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Lord Belial - Nocturnal Beast
Metalspheres Info-Box

Genre

Death/Black Metal

Label

Regain Records

Rezensent

Sascha

Mit neuem Logo und neuem Gitarristen ziehen Lord Belial zum zweiten Mal für Regain Records in den Kampf. Die Zeichen stehen auf Erneuerung, Fehler aus der Vergangenheit möchte man nicht noch einmal begehen, so ziert "Nocturnal Beast" ein stilsicheres Cover des allseits bekannten Kris Verwimp und macht mit seiner Finsternis rosafarbene Schafböcke vergessen. Die musikalische Erneuerung hatte allerdings bereits mit ihrem letzten Album "Seal of Belial" begonnen, welches für mich eines der am meisten unterbewerteten Alben von 2004 war. Mich hatte dieses Werk voller Erhabenheit und Kraft völlig in den Bann gezogen. Umso gespannter war ich, wie Lord Belial den Weg fortführen würden, den sie eingeschlagen hatten. "Nocturnal Beast" habe ich, genau wie seinem Vorgänger, zunächst einige Durchgänge gegönnt, bevor ich mir ein Urteil gebildet habe. Das Album ist die logische Fortsetzung von "Seal of Belial" geworden. Lord Belial treten nur noch sehr selten das Gaspedal durch, es herrscht mittleres bis schweres, doomiges Tempo. Die Schweden vermeiden jegliche Anbiederei an aktuelle Trends und haben damit "Lord Belial Metal" geschaffen, der gezielt die eigenen Trademarks hervorhebt. Diese sind: brutales Midtempo, melancholische Akustik-Gitarren, leichte Dissonanzen, klassische Heavy-Metal Soli und natürlich die charismatische Stimme Thomas Backelins. Ihre Art zu spielen hat heute mehr Wiedererkennungswert denn je. Wenn die ersten Töne erklingen weiß man, dass es sich hier nur um Lord Belial handeln kann. Die Musik spricht sicherlich eher Amon Amarth-Jünger oder aufgeschlossene Doom Metal-Hörer als 1349-Fans an. Man sollte also kein rasend schnelles Schlachtfest erwarten.

Passend zur beginnenden dunklen Jahreszeit ist "Nocturnal Beast" eine ganze Ecke düsterer, schwermütiger und epischer ausgefallen als "Seal of Belial". Die Wolken ziehen sich zusammen, verdunkeln den Himmel und lassen die Sonne verschwinden, eine Wand aus Eis und Kälte entsteht, schwarze Stürme steigen auf. Das sind die Bilder, die Lord Belials Musik entstehen lässt. Der Sound wurde erneut von Andy La Rocque geschmiedet, ist wieder sehr kraftvoll geworden und erschafft den Songs die nötige epische Breite. Der Bass wurde ein wenig mehr in den Vordergrund gemixt, was gut zum Gesamtbild passt. Veredelt werden einige Songs, wie z.B. "Succubi Infernal" oder "Nocturnus" von hervorragenden Soli, die nicht aufgesetzt klingen, sondern die Songs bereichern und auch eines deutlich machen: Lord Belial sind Meister auf ihren Instrumenten. Umso erstaunlicher, wie die Musiker sich hier auf das Wesentliche beschränken können und die Riffs stets ziemlich einfach und geradlinig halten. Es ist wahrscheinlich von ihnen so gewollt gewesen, um die Songs sofort zupackend zu gestalten; ich persönlich hätte mir gewünscht, dass man, wie in der Vergangenheit, etwas mehr Virtuosität durchblicken lässt. Auch fehlt mir auf diesem Werk ein vernichtender Smasher, wie "Mark of the Beast" oder "Armageddon Revelation". Aber auch "Nocturnal Beast" besitzt herausragende Tracks, wie "Monarchy of Death" oder den erhabenen Abschluss "Indoctrination of Human Sorrow", der wirklich zum sterben schön klingt, ein geschicktes Händchen für Melodien haben die Schweden sich auf jeden Fall bewahrt. Aber man hat sich meiner Ansicht nach zu stark selbst limitiert, anstatt in einem oder zwei Songs weiter nach vorne zu preschen und etwas unvorhersehbarer zu agieren. Schade finde ich zudem, dass diesmal keinerlei Frauengesang zu hören ist; auch die auf früheren Alben eingesetzte Flöte wurde leider nicht wiederbelebt. Unterm Strich können Lord Belial ihr Werk aus dem Jahr 2004 für meinen Geschmack zwar nicht übertreffen, was zugegebenermaßen auch sehr schwer ist, dennoch nimmt "Nocturnal Beast" Platz zwei meiner persönlichen Lord Belial Hitliste gleich hinter "Seal of Belial" ein. Fans, die den Vorgänger lieben, können hier auch wieder bedenkenlos zuschlagen. Alle Leser, die sich die angesprochene Mischung aus Melancholie, düsterer Melodik und brutalem Klang vorstellen können, sollten "Nocturnal Beast" ebenfalls einpacken. Gönnt euch einen herbstlichen Spaziergang mit dem Album oder zündet euch in den dunklen Abendstunden ein paar Kerzen an, dreht die Anlage auf und lasst euch, vielleicht bei einem guten roten Wein, in die dunkle Welt Lord Belials entführen. Es lohnt sich.



   
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