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Ministry - Rio Grande Blood
Metalspheres Info-Box

Genre

Industrial Metal

Label

13th Planet Records

Rezensent

Volker

Wer zu Ministry greift, weiss wer er erwarten kann beziehungsweise zu befürchten hat. Die Pioniere / Gottväter des Industrial Metal um Al Jourgensen, der seine schlimmsten Drogenkrisen hinter sich gebracht zu haben scheint, stehen selbstredend auch auf "Rio Grande Blood" wieder für einen nervenzerfetzenden Soundtrack des Zynismus und haben ihren Erzfeind Nr. 1 diesmal sogar an ein imaginäres Kreuz geschlagen. Ein stilisierter George W. Bush hängt dort, mit den Füßen in einem Ölfaß, garniert mit Verschwörungssymbolen und vor einer grauen apokalytischen Kulisse, durch die allerhand Massenvernichtungsmittel schweben. Das ist deutlich und nichts anderes ist man von Ministry gewohnt, was ohne weiteres auf den musikalischen Inhalt zu übertragen ist. Schnell, kalt, dreckig, giftig, bitter, maschinell, verzerrt. Die blutige Brühe, die sie durch den Rio Grande wälzt ist ätzend und verseucht, Ministry wollen / können / dürfen nicht schön klingen.
Beachtlich ist die Dichte an Songs, die mächtig Eindruck schinden, denn davon finden sich fast noch mehr als auf den beileibe nicht schlechten letzten Platten. "The great Satan" etwa ist ein ratternder Ministry-Ohrwurm vom Feinsten, der noch aus der Zeit der "Psalm 69" stammen könnte. Der Songtitel stellt im Gesamtkontext allerdings eine gewagte Provokation sein, denn wer Jourgensens verhasstes Herkunftsland so nennt, dürfte wohl bekannt sein. Grenzen werden auch schon im Opener und Titelsong ausgelotet, für den Sprachsamples von George W. Bush so arrangiert wurden, dass dieser sich selbst als Diktator, Terrorist und Ausbeuter bezeichnet. Zu dieser Art der Provokation kann sich jeder seine eigene Meinung bilden, unzweifelhaft ist dagegen das Niveau der Songs. Dringend empfehlenswert sind die Speed-Nummer "Senor Peligro" mit grandiosen Riffs und derber Slayer-Note sowie das überaus eingängige "LiesLiesLies" mit seinem exzellenten Chorus. Weniger finster als der Rest des Albums und damit ein deutlicher Kontrast zum pechschwarzen "Fear is big Business", ein Song mit herben Kontrasten zwischen dem extrem schleppenden Beginn und wüsten Industrial-Attacken im Folgenden.
Mit Tommy Victor (Prong) und Paul Raven (Killing Joke) hat Jourgensen sich für die Umsetzung von "Rio Grande Blood" prominente wie kompetente Unterstützung an Gitarre und Bass geholt. Beide Musiker waren an der Entstehung einiger Songs beteiligt und haben so ihren Beitrag zum Gelingen des Albums, welches die hohen Erwartungen mindestens erfüllt, geliefert.



   
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