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V.A. - Gladiators of Metal Vol. 7 (2CD)
Metalspheres Info-Box

Genre

vor allem Heavy Metal, Thrash, (Melodic) Death Metal

Jahr

2005

Spielzeit

58:01, 63:56

Rezensent

Dennis

"Two CD-R with 26 Bands over 100 Minutes of Underground Metal" prangt groß auf dem fotokopierten Flyer, der diesem Sampler hier beiliegt, und sagt auch schon das wichtigste aus, was es darüber zu berichten gibt. Diese 26 Bands entspringen dem Untergrund von Ländern wie Kanada, Spanien, Frankreich, den Phillippinen, Österreich, den USA, der Schweiz, Brasilien, Finnland, Polen und natürlich auch Deutschland, wobei das interessanteste schon zu Beginn auffällt: Viele der Namen waren mir bislang gänzlich unbekannt, weshalb ein intensiver Hördurchlauf schonmal eine lohnenswerte Sache zu sein scheint.

Los geht's auf CD1 mit den Kanadiern von Icewind, die traditionellen Heavy Metal mit Keyboards bieten, dabei guten Gesang und interessante Gesangslinien vorzuweisen haben. Das Songwriting ist mit einigen Tempiwechseln und einem ruhigen Ausklang des Songs schon recht ausgereift, lediglich der Sound wirkt etwas hölzern. Anschließend folgt "Out of Sight" der im deutschen Underground bereits wohl bekannten Evolution, die sich stark an Metallica zu Black Album-Zeiten anlehnen und ihre Sache bei gutem Sound nicht schlecht erledigen. Angels in Exile spielen US-Metal der geradewegs aus den 80ern zu kommen scheint. Könnte ein wenig in die Cirith Ungol-Richtung gehen, da das ganze einen etwas doomigen Eindruck hinterläßt, aber so wirklich sicher bin ich mir aufgrund des miesen Sounds nicht. Han Jin Oakland hingegen ist nur schwer mit anderen Bands vergleichbar. Keyboards greifen mit schweren Riffs ineinander und kreiren hier einen eigenständigen Sound, der dazu auch noch gut produziert ist. Aufgrund des kauzigen Gesangs erinnern mich Infearior aus Bremen etwas an die Nachbarn von Titan Steele. Netter Sound der sehr sympathisch klingt, auch wenn das Songwriting noch ein wenig zu wünschen übrig läßt. Bitterness hatten wir bereits bei uns vorgestellt, hier haben wir es mit einer melodischen Death Metal Band zu tun, die auch einige Black Metal-Einflüsse vorzuweisen hat. Die Jungs können durchaus mit professionellen Veröffentlichungen mithalten ohne daraus jedoch hervorzuragen. Bei Altair wird's dann wieder etwas traditioneller. Als melodischen Metal mit tiefem Gesang würde ich das ganze am ehesten auf den Punkt bringen wollen, was sich als ungefähr genauso originell herausstellt wie es sich anhört. Die Phillippinier End of Man machen ihre Sache da schon besser und wissen mit ihrem Speed / Thrash Metal der nicht selten an die Russen von Kruiz erinnert schon recht gut zu gefallen. Dann wird's leider wieder etwas langweiliger, bei Azken Garrasia passiert nicht viel, und auf melodischen Thrash mit schrägem Gesang a la Crusher hat die Welt sicher auch nicht gewartet. By Brute Force prügeln sich da schon interessanter durch ihren Song, gehen dabei brutal zur Sache und lassen eine Reihe von Ideen einfließen. Thrash-beeinflußter Death Metal, ordentlich produziert, und sicher einen Hördurchlauf wert. Stygian hingegen sollten noch ein wenig im Proberaum zubringen, denn auch wenn die Mischung aus Running Wild und Motörhead sicherlich nicht schlecht gemacht ist, so reicht dies in Verbindung mit dem absolut schrägen Gesang nicht aus, um das Interesse des Hörers zu rechtfertigen.

