Home
Vorwort
News
Eure Ankündigungen
Interviews
CD-Reviews
Live-Reviews
Metal and More
Locations
RIP
LinksSuche
Kontakt
Impressum
Über uns
Metalspheres präsentiert


4816024
Besucher seit 09/2002


Helrunar - Frostnacht
Metalspheres Info-Box

Genre

Black Metal

Label

Lupus Lounge

Rezensent

Volker

Sieh an, der anspruchsvolle Black Metal wird mehr und mehr in Deutschland heimisch. Wo bislang Nocte Obducta, Lunar Aurora und Secrets of the Moon jenseits plumper Klischeeprovokation nicht nur Schwarzmetaller auf ihre Seite ziehen konnten, erheben nun auch die im Vorfeld schon hoch gehandelten Helrunar mit ihrem Debut berechtigte Ansprüche. "Frostnacht" klingt sicher nicht so komplex wie einige der Alben der gerade genannten Bands, aber ist doch viel zu konsequent zu Ende gedacht, um im Einheitsbrei zu versinken.
Als Fundament dient ein in feiner Detailarbeit extrahiertes Destillat aus hervorragenden Momenten des norwegischen Black Metal der 90er, bei dem es Helrunar jedoch nicht belassen. Viel mehr sind sie kräftig darum bemüht, eine eigene Identität zu entwickeln, die weit über bloße klirrende Raserei hinausgeht. Die Deutschen klingen trotz dem kompletten Verzicht auf Keyboards auch in ihren heftigsten Momenten melodisch und nutzen Tempowechsel nicht nur als sporadisches Stilmittel. Doch dies ist nur ein Teil der Faktoren, die zu einem beachtlichen Abwechslungsreichtum führen. "Birke im Moor" würde auch Satyricon sehr gut stehen, "Frostnacht" klingt aggressiv, fesselnd und sehr traditionell, "Älter das Kreuz" ist eine herausragende, überwiegend schleppende Hymne und mit "NachtFrost" und "Neun Nächte" sind auch zwei sehr bedächtige, rein akustische Stücke vorhanden. Noch ein Stückchen über den durchweg gelungenen Songs throhnt allerdings das höllisch intensive "...bis die Seele gefriert", wo Sänger Skald Draugir ebenso authentisch Verzweiflung ausdrückt wie extatisch Gift sprüht. Überhaupt ist die Gesangsleistung eine der Höhepunkte auf "Frostnacht", die auch dadurch nochmal besonders akzentuiert, dass neben dem schon eher seltenen Gebrauch der deutschen Sprache einige Fragmente auf Isländisch enthalten sind.
Durchweg lobende Worte haben sich dazu auch die Texte verdient, deren deutliche heidnische Einflüsse im Gegensatz zur oft erbärmlichen Schlachten- und Ahnen"lyrik" der nicht enden wollenden Pagan Metal-Welle interessant metaphorisch verarbeitet werden. Dabei geht es um Mythen und Überlieferungen, aber auch um persönliche schmerzhafte Erfahrungen, die Skald Draugir beeindruckend packend in Worte zu kleiden vermag. "Ich will emotionale Musik und Texte erschaffen" lautet sein klarer Kommentar zur Quintessenz dieses Albums und dies darf als vollauf gelungen bewertet werden. Mehr noch ist "Frostnacht" sicherlich eines der Jahreshighlights des deutschen Black Metal!



   
  Light Pupil Dilate
Snake Wine
 
     
 
Firesign
Persecution Guaranteed
Gods of Emptiness
Consumption is Freedom?
Solid Ground
Can't stop now
A Dead Lament
Ravens Feast (Promo)
Horn
Naturkraft
SorgSvart
Vikingtid Og AnArki
Oblivio
Dreams are distant Memories
Lastdayhere
From Pieces created
7for4
Diffusion
Light Pupil Dilate
Snake Wine
 
 
Dwelling
Slough Feg
Elisa C. Martin
Astral Kingdom
Doomsword