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Spektr - Near Death Experience
Metalspheres Info-Box

Genre

Black/Ambient

Label

Candlelight

Rezensent

Sascha

Ein einfaches Werk haben Spektr sicherlich nicht geschaffen. Denn leicht konsumierbare Songstrukturen und Melodien, die der Hörer vielleicht erwarten mag, sind auf der mir vorliegenden CD nicht zu finden. Die Band hat allerdings Mut, versucht sie doch den ausgetretenen Pfaden des BM wenigstens neue Facetten abzugewinnen. Konsequenterweise weist man in der Band-Info gleich darauf hin, dass es den beiden Künstlern nicht daran gelegen ist, Musik im herkömmlichen Sinne zu erschaffen, sondern vielmehr ein akustisches Kunstwerk, dass nur in seiner Gesamtheit begreifbar ist.

Entstanden ist dabei ein gewöhnungsbedürftiger Bastard aus BM, wobei dieser hier nur als ein Klangelement von vielen verwendet wird und auf ein klinisches Extrem beschränkt wird, sowie Ambient/Noise-Klängen. Dieser Mix wird ausschließlich zur Vertonung des zugrundeliegenden Konzepts genutzt, welches auch den Titel der CD "Near Death Experience" bestimmt. Die Nahtoderfahrung ist ein psychologisches Phänomen, welches bei Menschen festgestellt wurde, die einige Zeit klinisch tod waren, dann allerdings wieder aus diesem Zustand ins Leben zurückgeholt werden konnten. Viele Menschen erleben in dieser Zeit ihr Leben wie in einem Zeitraffer, andere wiederum gehen durch einen langen, dunklen Tunnel, an dessen Ende ein grelles Licht scheint. Manche berichten, sie seien im Zustand des Todes ihrem Schöpfer oder Gott nahe gewesen. Laut Statistiken gibt es allerdings auch einen großen Anteil Betroffener, die den Nahtodzustand als etwas ganz und gar nicht schönes beschreiben, sondern als einen Angst und Schrecken verbreitenden Horror-Trip auf dem sie von Geistern und Dämonen und schrecklichen Bildern heimgesucht wurden. Diese Menschen leiden in ihrem "neuen" Leben zumeist unter starken Angstzuständen. Spektr werden sich sicherlich der letztgenannten Beschreibung zugewandt haben, denn positiv klingt die von ihnen geschaffene Kunst, die ich der Einfachheit halber nun doch einmal Musik nennen möchte, wahrlich nicht.

Auf dem Album klingt jeder Ton äußerst klinisch. Den Drums und Gitarren wurde jede Natürlichkeit geraubt, Bassdrum, Snare und Becken stehen in einem verzerrten klanglichen Missverhältnis, die Gitarren erklingen vollkommen ohne Tieftonbereich und Wärme, der Gesang ist erwartungsgemäß elektronisch verzerrt. Zwischen jedem Blackmetal-Ausflug stehen minutenlange Sample-Collagen, die sich zu einem nicht gerade geringen Teil aus "Sendersuche im Radio", "TV-Rauschen nach Sendeschluss" und hallbeladenen Horror-Sounds zusammensetzen. Dazu immer wieder einmal gesprochene, menschliche Worte. Will man unbedingt den Versuch wagen, den BM, den diese Formation spielt, zu analysieren, so sind eher einfache, relativ unspektakuläre Riffs zu finden, die "Songs" nicht der Rede wert. Aufgrund des Klangs erinnern Spektr an Thorns oder Satyricon zu RE-Zeiten. Dass die beiden Musiker keine Dilettanten sind, wird an vielen Stellen des Albums deutlich und rechtfertigt keinen Verriss des Albums. Empfehlen kann ich es allerdings auch nicht wirklich. "NDE" ist sicher ein Werk, welches verstanden werden muss. Ich zähle wohl zu den Hörern, bei denen der Funke nicht richtig überspringen wollte. Extrem aufgeschlossene Hörer, welche sich an dieser sehr ungewöhnlichen und kreativen Mischung einmal versuchen wollen, sollten auf jeden Fall einmal probehören. Mein Problem mit der CD ist eigentlich nur, dass zumindest bei mir das Konzept nicht aufgegangen ist. Die Musik soll ganz sicher vollkommen verstörend klingen und den Hörer in eine dunkle Welt ziehen, bei mir hat sie in weiten Teilen leider Langeweile ausgelöst. Ein schockierenderes Werk haben meiner Meinung nach Blut Aus Nord mit "The Work Which Transforms God" geschaffen, schaurige Ambient-Stücke höre ich mir lieber bei Urfaust an. Spektr konnten mich da nicht so mitreißen, ich könnte mir aber vorstellen, dass es einem anderen Hörer vielleicht anders ergeht.



   
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