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Hellsaw - Spiritual Twilight
Metalspheres Info-Box

Genre

Black Metal

Label

Black Attakk

Rezensent

Sascha

Black Attakk ist ja in weiten Kreisen der Black-Metal Hörerschaft ziemlich in Verruf. Daran schuld ist sicherlich, dass das Vorgänger-Label Last Episode, die eine oder andere Gurke an die Oberfläche gespült hatte, die besser im großen Sumpf geblieben wäre. Das sind aber alte Kamellen, und ich muss sagen, dass Black Attakk nun wirklich einige erstklassige Bands auf der Menükarte hat. Was Death Metal angeht, ist mir das neue geniale Werk von Debauchery unter die Finger gekommen und nun liegt auch im Black Metal Bereich ein ungeschliffener Rohdiamant vor mir, der mich mit seinem Debütalbum schon ziemlich überzeugen kann. Aries, Bassist der österreichischen Band Sanguis hat mit Drummer Svart insgesamt 14 Tracks auf Lichtscheibe gepresst, wovon allerdings nur 6 Tracks neu sind, die anderen stammen vom Demo "Sins of Might". Die 6 neuen Titel haben es allerdings auch in sich und stellen für mich die qualitativ bessere Hälfte von "Spiritual Twilight" dar. Aries ist in einigen Interviews schon durch erstaunlich vernünftige Äußerungen aufgefallen, so war ich doch schon gespannt, was die Musik zu bieten hat. Enttäuscht wurde ich nicht, denn primitiver, einfallsloser Black Metal ist Hellsaws Musik sicherlich nicht. Die sechs Titel zu Beginn sind in eine wunderbare Produktion eingebettet, die mich nicht nur entfernt an Nocternitys "Onyx" erinnert, insbesondere Drums und Gesang könnten auch auf einem Album der Griechen stehen. Der Gitarrensound ist jedoch eher eine (im Kontrast zum Bandnamen) weniger sägende Variante. Da ich insbesondere den Drum-Sound von "Onyx" vergöttere, hat mich das natürlich gleich gnädig auf das Songmaterial eingestimmt. Innovationen oder instrumentelle Augenöffner sind natürlich eher Mangelware, jedoch bemüht man sich um eine ausgewogene Erzeugung von Stimmungen mittels getragener, doomiger Riffs als auch hasserfüllter Raserei. Eine gute Portion melancholischer Melodik ist ebenfalls dabei und zeigt doch, dass bei Hellsaw Musiker am Werk sind, die einen guten Song der Hass-Attacke vorziehen. Das soll jetzt aber nicht heißen, dass die Musik harmlos wäre, denn das wäre ungerecht. Aber als Black Metal Fan hat man natürlich schon Einiges gehört und somit ist es schon gerechtfertigt zu sagen, dass Hellsaw nicht in die ultrabrutale Kategorie gehören, sondern eher den Fan ruhigerer Klänge (falls man sowas im Black Metal sagen kann) der Marke Nocternity oder Nehёmah glücklich machen können. Soll mir recht sein, mag ich eh lieber als die Auswüchse, die die Musikrichtung mittlerweile in Norwegen annimmt. 1349 in allen Ehren, aber für mich muss Black Metal nach dunklem Wald klingen und diese Assoziation rufen Hellsaw auf jeden Fall eher hervor. Beim Gesang kamen mir teilweise auch Erinnerungen an die deutschen Zarathustra durch die Hirnwindungen geflogen. Da ich dort den Gesang auch schätze, ist das ebenfalls ein Pluspunkt.
Marschrichtung für die Zukunft sollte der Track "Der Wanderer" sein, für mich der Höhepunkt des Albums und für ein Debüt wirklich wunderbar gelungen. Der Song nimmt dich durch seine getragene Epik gefangen und kann im mitreißenden Refrain für Tränen sorgen. Wenn Hellsaw mehr Tracks dieser Stimmung aufnehmen, so kann diese Band den Black Metal noch um Einiges bereichern, da bin ich mir sicher. Mit "Endless" geht es auf ähnlich hohem Niveau weiter, obwohl man ähnliche Melodien vielleicht doch hier und da schon einmal vernommen hat. Melancholisch und getragen spielt man im über sechs Minuten langen "Me Crying", ein Titel der ebenfalls zu den guten Tracks zählt, jedoch auch einige Längen beinhaltet, da die vorherigen Tracks mehr Abwechslung boten. "Like Crystal Tears" nimmt die Spur jedoch wieder auf und kann wieder voll überzeugen. Ziemlich kurzweilig sind die ersten knapp vierzig Minuten vergangen. Nun bietet man noch das komplette "Sins Of Might" Demo, welches einen etwas sägenderen Sound und mehr schnelle Titel aufweist. Aber auch hier zeigt man schon sein volles Potential, da ist es kein Wunder, dass sich schnell ein Label fand, dass die Band unter Vertrag nehmen wollte. Da die qualitative Tendenz mit dem neueren Material auch weiter nach oben zeigt, freue ich mich wirklich auf das nächste Album der Band.

Sicherlich bieten Hellsaw nichts bahnbrechend Neues und haben auch bestimmt noch nicht ihr volles Potential ausgeschöpft, aber man ist hier weit davon entfernt, überflüssig zu sein und kann mit vielen Tracks wirklich mitreißen, was für ein Debüt ja schon beachtlich ist. Mit einer Kaufempfehlung an euch mache ich daher sicher nichts falsch. Hellsaw wollen übrigens verstärkt Live-Präsenz zeigen, mit einer "nicht alltäglichen Show". Also Augen offen halten!



   
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