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Sepultura - Dante XXI
Metalspheres Info-Box

Genre

Moderner Thrash Metal

Label

Steamhammer / SPV

Rezensent

Volker

Ja ja, Sepultura haben es einem in den letzten Jahren nicht gerade leicht gemacht. Da steckt so viel Potential in der Band, doch außer dem ordentlichen Album "Nation" war die Ära nach Max Cavalera von mehr Durchschnitt geprägt, als dem geneigten Fan zuzumuten ist. "Dante XXI" soll nun der große der Befreiungsschlag werden, als der bereits "Roorback" aposthrophiert wurde? Hätte ich nicht geglaubt, aber manchmal irrt man gerne.
Zum Glück haben wir es hier mit keiner halbgaren Unternehmung unter dem Motto "back to the roots" zu tun, sondern mit dem beeindruckend gelungenen Versuch, Brasiliens nach wie vor bedeutendste Metalband noch einmal neu zu definieren. Die knackig kurz gehaltenen Songs von "Dante XXI" strotzen nicht nur vor Kraft, sondern offenbaren auch den Ideenreichtum, der irgendwo in den 90ern versandet zu sein schien. "Dark Wood of Error" (geiler Songtitel!) basiert nach dem Intro auf der ureigenen sepulturaschen Hardcore-Interpretation, mit der einst "Roots" aufgewartet hatte. Dazu rasen Gitarren wie einst auf "Benath the Remains", nur das Soundgewand ist ungleich neuzeitlicher. Keine aufwendigen Tribalspielereien, Sepultura wollen anno 2006 auf dem direkten Weg zum Ziel kommen. Moderner Thrash Metal aus dem Lehrbuch danach in Form von "Convicted in Life", derart in dieser Sparte aufgetrumpft haben zuletzt nur Machine Head mit ihrer Wiedergeburt "From Ashes through Empires". "False" reisst mit seiner Energie alles nieder, Derrick Green schreit entfesselt wie nie. Doch die zweite Hälfte des Songs weist auf eine weitere bedeutende Seite dieses Albums hin, die etwas Düsteres, Bedrohliches, fast Psychedelisches verkörpert. Weitergeführt in "Fighting on", das im Midtempo ultraheavy klingt und perfektioniert im grandiosen "Ostia". Jaaaa, das ist definitiv der geilste Song, den Sepultura seit 10 Jahren geschrieben haben! Abartiger Groove mündet in geradezu apokalytischem Flair, gekrönt von tragischen Streichern im Stile alter My Dying Bride, die in der Mitte des Songs für nie erwartete Akzente sorgen. Mit nur halb so viel Mut wären auch die letzten Sepultura-Alben deutlich relevanter gewesen! Vieles wäre hier noch zu empfehlen, so etwa die tiefenwirksame Midtempo-Walze "Nuclear Seven", das rhytmisch vertrackte "Repeating the Horror" sowie das furiose Hardcore-Spektakel "Crown and Miter", um die Aufzählung einigermaßen zu vervollständigen.
Ein wenig Raum soll aber noch bleiben, um das in der Umsetzung durch ein gelungenes wie unkonventionelles Artwork ergänzte Konzept des Albums zu würdigen. Derrick Green und Andreas Kisser haben sich diesmal Anregungen im Florenz des Mittelalters geholt und so liefert die "Divina Comedia" des Dichters und kritischen Philosophen Dante Aligherie die Vorlage für die teils zeitlosen, teils in die Gegenwart übertragenen Texte. So finden sich neue Impulse auf dem programmatisch benannten Album "Dante XXI" an allen Ecken und Enden und bringen Sepultura im Jahre 2006 eine zuletzt für unerreichbar gehaltene Rolle als kreative Vorreiter ein.
Ich entlasse euch jedenfalls mit einer dick unterstrichenen Kaufempfehlung und ziehe "Ostia" schon jetzt als einen der besten Songs des Jahres in Betracht!



   
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