Home
Vorwort
News
Eure Ankündigungen
Interviews
CD-Reviews
Live-Reviews
Metal and More
Locations
RIP
LinksSuche
Kontakt
Impressum
Über uns
Metalspheres präsentiert


4815452
Besucher seit 09/2002


Revolting Cocks - Cocked and Loaded
Metalspheres Info-Box

Genre

Industrial

Label

13th Planet Records

Rezensent

Alf

Ich bin ehrlich, große Namen beeindrucken mich nicht automatisch, und nur weil ganze Heerscharen vor Al Jourgensen in den Staub fallen, muss ich das noch lange nicht tun. Die Revolting Cocks waren mir seit je her nur am Rande ein Begriff, und ich habe mich nie wirklich damit beschäftigt. Dementsprechend wusste ich auch nichts davon, dass "Cocked and Loaded" das erste Lebenszeichen der Cocks seit 1993 ist, ich wusste nichts davon, dass Jello Biafra seine Finger im Spiel hat oder gar Billy Gibbons von ZZ Top.

Und dementsprechend unvoreingenommen habe ich dann dieses Album eingeworfen... was erstmal einen Schüttelanfall nach sich gezogen hat. Bläser, käsige Keyboardsounds, Sprachsamples, punkig peinliche Schrammelriffs, poppige Kitschmelodien, klischeehaftes Händeklatschen, verzerrter Nervgesang, monoton herumloopendes Schlagzeug und ein kratzig steriler Sound. Blääch.

Aber, Punkt 1: Ich hatte noch nie was für Industrial übrig, weil mir das immer zu monoton war. Punkt 2: "Cocked and Loaded" braucht seine Zeit. Irgendwann ist mir nämlich aufgefallen, dass mit jedem Durchlauf mehr Details hörbar werden, die sich äußerst stimmig in den Songs einweben und für subtilen Spannungsaufbau sorgen, welche einem gitarrenfixierten Metalhörer erst mal so gar nicht auffallen. Irgendwann ist mir dann außerdem aufgefallen, dass die Melodien so kitschig gar nicht sind, dass der Gesang nicht nervt, und dass die Revolting Cocks hier eine beeindruckende Bandbreite an Stimmungen erzeugen, durch wohlgewählte Samples wie ironische Kinderchöre oder "klischeehaftes Händeklatschen"...

Mittlerweile bin ich überzeugt, dass mir etwas fehlen würde, wenn "Cocked and Loaded" nicht in meinem CD-Regal stünde. Wenn man sich ersteinmal darauf eingelassen hat, dass diese Musik etwas völlig anderes im Sinn hat als ein wütend verbissenes Metalbrett, dann erschließen sich einem tatsächlich neue, beeindruckende Welten! Ein Album, wie ein Glas schwarzer Oliven. Der erste Bissen ist scheußlich, aber irgendwann ist es leer, und man macht sich auf die Suche nach einem neuen...

Jedenfalls mache ich bestimmt nichts falsch, wenn ich der Industrial-Gemeinde ein Testhören vorschlage, ich mache nichts falsch, wenn ich jedem Metaller rate, einen ordentlichen Sicherheitsabstand zu "Cocked and Loaded" zu halten, und Jourgensen Jünger werden ohnehin schon vor dem Plattenladen ihrer Wahl knien, um sich den neuen Erguss ihres Meisters aneignen zu dürfen. Ich wurde jedenfalls bekehrt. Einen "Revolting Cock Au Lait" zum mitnehmen bitte!



   
  Light Pupil Dilate
Snake Wine
 
     
 
Firesign
Persecution Guaranteed
Gods of Emptiness
Consumption is Freedom?
Solid Ground
Can't stop now
A Dead Lament
Ravens Feast (Promo)
Horn
Naturkraft
SorgSvart
Vikingtid Og AnArki
Oblivio
Dreams are distant Memories
Lastdayhere
From Pieces created
7for4
Diffusion
Light Pupil Dilate
Snake Wine
 
 
Dwelling
Slough Feg
Elisa C. Martin
Astral Kingdom
Doomsword