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Mourning Beloveth - A murderous Circle
Metalspheres Info-Box

Genre

Doom / Death Metal

Label

Grau

Rezensent

Volker

Da soll noch einer behaupten, traurige Musik mache depressiv... Ein grauer und nicht gerade gelungener Januar-Tag nahm eine wundervolle Wendung, als sich beim Griff ins Postfach die neue Mourning Beloveth zu Tage fördern liess. Heiss erwartet und herbeigesehnt, kein Wunder, denn schliesslich haben die Iren in diesem Jahrtausend und in ihrem Metier bereits zwei Referenzwerke abgeliefert. Bange Erwartungen, kann die neue Scheibe mithalten, inwiefern hat sich die Musik verändert?!? Lasst mich ein wenig Licht ins betörende Dunkel bringen: Veränderung ist festzustellen, aber auf eine eher subtile Art. Mourning Beloveth sind wiederum etwas sperriger geworden und der Stellenwert der massiven Gitarrenwälle wurde noch einmal erhöht. Dafür wird stellenweise etwas an den grandiosen Melodien gespart und auch Franks Clean-Gesang wurde zugunsten der immer mächtiger werdenden Growls von Darren zurückgefahren. Das wächst sich allerdings keineswegs zum Manko aus, denn dadurch werden diese Elemente noch besser akzentuiert und sorgen für fantastische Klangmomente. Maßgeblich dafür ist auch das extrem flüssige Songwriting und wir sprechen hier wohl gemerkt von einer Gesamtspielzeit von 75 Minuten, die sich auf ganze 5 Songs verteilt. Eine hohe Herausforderung, aber wird haben es ja auch mit einer besonderen Band zu tun. Stillvoll eingesetzte Monotonie ja, Langeweile nein!

Das von Markus Stock klangtechnisch hervorragend in Szene gesetzte Album beginnt mit "The Apocalypse Machine" erst einmal so bandtypisch wie nur irgend möglich. Wer die Vorgänger "Dust" und "The Sullen Sulcus" kennt, dürfte keine 3 Sekunden brauchen, um blind auf Mourning Beloveth zu tippen. Schöner klagende Gitarren hat die Welt kaum gehört, Darrens wütende Vocals peitschen durch die meterdicke Atmosphäre und das viel bemühte Bild vom Lavastrom gelangt zu ultimativer Gültigkeit. "Elemental Nausea" verlangt dem Hörer danach viel Geduld ab, gut 5 Minuten lang wird der Song in sehr ruhigen Tonlagen aufgebaut, um dann an Härte zu gewinnen und gegen Ende hin mit exzellenten Melodien aufzuwarten. Hier haben sich doch ein paar Längen eingeschlichen, aber das soll ein Einzelbeispiel bleiben, denn ab dem dritten Song "The crashing Wave" holen Mourning Beloveth mit voller Wucht aus und lassen Monumente folgen, die definitiv zum Besten gehören, was von der Band bislang zu hören war. Eben genanntes Stück besticht durch eine irrsinnig intensive Atmosphäre, episch-getragene Momente, fulminante Energie und bizarre Übergänge zwischen den unterschiedlichen Gefühlswelten. Vollendete Zeitlupe ist hier ebenso zu finden wie stoisch sägende Gitarren in den etwas zügigeren Parts und wenn dann gegen Ende noch Franks unantastbare Stimme über dem Ganzen thront, wird der Wunsch nach dem Druck auf die Repeat-Taste zur Obsession. Doch es gibt ja noch so viel mehr zu entdecken und schon mit "Nothing (The March of Death)" folgt der nächste Geniestreich. Ein sehr ruhiger Beginn, der aber schon erahnen lässt, was noch folgen wird. Ganz große Kunst, ebenso wie das abschließende "...yet everything".

In einem nachdrücklich von My Dying Bride geprägten Subgenre haben Mourning Beloveth die große Ehre, neben den kürzlich aufgelösten Morgion die Einzigen zu sein, die der großen Überband mehr als nur das Wasser reichen können. Wobei allerdings hier nicht wieder der übliche und von der Band nicht so gern gehörte MDB-Vergleich hervorgehoben werden soll, denn die Iren verarbeiten den nicht zu leugnenden Einfluss auf ihre ganz eigene Art und verfügen wie schon erwähnt ganz klar über einen eigenständigen Sound. Und sie haben die Klasse der Vorgängerwerke halten können, was banal klingen würde, wenn man unbeachtet liesse, dass eine Steigerung kaum noch vorzustellen war. Dass sich das nicht in besonders beglückenden Verkaufszahlen äußern wird, dürfte die Band kaum stören, denn Mourning Beloveth haben mit kommerziellen Zugeständnissen so viel zu tun wie Silvio Berlusconi mit sauberer Politik.



   
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