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Hypnös - Rabble Mänifesto
Metalspheres Info-Box

Genre

Death Metal

Label

Morbid Records

Rezensent

Martin

Da sind sie endlich wieder, die drei tschechischen Todesmetaller. Mit der ersten Demo (Re-Released als MCD) und den beiden folgenden Alben schlugen die drei Jungs wie eine Bombe ein. Jeder, der auch nur etwas von Death Metal versteht, sollte von diesen Werken eigentlich sehr angetan sein. Nach der kurzen aber erfolgreichen Geschichte des Trios folgt nun mit "Rabble Mänifesto" endlich der dritte Streich und die Erwartungen sind dementsprechend hoch, sehr hoch?

Nun ja, nach den ersten paar Höreindrucken liegt meine Kinnlade jedenfalls erst einmal am Boden. Nein, ich bin nicht begeistert, sondern fassungslos! Wie langweilig kann Death Metal eigentlich klingen?! Wo sind die genialen Riffs hin? Wo sind die Blastbeats? Ist das noch der gleiche Sänger? Was hat denn bitte cleaner Gesang, der im Übrigen nach einer Mischung aus Jonathan Davis (Korn) und einem Power Metal Sänger klingt, in einer Stilrichtung wie dem Death Metal verloren? Zwar kommt diese Art des Gesanges lediglich an zwei Stellen des Albums durch, da aber selbst die altbekannten, aggressiven Vocals einfach zu kraftlos klingen, sollte man auch das als klares Defizit aufführen. Vor allem ist aber das Songwriting teilweise eine echte Zumutung und lädt den Hörer geradezu dazu ein, das Langeisen aus dem Player zu entfernen. Wiederholung, Wiederholung, Wiederholung ? wer da nicht gähnt, schläft wahrscheinlich schon. Natürlich gibt es auch hier ein paar Lichtblicke, die negativen Eindrücke überwiegen aber deutlich. Was ist bloß mit Hypnös geschehen? Wurden sie verschleppt und kurzerhand ausgetauscht? Ich weiß es einfach nicht. Lyrisch hat man sich nämlich auch von Altbewährtem abgewandt. Die blasphemischen Lyrics wurden arg gedrosselt, wofür nun antiamerikanische Texte in den Vordergrund gestellt wurden. Ob man zumindest in dieser Hinsicht eine Steigerung verbuchen konnte, liegt im Meinungsbild des Einzelnen. Musikalisch sollte man jedenfalls nicht allzu viel erwarten.

Falls ihr euch dennoch selbst von der Durchschnittlichkeit der "Rabble Mänifesto" überzeugen wollt, solltet ihr in die beiden besseren "Cleansing Extrema" und "Supernatural Race Disharmony" reinschnuppern.

Fakt ist, dass Hypnös die hohen Erwartungen nicht erfüllen konnten. Wer die wirklichen Tschechenperlen probieren möchte, höre entweder in die früheren Werke der Band hinein oder beschäftige sich mit Pandemia, Fleshless, Godless Truth und Ingrowing. Diese Bands machen richtig Spaß!

Zweite Meinung von Volker

Besser spät als nie: "Rabble Mänifesto" ist durchaus kontrovers aufgenommen worden, aber nachdem ich die Tschechen gerade mal wieder live gesehen habe und so endlich mal mit den neuen Songs in Kontakt gekommen bin, ist mir die zweite Meinung zum dritten Album der Band ein Anliegen. Klar ist, dass sich einiges verändert hat, Hypnos heissen jetzt Hypnös, haben ein neues Logo, blasten weniger und haben überhaupt an ihrem Klangbild herumgeschraubt. Allerdings trotz "ö" keineswegs in Richtung Motörhead, sondern hin zu mehr verspielter Komplexität und größerer Variabilität im Songwriting. Das klappt nicht immer und so ist der Song "Black Nymph Reveals" in der Tat ein monotoner Langweiler geworden, den auch der Cleangesang von Gastmusiker Ladislav Svanyga gewiss nicht rettet. Doch darüber hinaus sehe ich an diesem Album so ziemlich alles anders.
Angefangen beim bissigen "Drowned in burial Mud", welches selbst Carcass zu ihrer "Heartwork"-Phase gut gestanden hätte und bereits einen Einblick in das anspruchsvolle Drumming von Pegas auf diesem Album gibt. Hypnös erreichen hier eine neue Form von Intensität und schicken diesem vertrackten Midtempo-Batzen mit dem geilen "Cleansing Extrema" gleich eine eiskalte Geschwindigkeitsorgie hinterher. Zeit zum Luftholen bleibt kaum, denn "Krieg (The Alpha Paradox)" folgt mindestens ebenso packend und weist mit den nach dem brachialem Auftakt folgenden Melodien gewisse Parallelen zu Death auf. "Firecult" ist danach ein Cover der 80er-Band Törr, die wohl zur ersten Garde des frühen tschechischen Metal extremer Prägung zählten. Hypnös intonieren dieses schleppende Stück mit seiner okkulten Atmosphäre geradezu beschwörend und huldigen ihren Vorbildern gewiss standsgemäß. Ein eher überflüssiges Zwischenstück geleitet danach den Hörer zu "Supernatural Race Disharmony", bei dem noch mal sämtliche Stärken aufgefahren werden. Sehr anspruchsvolles Songwriting zeichnet einen Song aus, der erstklassige Gitarrenleads aufweist und sich mit der Zeit immer mehr in den Gehörgängen festbeisst. Hier wird übrigens auch das einzige Mal direkt Bezug auf die USA genommen, während sich Mastermind Bruno Kopanky im Weiteren durchdachter Religions- und Gesellschaftskritik widmet und im Booklet die Inhalte der Texte jeweils zusätzlich erläutert. Ein angenehmer Kontrapunkt zu vielen anderen Bands des Genres und aus meiner Sicht ein klarer Fortschritt im Vergleich zu den Lyrics der Vorgängeralben.
Ein wenig schwächelt der Abschluss von "Rabble Mänifesto", wobei ganz zum Ende das so völlig andere "At Death's Door" die Tradition der älteren gemäßigten Stücke "Journey into Doom" und "Lovesong" aufgreift und mit durchgehendem Cleangesang überraschende Akzente setzt. Gewöhnungsbedürftig, aber gut. Das Fazit ist damit klar: Empfehlenswertes Albüm!



   
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