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Shadow Season - The Frozen
Metalspheres Info-Box

Genre

Black Metal

Label

Sound Riot Records

Rezensent

Volker

Auch wenn das Kern-Line Up von Shadow Season - Sänger und Bassist Winter sowie Gitarrist Void (beide ehemals bei Witchhammer aktiv) - eigentlich aus Irland stammt, tummeln sich auf "The Frozen" diverse norwegische Gastmusiker. Neben den Sängern Dolgar von Forlorn und Sanrabb von Gehenna ist deren bekanntester zweifellos der ehemalige Emperor Schlagzeug-Magier Trym, der es ein weiteres Mal schafft, einer Band seinen Stempel aufzudrücken. So fallen auf "The Frozen" auch zuerst die beeindruckenden und wenig überraschend sehr nach Emperor klingenden Drumparts auf. Shadow Season spielen eher straighten Black Metal, der gelegentlich in Richtung der norwegischen Urgesteine schielt, in etwas komplexeren Momenten auch gitarrentechnisch etwas von Emperor hat und mit Death Metal Grunts sowie einigen schleppenden Passagen angereichert wird.
Die 4 Songs enthaltende EP ist die erste Veröffentlichung der 2001 gegründeten Band, sicher eine respektable Entscheidung, sich erst einmal damit der Metalwelt vorstellen zu wollen, bevor man mit einem kompletten Album an den Start geht. Vielleicht aber auch die logische Konsequenz daraus, dass sich unter den vier Tracks neben dem sehr gelungenen Opener eher Mittelmaß findet. "Phantoms in the Glass" ist allerdings schon ziemlich geil, ein eher vertrackter Song, bei dem nordisch klirrende Black Metal Gitarren auf Tryms Mörderdrumming (Sorry für die Wiederholung, aber der Kerl ist einfach ein Hammer...) und fiese grunzkreischende Vocals treffen. Für einen Gänsehautmoment sorgen zum Songende hin die Violinenparts von Gastmusikerin Patricia, die zusammen mit dem gesenkten Tempo Shadow Season eine Eindringlichkeit verleihen, die leider bei den restlichen drei Songs nicht mehr annähernd erreicht wird. "Cataclysmic Ancient Illusion", "Frozen" und "To Scorn the Suicide Earth" bieten nur noch schwarzmetallische Durchschnittskost. Sauber gespielt und ordentlich arrangiert, aber nunmal ohne jeglichen Wiedererkennungswert.
So bleibt also eine recht durchwachsene Scheibe, man darf trotzdem mal gespannt sein, was Shadow Season uns auf ihrem ersten Longplayer servieren werden.



   
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