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Embalming Theatre - Sweet Chainsaw Melodies / Re-Release
Metalspheres Info-Box

Genre

Goregrind

Label

Power It Up

Rezensent

Sascha

Aus der Schweiz, dem beschaulichen Land der Kühe und des Käses, kommen die Berserker von Embalming Theater, die in der Szene des Goregrind sicher keine Unbekannten mehr sind. Der etwas absurd wirkende Bandname hat seinen Ursprung im englischen Medizinstudium. Die Studenten pflegen dort den Raum, in dem sie Leichen einbalsamieren dürfen, so zu nennen. Seit 1995 treibt die Band sich im Underground herum und kann auf eine kilometerlange Liste von Veröffentlichungen zurückblicken.

Das Grundkonzept der Band ist klassisch und dabei klassisch gut. Man nehme reale und obskure Mord und Metzelnachrichten und verarbeite diese in kurzen, knackigen musikalischen Attacken. Kleine Kostprobe? 2001 hat eine australische Mutter (die eine professionelle Metzgerausbildung hatte) ihren Ehemann um die Ecke gebracht und in handliche Portionen aufgeteilt. Damit nicht genug, hat sie aus dem Fleisch ihres Angetrauten leckere Gerichte für ihre Kinder zubereitet, die diese mit Genuss verspeist haben. Solche Geschichten inspirieren Embalming Theatre dann zu Songs wie "We Ate Daddy". "Sweet Chainsaw Melodies" ist allerdings nicht das neue Album der Band, sondern ein Re-Release einer Veröffentlichung aus 2003. Die Vinyl-Version dieses Albums ist übrigens noch erhältlich. Bezüglich der Musik muss ich zugeben, dass ich Goregrind nicht viel abgewinnen kann. Meist werden doch nur alte Carcass kopiert, oder Riffs, die ND zu "From Enslavement To Obliteration"-Zeiten gezockt haben, wiederverwertet. Außerdem erschließt sich mir als Musikfreund nicht der Sinn von Stücken, die nur eine Minute lang sind. Man muss also auf jeden Fall eingefleischter Fan dieser Musikgattung sein, um Embalming Theatre etwas abgewinnen zu können. Die bekommen allerdings hier auch die zu erwartende Vollbedienung. Das beginnt beim genretypischen, gewollt-schlechten Coverartwork, und endet bei den angesprochenen Metzel-Lyrics und der musikalischen Darbietung: Extrem tief gestimmte Gitarren, die zwischen melodischem und groovendem Riffing pendeln, größtenteils blastende Drums mit knalligem Snare-Sound und die übliche Aufteilung zwischen Kreisch- und Gurgelgesang. Dabei nimmt die Band aber auch mal die Geschwindigkeit heraus, um mit eingängigen Refrains zum Mitsingen einzuladen. Immer wieder werden zur Unterstützung der Atmosphäre Filmsamples aus Horror-Filmen eingestreut, wie man es noch von der Carcass-CD "Necroticism" kennt.

Die Soundqualität ist vollkommen in Ordnung und verleiht der Musik die gewünschte kaputte und nekro-mäßige Atmosphäre. Da die Band sich selbst nicht so ernst nimmt, hat es auch euer Rezensent nicht getan und kommt zu dem Fazit, dass interessierte Freunde des humorvollen Goregrind hier voll auf ihre Kosten kommen. Ein kleines Highlight erwartet den Hörer zum Schluss der CD. Dort darf man begleitet von folkloristischen Klängen auf dem Akkordeon, Lehrreiches über die Praktiken der Einbalsamierung erfahren. Kultig.



   
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