaltigen Gitarrenwand. Im Vergleich zum 2003er Werk "The Art Effect" hat auch die Zahl fetter Hooks und genialer Refrains in beängstigender Weise zugenommen, ohne dass die Songs platt wirken würden. Die einzige Band die mir spontan einfällt, welche klischeefreien Power Metal auf ähnlich kompetente Weise zelebrieren sind Stygma IV.
Selbst die sehr sphärische Ballade "Eternally" ist vollkommen kitschfrei und einfach nur schön. Banger wie das Titelstück oder "Shades of Black" zielen sofort auf die Nackenmuskulatur. Und ein Stück wie das abschließende "Outliving the Ages" hätte ich mir auch mal wieder von Fates Warning erhofft. Auf jeden Fall das erste richtige Highlight dieses noch jungen Jahres und es sollte mich nicht wundern, wenn diese Scheibe auch am Ende des Jahres noch eine Gute Figur macht. Kaufempfehlung !!!!!

Zweite Meinung von Peter

Da ist er nun, der Nachfolger der CD, die Lanfear von einer durchaus ansprechenden Progressive Combo in die höchsten Höhen anspruchsvoller, kraftvoller, schwermetallischer Beschallung katapultiert hatte. Konnte ich bei "The Art Effect" bei jedem Titel nur die Höchstnote zücken und vermelden, dass Lanfear die wohl am meisten nach Amerika klingende Power Metal Band Deutschlands ist, muss ich bei der mittlerweile vierten Veröffentlichung meine Euphorie sehr weit nach unten schrauben. Natürlich sind die süddeutschen immer noch meilenweit von billiger Trivialunterhaltung entfernt, und im Prinzip kann ich 10 Titeln einen guten Unterhaltungswert attestieren und einem den kompletten Reinfall, aber irgendwie zündet das ganze bei mir nicht. Sicherlich kann der Titelsong nahtlos an die Glanzleistung der letzten CD anschließen, aber dann wird das ganze zu einer netten Beschallung, die nebenbei gehört in Ordnung geht, aber solche CDs verstauben bei mir ganz schnell. Spätestens bei "The unrestrainend" tauchen die ersten Fragezeichen auf. Auch wenn im Heavy Metal nichts mehr neu erfunden werden kann und viele Dinge durchaus leicht variiert immer irgendwo erneut auftauchen, gibt es immer wieder Überraschungsmomente. Die vermisse ich ab dem zweiten Titel sehr stark, und der Blick durch das CD-Regal lässt vielfach alte Bekannte zum Vorschein kommen, die im ungefähren das gleiche Feld beackern. Will sagen, Power Metal mit starker Keyboardbetonung, ab und zu ein progressiver Einschlag, fertig aus. Natürlich gibt es auch hoffnungsvolle Momente, allerdings sind diese ziemlich rar gesät. Was mir persönlich nicht gefällt, ist die Tatsache, dass der Härtegrad teilweise sehr weit zurückgesetzt wurde und verstärkt zuckersüße Melodien das geschehen dominieren ("Dispraise"). Epische, symphonische Erhabenheit frisch am Keyboard programmiert kennen wir zur Genüge, und deswegen hätte das kurze Zwischenspiel "Eclipse" nicht sein müssen. Allerdings leitet das in einen Titel über, der teilweise auch wieder aus der Zeit von "The art effect" hätte sein können. Hossa, da steppt der Bär. Fieser Gesang, dezent zwischen Tod und Schwarzgemetzel in Kombination mit dem überragenden "normalen" Organ von Tobias Althammer verbunden mit melodischem Metal, das passt und ist das berühmte Salz in der noch berühmteren Suppe. Danach plätschert das ganze munter immer weiter vor sich hin, stört nicht großartig, da packt es mich. Verdammt, wer hat das Radio eingeschaltet und den Hausfrauensender eingestellt? Wie, das ist immer noch die CD? Glaube ich nicht! Das ist doch fürchterliche Schnarchmusik, so in die Richtung Kuschelrock und Konsorten. Überhaupt, was hat ein Saxophon auf einer mehr oder weniger harten CD verloren? Ok, das war der erwähnte Reinfall "Eternally". Bestimmt nicht für die Ewigkeit! Danach gibt es wieder was zur Versöhnung. Na gucke, geht doch! Warum nicht die ganze Scheibe damit gefüllt? Zum Schluss dann noch etwas Atmosphäre mit einem ordentlichen Schluck Superbenzin, dann ist diese zwiespältige Angelegenheit erledigt.

Was bleibt als Fazit? Den hohen Erwartungen der letzten CD können Lanfear nur bedingt gerecht werden. Die Anzahl der Titel, die zu 100% überzeugen können ist eher gering, die, wo genügend Kritik angebracht werden kann, überwiegt. Natürlich kann es nicht der Weisheit letzter Schluss sein, immer das gleiche zu machen. Aber der Schuss sich innerhalb eines relativ kurzen Zeitraums so gravierend zu verändern ist nach hinten losgegangen. Ich gehöre gewiss nicht zu den Niedermachern der Nation, und Toleranz wird bei mir fast immer großgeschrieben. Aber im konkreten Fall kann ich von einer Enttäuschung sprechen.



   
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