Mit dieser gelungenen und über weite Strecken interessanten CD kann die zweite leider nicht mithalten. Immerhin findet sich hier aber mit Steel Tormentors "Holy Lightning" der wohl stärkste Song dieser ganzen Veröffentlichung. Die Iren spielen einen Sound, der den Vergleich zu NWOBHM-Heroen wie Tokyo Blade nicht zu scheuen braucht. Unbedingt im Auge behalten! Ebenfalls als empfehlenswert empfinde ich Mechanix, die sich sicherlich nicht gegen den naheliegenden Megadeth-Vergleich sträuben dürften. "Disintegration" gefällt mir gut und musikalisch sogar besser als alles, was auf der allseits so hochgejubelten, letzten Megadeth Platte drauf war. Nur mit dem Gesang tun sich die Burschen keinen Gefallen, denn wo die Vocals von Dave Mustaine objektiv gesehen schon äußerst schwach sind, da wird von Mechanix auch noch schlecht kopiert. Jungs, versucht's hier doch mit ein wenig Eigenständigkeit! Cataphract gefallen mir ebenfalls gut. Würde ich vielleicht als punkbeeinflußten Thrash beschreiben, der allerdings nicht besonders gelungen produziert ist. Hier haben die anschließenden Hateful Agony die Nase vorn, auch wenn diese Band mehr Richtung Bay Area und Slayer schielt. Mit "Sacrifice" von Morpheus Embrace aus Frankreich findet sich dann noch eine kleine Perle auf dieser CD, die von Gesang und Keyboards ein wenig an Emerald (CH) erinnert. Sehr schöner Song der mit einem tollen Lead beginnt, bevor der Gesang erst nach weit über einer Minute Spielzeit einsetzt. Lediglich der gedoppelte Gesang bei den Refrains wirkt etwas fehlplatziert, aber da kann man sich ja noch was einfallen lassen. Stone Cold Black spielen mittelmäßigen Thrash, der von Nuclear Warfare zum Abschluß doch noch ein kleines Stück übertrumpft wird. Originell sind die zwar auch nicht, wissen mit ihrem Sound a la alte Angel Dust / Kreator aber dennoch zu überzeugen. Die weiteren Songs auf dieser zweiten CD kann man in dieser Besprechung denke ich guten Gewissens unter den Tisch fallen lassen, ohne daß jemand unserer Leser etwas versäumt hätte.

Abschließend noch ein Wort zur Aufmachung: "Gladiators of Metal Vol. 7" ist echter Underground, das bedeutet, hier ist alles selbst gebrannt, beschriftet, aufgeklebt usw. Ein Booklet gibt es nicht, und daß die Qualität und sogar die Lautstärke bei den einzelnen Songs stark variiert dürftet ihr mittlerweile mitbekommen haben. Bei Bitterness setzt sogar die Musik mal kurz aus, das hat schon fast Kultcharakter! Leider fehlt auf den beiden Silberlingen eine Beschriftung mit "CD1" oder "CD2", also hier kann man sicherlich noch einiges verbessern. "Gladiators of Metal" ist eben echter Underground, und wer diese Doppel-CD kauft, wozu es durch eine Reihe von interessanten Bands sicherlich eine Berechtigung gibt, sollte auch nichts anderes erwarten.

Bei Interesse haltet 10 Euro bereit und schreibt an

witchlord2000@gmx.at



Trackliste CD1:

ICEWIND - INNER STORM
EVOLUTION - OUT OF SIGHT
ANGELS IN EXILE - THE HOUSE OF USHER
HAN JIN OAKLAND - I WILL KILL YOU
INFEARIOR - THE BLACK SILHOUETTE
BITTERNESS - NIGHTTIME SOLITUDE
ALTAIR - SCARLET FLOWER
END OF MAN - THIRD FACTOR
AZKEN GARRASIA - APOKALIPSIA
CRUSHER - LET THEM BURN
BY BRUTE FORCE - LET THEM BURN
STYGIAN - LOST

Trackliste CD2:

FROZEN PARADISE - CHALLENGER
STEEL TORMENTOR - HOLY LIGHTNING
MIDGARD UPGRADED - S.C.U.M
SABATAN - STAY HEAVY
MENTAL VORTEX - ENVIOUSNESS MIND
SALVANOR - TEARS IN VAIN
ASMODI - ALL THE PEOPLE DIES
BUCCANEER - WETLAND
MECHANIX - DISINTEGRATION
CATAPHRACT - AMOK
HATEFUL AGONY - BLACK HOLE
MORPHEUS EMBRACE - SACRIFICE
STONE COLD BLACK - KILLING TIME
NUCLEAR WARFARE - THRASH SQUAD





   
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