Home
Vorwort
News
Eure Ankündigungen
Interviews
CD-Reviews
Live-Reviews
Metal and More
Locations
RIP
LinksSuche
Kontakt
Impressum
Über uns
Metalspheres präsentiert


4735033
Besucher seit 09/2002


Saxon - Wheels of Steel
Metalspheres Info-Box

Genre

NWOBHM

Jahr

1980

Rezensent

Peter

Where were you in '79 when the dam began to burst?
Da habe ich, ganz uncool noch im Hotel Mama gewohnt und mir um meine über alles geliebte Rockmusik ganz viel Kopfzerbrechen gemacht. Irgendwie lief das alles nicht mehr so rund. Vor allen Dingen das Jahr 1979 liess mich an der Frage "Wie geht es wohl weiter?" schier verzweifeln. So schlimm war es allerdings auch nicht, immerhin hatten die Scorpions mit "Love Drive" endlich das dröge Erkennungsmerkmal "klingt wie eine Band aus Deutschland" gegen ein flottes, neues, internationales Image ausgetauscht, Motörhead kamen langsam aber gewaltig auch in die Strümpfe, Accept überzeugten mit ihrem Debüt und Ufo hatten ein ordentliches Live Album vorzuweisen. Led Zeppelin standen kurz vor dem Absturz und Bon Scott habe ich noch ein Stück weit auf dem Highway to Hell begleitet. Ein unbestimmtes Gefühl sagte mir, dass es im darauf folgenden Jahr mit Sicherheit wieder steil bergauf geht.

Gute 6 Monate hatte das Jahr 1980 schon hinter sich, da bekam ich die Bestätigung für die Vermutung vom vergangenen Jahr. Warum auch immer, ich nenne es einfach Schicksalsfügung, hatte ich nach einer recht stürmischen Freitagnacht den Samstag dann zum groß Reinemachen eingeplant. Das Radio an, weshalb der Sender auf den British Forces Broadcasting Service eingestellt war, keine Ahnung und los. Meine Güte, was hören die Briten, Waliser und Schotten denn für einen Mist und kaufen das auch noch? Solche und ähnliche Gedanken ließen mich das Gedudel irgendwie ertragen. Dann, ja dann, kam der Satz, der nicht nur mein weiteres Leben verändern sollte:
"Climbing up the charts steadily. This week peaking in at Nr. 14. It's Saxon and Wheels of Steel." Meine Güte, das war es! So sieht die Zukunft aus! Was wusste ich zu der Zeit über die New Wave of British Heavy Metal? Der Begriff war mir komplett unbekannt. Aber dieser Titel, dieser simple aber effektvolle Rhythmus, der Sänger, der sich wohl morgens prinzipiell an seinen gebackenen Bohnen die Zunge verbrennt und den Tee zu heiß hinterher spült, das war Magie und ist es heute noch!
Also, ab in die Stadt um meinem langjährigen Freund Jens in seinem Laden einen Besuch abzustatten und SAXON kaufen. Aber was kann ich von jemandem verlangen, der Stumfilmmusik und psychedelische Klänge zu seinen Favoriten zählt? Nichts! Achselzucken, dumm gucken und ein "muss in Katalog schauen", mehr hatte dieser Gimpel für meinen höchstpersönlichen Wunsch als Antwort nicht zu bieten. Also selber suchen. Na gucke, geht doch! Gleich 2 LPs von Saxon gab es und mal vorsichtig schauen, ja, die eisernen Räder waren auch vorhanden. Seltsame Bands wie Iron Maiden, Samson, Def Leppard oder Tygers of Pan Tang habe ich dann noch gekauft, aber im Prinzip wollte ich nur eins!
"She's got Wheels of Steel. If you see me coming, get out of my way."
Sollten die ganzen intellektuellen Körnerfresser doch an ihrem Müsli ersticken und auf der Beerdigung zu den Worten irgendwelcher Gedichte von Hölderlin in Ruhe ruhen. "Wheels of Steel" hatte die lyrische Sprache, hart, direkt von der Straße. Sollte "Born to be Wild" die Hymne aller Motorradfahrer gewesen sein, wurde dieser Titel dank "Motorcycle Man" zur Erkennungsmelodie aller AOK Gehhilfenbenutzer degradiert. Natürlich musste bei aller Freude über die zur damaligen Zeit Urgewalt der Klänge auch festgestellt werden, dass es auch einen nicht so spannenden Titel gab, "(747)Strangers in the Night", und der Schlagzeugdonner zu Anfang von "Freeway Mad" war recht eindeutig von Cozy Powells "Dance with the Devil" inspiriert. Aber was soll's? Alles in allem konnte ich mit dem Ergebnis leben.

Diese Band war meine Einstiegsdroge in den Heavy Metal, und auch wenn es in den darauf folgenden Jahren immer wieder neue Bands gab, die es noch einen Tick härter und sicherlich auch technischer besser konnten, Saxon waren immer meine Nr. 1 Favoriten. Mittlerweile sind 25 Jahre ins Land gezogen, vieles was damals die Offenbarung war, klingt sicherlich heute antiquiert, aber die Magie der ersten Begegnung ist immer noch vorhanden. Dank und gerade wegen Saxon bin ich heute noch ein begeisterter Metal Maniac, und an diesem Zustand wird sich wohl auch so schnell nichts ändern.



   
  Light Pupil Dilate
Snake Wine
 
     
 
Firesign
Persecution Guaranteed
Gods of Emptiness
Consumption is Freedom?
Solid Ground
Can't stop now
A Dead Lament
Ravens Feast (Promo)
Horn
Naturkraft
SorgSvart
Vikingtid Og AnArki
Oblivio
Dreams are distant Memories
Lastdayhere
From Pieces created
7for4
Diffusion
Light Pupil Dilate
Snake Wine
 
 
Dwelling
Slough Feg
Elisa C. Martin
Astral Kingdom
Doomsword