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Battle Brat - Battle Brat/The Anthology
Metalspheres Info-Box

Genre

Power/Speed Metal

Label

Battle Cry

Rezensent

Peter

Für die ganz harten Sammler dürfte diese Veröffentlichung kalter Kaffee sein. Immerhin wurde das bisher einzige offizielle Lebenszeichen von Battle Brat schon 1991 von einem japanischen Label wiederveröffentlicht. Mit teutonischer Gründlichkeit wurde just vor ein paar Tagen nicht nur das Debüt sondern auch gleichzeitig eine Werkschau mit den ganz frühen Aufnahmen aus den Jahren 1984-1985 parallel dazu veröffentlicht. In aller Bescheidenheit sei noch angemerkt, dass ein Mitarbeiter dieses Magazins, der namentlich nicht genannt werden möchte, den Kontakt zu Battle Cry Records hergestellt hatte und Andy Preisig hatte mal wieder den richtigen Riecher.

Genug der Einleitung. Wir beamen uns in das Jahr 1984, das als Gründungsjahr gelten darf. Nach der üblichen Suche nach geeigneten Mitspielern, wurde im gleichen Jahr das erste Demo veröffentlicht. Das wurde nach der Rekrutierung eines neuen Gitarristen noch mal eingespielt. Auch Ann Boleyn bekam ein Exemplar dieses Demos und schon fand sich ein Titel auf dem "Speed Metal Hell"Sampler wieder. Es wurden weiterhin fleißig Titel aufgenommen, Konzerte gespielt und neue Musiker kamen in die Band. 1988 war die Band eigentlich bereit und willens ihre erste LP aufzunehmen. Ein Label wurde in Deutschland gefunden (US Metal), die Band flog eigens über den großen Teich, gab reichlich Interviews und was tat sich? Nichts! Der Veröffentlichungstermin wurde mal eben auf 1989 verschoben, das vorgesehene Coverartwork wurde auch nicht genommen und irgendwie versank die Band sang und klanglos.

Damit wieder in das Jahr 2006. Die CD ist also draußen und die Frage, wer denn nun dieses Teil wieder kaufen soll, immerhin ist der Markt mit aktuellen Silberlingen genug überflutet, ist durchaus berechtigt. Nun, zum einen gibt es die, die ihr Vinyl mehr als pfleglich behandeln und die können das ganze jetzt mehr als einmal hören, ohne das gleich Lagerfeuerromantik entsteht. Wer schon anno 1989 sein Exemplar komplett durchgenudelt hatte, kann von nun an ungestört von morgens bis abends jeden Titel mehrmals hören. Für die, die seinerzeit noch nicht Metal waren, ist diese CD neben vielen anderen Wiederveröffentlichungen aus der glorreichen Zeit unserer Musik ein weiteres Kapitel Geschichtsunterunterricht. Es gibt somit genügend Kaufanreize. Wenn es denn auch musikalisch einigermaßen passt.

Mit viel Wind und dezentem Gewitter werden die offiziellen 9 Titel eingeläutet. Winds of change heißt die Einleitung, ist auch etliche Jahre nach der ersten Vermarktung ein solides Fundament, das Vergleiche mit Virgin Steele oder Jag Panzer durchaus zu lässt. Bei einem selten dämlichen Titel wie "Cruising for action" wird so mancher gleich die Haarspraykiste aufmachen, aber mit Poison und Co. hat das Ganze dann Gottlob nichts am Hut. Solider Power Metal, nicht mehr und nicht weniger. Warum die musikalischen Wurzeln von vielen in Europa und nicht in den USA vermutet werden, keine Ahnung. Umgekehrt macht das Ganze mehr Sinn, immerhin fallen mir spontan ein paar Bands ein, die sich muntere Klopfer wie "Don`t fight the power" sicherlich als Leitfaden ausgesucht haben. Die ersten drei Titel ließen sich recht ordentlich an und die befürchtete Kantate Amore wird "You`re the one" dann doch nicht. Allerdings ist das einer der Titel, die eher unspektakulär durch den Kopfhörer rauschen. Nun gut, ein kleiner Schwachpunkt sei verziehen, immerhin hatten Battle Brat anno 1989 acht überzeugende Argumente parat. Was damals wie heute etwas nervt, ist der Sirenengesang. Sicherlich hatte diese Veröffentlichung gegenüber vielen anderen die ebenfalls in dieser Zeit erschienen sind, den Nachteil, nicht mit Klassikerstaus gesegnet zu sein. Was auch nicht schade ist, es geht nur um die Musik und das, was für viele damals die tägliche Offenbarung war. Battle Brat`s gleichnamiger Beitrag zum Ruhm des Heavy Metals ist eigentlich der, lediglich dabei gewesen zu sein und evtl. ein paar Duftmarken gesetzt zu haben. Heute wie damals kein Reinfall, aber auch kein sensationeller Kantersieg.

Als Bonus gibt es 4 Titel in den jeweiligen Demoversionen.

The Anthology heißt die zweite Veröffentlichung und beinhaltet die Aufnahmen aus den Jahren 1984-1985. Hier zeigt sich die Band von einer teilweise gänzlich anderen Seite. Speed Metal! Henchman! Jugendlich wild und enthusiastisch! Tuff too bad! Sicherlich nicht immer perfekt, aber idealistisch bis zum abwinken. Delusions! Auch harte Männer haben Gefühle. Remember me! Power Metal! Fear stricken man! The guilty one! Prisoner of desire! Wieder Speed Metal! Screaming in the night! Battle Brat! Das Ganze klingt gut bis ausreichend und zwei Titel gibt es noch in alternativen Versionen.

Irgendwann in diesem Jahr soll dann eine neue CD von Battle Brat erscheinen. Ich lasse mich überraschen.



   
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