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Vanilla Rex - Parallel Worlds
Metalspheres Info-Box

Genre

Progressive Metal

Jahr

2005

Spielzeit

53:22

Rezensent

Peter

Das nenne ich schnell! Kaum ist ein Jahr vergangen, liegt die neue CD von Vanilla Rex zur Beurteilung auf meinem Schreibtisch. Noch nicht mal anfordern musste ich das edle Teil, alleine die Tatsache, dass ich den kompletten Backkatalog der Band mit dem seltsamen Namen mein eigen nenne, hat schon zur Zusendung gereicht. Danke für das Vertrauen! Nun denn, mal hören, was meine Ohren so vermelden. Aber erstmal die Augen anstrengen und ein paar Fakten in die Tastatur hämmern, da leider immer noch zu wenige die Band kennen, was insofern schade ist, da die Truppe schon seit Ende der achtziger Jahre existiert und seit 1988 recht kontinuierlich Demos bzw. CDs veröffentlicht. Auch wenn sich die Band im Laufe der Jahre musikalisch stetig verändert und jetzt mit Progressive Metal wohl endgültig die richtige musikalische Ausrichtung gefunden hat, kann von einem hilflosen Experimentieren nicht die Rede sein. Es war eine logische Konsequenz, die von den NWOBHM geprägten ersten Titeln hin zu US amerikanischen Power Metal und jetzt eben progressiven Klängen führte. Egal, ob nun diese oder eine andere klangliche Variante ihren Weg auf die diversen Veröffentlichungen fand, Qualität war immer gewährleistet. Warum sollte es bei "Parallel Worlds" anders sein? Mit dem Coverartwork habe ich immer noch meine Schwierigkeiten, da ich sowas eher bei einer Hardcore Band vermutet hätte. Also Augen zu und auf die Musik konzentriert.

Insgesamt acht Titel sind es diesmal. Davon drei ältere, die einer Frischzellenkur unterzogen wurden und somit perfekt zu den anderen passen und nicht als Lückenfüller herhalten müssen, weil das Ganze sonst eine etwas längere Maxi CD geworden wäre. Aber erst einmal gilt es das Intro zu überstehen, und da hätte ich fast vermutet, dass Vanilla Rex den italienischen Rokoko Leichtmetall für sich entdeckt haben. Aber erstens kommt es anders und zweitens wie man denkt. Die kleine Irreführung leitet nahtlos in den ersten vielversprechenden Titel "Awaken the Sphinx" ein. So muss Progressiver Metal klingen! Kein Intellektuellen-Gefrickel und erst recht kein permanentes Verneigen vor den bekannten Größen. Natürlich sind auch in einer recht "freien" Spielart des Heavy Metal die Grenzen klar aufgezeigt, und die Innovatoren sind allgegenwärtig. Es kommt also darauf an, das beste aus der Situation zu machen und nicht permanent irgendwelchen Vergleichen unterworfen zu sein. Hier sehe ich einen großen Vorteil für Vanilla Rex, die es wieder einmal geschafft haben, kleine aber feine Unterschiede in ihre Titel einzubauen. Seien es nun die sehr präsenten Keyboards zu Anfang von "Losing", die mich irgendwie an Emerson, Lake and Palmer erinnern oder die insgesamt sehr kompakte und homogene Umsetzung aller Titel. Ein anderer Pluspunkt wäre der, nicht permanent ein Muster durchzuziehen, sondern sich auch die Freiheit zu nehmen, kurzfristig in anderen Revieren zu wildern. Also z.B. im Progressive Rock, um dann wieder mühelos ins andere Lager zu wechseln. Sicherlich sind Vanilla Rex nicht davor gefeit mit z.B. Symphony X, Evergrey oder den frühen Ivanhoe oder Glenmore verglichen zu werden. Aber wo die bekannten Szenengrößen nur noch ihren musikalischen Ruhm verwalten, mehr und mehr zu banaler Sterilität verkommen, ist bei Vanilla Rex der Wille immer um mindestens eine Nasenlänge voraus zu sein nicht nur bei "Parallel Worlds" permanent vorhanden. So entstehen frische, immer wieder gut anzuhörende Titel wie "Gone with the Tide" oder "Five Senses", die die Lust darauf, die ganze CD öfter mal anzuhören, nicht versiegen lassen. Wenn ich in den letzten Jahren kaum noch progressive Klänge gehört habe, dann deswegen, weil mir die Frische und Individualität, wie sie noch zu Anfang dieser nicht immer leicht zu konsumierenden Musik Standard war, fehlt. "Parallel Worlds" vereinigt alles, was ich an Progressive Metal mochte und irgendwann schmerzlich vermisste. Hoher musikalischer Anspruch gepaart mit locker aus der Hand herausgespielten Titeln, die individuell gestaltet sind und eine eigene Note erkennen lassen.

Klaus Schwenzner
Wendelinusstr. 2
56076 Koblenz
VanillarexKS@aol.com
http://www.vanillarex.de



   
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