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Anorexia Nervosa - Redemption Process
Metalspheres Info-Box

Genre

Black Metal

Label

Listenable Records

Rezensent

Sascha

Paganini wurde "Der Teufelsgeiger" genannt. Die Menschen waren sich sicher, dass ein so talentierter Künstler vom Teufel besessen sein musste. Wenn es so war, könnte das bedeuten, dass sich klassische Musik wohl hervorragend eignet um dem Teufel zu huldigen. Also ist es nur logisch Klassik und Black Metal zu verbinden?

Meiner Meinung nach war Black Metal schon immer sowohl für die Grabkammer, als auch für die große Bühne gemacht. Seit Emperor mit ihrer Definition von wahrhaftigem Black Metal auf der Bildfläche erschienen, spaltet sich die Welt der düsteren Musik in zwei Lager. Dem Lager derer, die ihren Black Metal am liebsten möglichst einfach und hinter einer undurchsichtigen Produktion verschleiert vorgesetzt bekommen möchten, wurde nun schon lange genug gefrönt. Was ich wirklich vermisse sind Bands deren Ziel es ist, eine erhabene Magie zu erschaffen und die epochale Größe die Black Metal durchaus haben darf zu erzeugen, und zwar ohne in lächerliche oder der Popmusik zugewandte Stilistiken abzuschweifen.

Zum Glück gibt es sie noch, die Bands, die sich trauen, mehr zu bieten als Gefolgschaft, als Bedienung des Massengeschmacks. Anorexia Nervosa werden zu Unrecht mit Bands wie Dimmu Borgir oder gar Cradle of Filth verglichen, was sicherlich eher an ihrem Äußeren, welches die Band leider arg in die Gothic Ecke stellt, liegt, als an ihrer Musik. Ich würde vielmehr so weit gehen, die Franzosen als legitime Nachfolger Emperors zu bezeichnen, denn ihr Black Metal ist rasant und gemein, stets bissig und bösartig, und der Gesang ist extrem und wird rein gehalten von Effektspielereien der Marke Dimmu Borgir. Die Keyboards sind der Streitpunkt, und vielen Leuten reicht leider die Erwähnung eines Keyboard-Spielers auf dem CD Cover um ihre Vorurteile zu bedienen. Ich konnte die Band live erleben und war auch zuerst skeptisch, die Band konnte mich jedoch schnell von ihrer Ernsthaftigkeit überzeugen. Die Keyboards werden wie ein Orchester eingesetzt, es kommen zum Großteil klassische Instrumente wie Streicher und Bläser zum Einsatz, die die Songs nicht überfrachten, sondern in den richtigen Momenten die Stimmung oder die Spannung verstärken, eben so, wie es die großartigen Emperor oder aktuell The Vision Bleak tun. Franzosen geben sich meist nicht damit zufrieden, vorhandene Konzepte zu kopieren, und so traut man sich hier künstlerisch auf ein Gebiet, welches heutzutage bei den Labels nicht gerade für klingelnde Kassen sorgt. Aber der Labelchef von Listenable Records hat Geschmack, und so hat er sich die Band natürlich sofort unter den Nagel gerissen.

Der limitierte Digipack von "Redemption Process" war leider schon vergriffen, so habe ich nur die "normale" Version vor mir, die 45 Minuten lang hochklassige Musik zwischen Melancholie, Raserei und träumerischer Schönheit bietet, sowie intelligente Texte mit denen die Auseinandersetzung lohnt. Als Anspiel-Tipp sei "Codex-Veritas" genannt, das alles, was diese Band ausmacht, vereint und auch wunderbar aufzeigt, wie Anorexia Nervosa Orchesterklänge zur Unterstützung einer immanenten Spannung einsetzen, die einen - hohe Lautstärke vorausgesetzt - fast in den Wahnsinn treiben können. Einzige Kritik an dem Album mag der Einsatz fast durchgängig hoher Geschwindigkeit sein, die teilweise den Hörer auf eine kleine Verschnaufpause hoffen lässt.

Abgesehen davon kann ich die CD ruhigen Gewissen allen empfehlen, die mal wieder etwas Black Metal hören wollen der nicht dreckig und roh oder mehr nach Thrash Metal klingt, was ja gerade besonders im kommen ist, sondern auf der Suche nach einer erhabenen, künstlerischen Seite des Black Metal sind.



   
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