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The Seventh Cross - Scorched by the Flames of Vengeance
Metalspheres Info-Box

Genre

Melodic Death/Thrash Metal

Label

Candlelight

Rezensent

Sascha

Candlelight Records sind zur Zeit wohl verstärkt auf der Suche nach neuen, ungewöhnlichen Bands. Ich finde diese Ausrichtung des Labels gar nicht mal schlecht. Man bekommt nicht die x-te Kopie etablierter Bands zu hören, sondern Bands die frisch und eigenständig klingen. Nicht alles kann dabei ein Treffer sein, so haben mich z.B. Manngard nicht so überzeugt. Die Band, die nun im CD Player rotiert, nennt sich The Seventh Cross und setzt sich aus diversen britischen Musikern, die mit der jeweiligen Musik ihrer Ex-Bands nicht mehr zufrieden waren zusammen, die sich hier zusammengerauft haben, um eine Mischung aus skandinavischem Melodic-Death und Metalcore zu brauen.

Das Wörtchen Metalcore verkauft sich scheinbar gut, denn in diesem Fall hier kann man diese Nennung wirklich nur als pure Werbung sehen. Mit Metalcore hat die Musik auf dem Erstling der Band wirklich nur sehr entfernt zu tun. Alleine der ziemlich unmoderne, ohne tausende Overdubs produzierte Sound der Scheibe, dürfte Metalcore-Fans viel zu lasch sein. Die Riffs, die wohl von der Plattenfirma gemeint sind, würde ich mal ganz locker als "Thrashmetal" bezeichnen. Klar, mit Thrash verkauft man keine Platten, kann ich schon verstehen. Allerdings birgt die Bewerbung als Metalcore auch die Gefahr, dass einige potentielle Hörer sich die Scheibe gar nicht anhören, also vergesst das lieber mal ganz schnell. Die wahre Liebe der Briten gilt hörbar dem alten skandinavischen Melodic-Death und die Tracks der CD, die in diese Richtung tendieren, sind auch die stärksten der Band. Der erste Track, "A Demon's March", klingt nach reinrassigem Götheborg-Stil, wie ein Titel, der bei Lord Belials "Enter The Moonlight Gate"-Sessions übrig geblieben ist. Sehr Old-School und fast schon mutig, heutzutage noch solche Songs aufzunehmen. Der Track gefällt mir schon recht gut, er hat die Art von Melodie, vereint mit Slayer-Riffs, die man am skandinavischen Deathmetal der Neunziger so schätzte. Allerdings können The Seventh Cross noch nicht an die Klasse von Bands wie Dissection oder Lord Belial heranreichen, die sicher zu den musikalischen Vorbildern der Band zählen. Das Potential für gutes Songwriting ist deutlich vorhanden, allerdings klingt man noch zu sehr danach, als sei man auf der Suche nach einer eigenen Richtung. Ich muss auch leider zugeben, dass nach wiederholtem Hören der Scheibe die nächsten drei Tracks regelmäßig an mir vorbeizogen. Ich habe sie gar nicht richtig wahrgenommen. Seltsam zahnlos plätschern sie vor sich hin, hier und da mal ein gutes Riff, allerdings auch viele halbgare und zu langsam eingespielte Ideen. Dazu kommt der recht eindimensionale Gesang, der selten Akzente setzen kann. Meine Lauscher wurden immer erst bei "Through this Cleansing" wieder wach. Der Song ist das deutliche Highlight von "Scorched by the Flames of Vengeance". Hier wird das Tempo angezogen und die Betonung liegt einmal mehr auf schwedischen Deathmetal Sounds. Hier sind auch die Thrash-Elemente sehr gut eingebunden, der Titel ist deutlich abwechslungsreicher und bemerkenswerter als die drei vorhergehenden. Brutale Doublebass-Parts wechseln sich mit saftigem Mosh ab. Warum kann nicht die ganze CD so gut sein? Leider ist "Through this Cleansing" dann auch recht kurz, also folgt "Awaken to the Carnage", der mit interessantem Gitarrenspiel und ein paar Blastbeats den Daumen weiter nach oben zeigen lässt. Aber danach besteht wieder dasselbe Problem wie im ersten Drittel der CD. Würden nicht ab und an einmal Filmsamples eingestreut, würde ich manchmal gar nicht bemerken, dass ein neuer Song angefangen hat. Zu harmlos und nett kommen die Songs daher, und der ständig gleiche Gesang lässt die Songs zu ähnlich klingen. "Into the blazen Waters" ist noch einmal ein Lichtblick, der wieder die melodische und deutlich stärkere Seite der Band zeigt.

Ich fürchte, dass die Rezension sehr negativ klingt. Die Band ist mir sehr sympathisch und hat sicher auch Potential und eine gewisse Portion Eigenständigkeit. Aber ein Oberhammer ist "Scorched..." leider noch nicht geworden. Ich hoffe, die Band orientiert sich in Zukunft mehr an ihren Stärken, die eindeutig mehr im Melodic-Death als im Thrashmetal liegen. Und ohne einprägsame, mitreißende Gesangslinien klingt die vorliegende CD einfach zu gleichförmig. Leider keine Kaufempfehlung.



   
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