Home
Vorwort
News
Eure Ankündigungen
Interviews
CD-Reviews
Live-Reviews
Metal and More
Locations
RIP
LinksSuche
Kontakt
Impressum
Über uns
Metalspheres präsentiert


4795749
Besucher seit 09/2002


Augury - Concealed
Metalspheres Info-Box

Genre

Progressive Death Metal

Label

Adipocere Records

Rezensent

Martin

Wow, was ist das denn? Augury ziehen mit ihrem Album ja wirklich alle Register. Mehr Abwechslung geht wohl kaum! Dass Kanada in letzter Zeit mit interessanten Prügelbands aufwarten konnte, sollte kein Geheimnis mehr sein. Die mächtige Frickelmaschinerie Cryptopsy, das unglaublich komplexe Mathcore Projekt Ion Dissonance und die frisch töndenen Neuraxis - um nur mal wenige zu nennen - sind wohl Beweis genug dafür, dass die kanadische Metalszene teils vor Ideen nur so sprudelt.

Wie eingangs schon angedeutet tendieren auch die aus dem kühlen Montreal stammenden Augury zu einen Innovationsreichtum der seines Gleichen sucht. Dieser Aspekt führt zuerst einmal dazu, dass ihr Album anfänglich völlig überladen wirkt. Soviel verschiedene Elemente habe ich selten auf einem Album gebündelt vorgefunden. Deshalb stand ein kurzer Eingewöhnungsprozess zumindest für mich vorerst auf dem Tagesprogramm. Nach ein paar wenigen Hördurchläufen erschloss sich mir "Concealed" aber zunehmend mehr und mehr. Und ich kann nur sagen, dass das Teil der absolute Wahnsinn ist!
Zum Großteil besteht das Konzept des Quintetts aus brutalem und melodischem Death Metal. Der typisch tiefe Gesang sowie die extremen Blastbeat-Passagen sprechen für ersteres, die wunderschönen und eingängigen Melodien für zweiteres. Schon allein diese stilistische Ausrichtung hätte eine relativ hohe Wertung verdient gehabt, da die Umsetzung wirklich fantastisch ist. Diese unglaublich komplexen und teilweise richtig abgedrehten Riffs klingen einfach so umwerfend wie kaum etwas zuletzt. Von supermelodisch und zum Träumen einladen bis hin zu megafett und hyperverfrickelt. Zu dem gesellen sich nun aber auch noch eine Vielzahl genrefremder Einflüsse, dessen Gesamtresultat das Wörtchen "progressiv" letztendlich wohl am ehesten auszudrücken vermag. Neben dem üblichen Todesblei-Geröchel, welches das Geschehen dominiert, dringen auch fiese Screams, ein opernhafter, theatralisch wirkender Frauengesang sowie angenehmer klarer Gesang durch. Das mag für den Leser jetzt absolut übertrieben vielfältig und unvorteilhaft klingen, aber ich muss gestehen, dass das alles wunderbar harmoniert und einfach super ins Bild passt. Erwähnenswert - was ja gar kein Ausdruck ist ? präsentiert sich auf alle Fälle auch das Schlagzeugspiel. Mit Schnelligkeit allein gewinnt man heutzutage keine Preise mehr, dass sich eine so komplexe Band wie Augury also nicht irgendeinen Drummer dazuholt, steht wohl außer Frage. Dieser Typ beherrscht scheinbar alles! Von jazzigen (!) Passagen über Hochgeschwindigkeitsgeknüppel bis hin zu überragend technischen Einlagen deckt der Mann einfach alles ab. Abgerundet wird der ohnehin superbe Eindruck von einer glasklaren Produktion, die dem Album in dieser Form auch absolut passend zu Gesicht steht.

Zusammenfassend muss ich sagen, dass Augury zweifellos das Potenzial zum Newcomer des Jahres haben. Kaufen solltet ihr das Teil aber trotzdem nur, wenn ihr auch gerne mal über den Tellerrand hinausblickt oder sowieso auf progressive Musik a la Cynic oder Opeth steht. Ich für meinen Teil muss mich nun erstmal wieder in meinem Zimmerchen einschließen und eben jenes grandiose Album stundenlang weiterhören.



   
  Light Pupil Dilate
Snake Wine
 
     
 
Firesign
Persecution Guaranteed
Gods of Emptiness
Consumption is Freedom?
Solid Ground
Can't stop now
A Dead Lament
Ravens Feast (Promo)
Horn
Naturkraft
SorgSvart
Vikingtid Og AnArki
Oblivio
Dreams are distant Memories
Lastdayhere
From Pieces created
7for4
Diffusion
Light Pupil Dilate
Snake Wine
 
 
Dwelling
Slough Feg
Elisa C. Martin
Astral Kingdom
Doomsword