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Zemial - In Monumentum
Metalspheres Info-Box

Genre

Epic Black/Heavy Metal

Label

NYX

Rezensent

Sascha

Um ergreifenden Metal zu erschaffen, muss man nicht der schnellste Flitzefinger an der Gitarre sein oder den höchsten Sirenenton in 8 Oktaven singen können. Für dieses Credo stand wohl niemand so sehr wie Quorthon von Bathory, der in seiner musikalischen Laufbahn die Atmosphäre seiner Werke immer über alles andere stellte und mit eher bescheidenen Mitteln mehrere Meilensteine des Metals erschuf. Als Hommage an diesen Künstler soll das aktuelle Album der Underground-Ikonen Zemial gelten, und war ihr Sound schon in der Vergangenheit sehr von Bathory beeinflusst, so haben die Griechen ihre Kompositionen auf "In Monumentum" noch stärker an der epischen Phase der schwedischen Pioniere orientiert.

Hinter Zemial stecken die Brüder Eskarth und Vorskaath, die sich auch für die genialen Alben von Agatus (zuletzt "The Weaving Fates") verantwortlich zeichnen. Ihren Kultstatus haben die Brüder zurecht, denn aus ihrer Feder kommt beinahe nur herausragende Musik. "A Fallen One" basiert auf einem klassischen Metal-Riff der einfachsten Sorte, gekrächzten Vocals, donnernden Drums, viel Hall und einer genialen Solo-Gitarre, veredelt durch einen Mittelteil mit verzweifelt gesprochenem Text, Akustikgitarre und einem verträumten Charakter, wie es der Meister nicht besser hätte machen können. Dass Eskarth und Vorskaath durchaus anspruchsvolles Material auf ihren Instrumenten beherrschen, haben sie ja in der Vergangenheit mit dem Material ihrer weiteren Bands gezeigt. Bei Zemial halten sie sich jedoch bewusst zurück und präsentieren, technisch gesehen, eher einfaches Material, welches allerdings durch den Spannungsaufbau in den Stücken, die Abwechslung und viele eingestreute Akustikgitarren oder Chorgesang kompensiert wird. Durch diese Arbeitsweise ist sehr eingängiges und atmosphärisches Material entstanden. "Born Of The Crimson Flame" geht schneller zur Sache, eine gruselige Stimmung wurde durch einen Orgel-Sound und die wiederum donnernden Toms umgesetzt, ein wahrer Headbanger, der sich sofort im Ohr festsetzt. Damit nicht der Eindruck entsteht, Zemial würden einfach nur billig kopieren, muss gesagt werden, dass sämtliche Kompositionen auch ihren urtypischen, eigenen Stil beinhalten. Der berühmte Hellas-Sound, wie er von frühen Rotting Christ und Varathron(Ex-Band der Musiker) ins Leben gerufen wurde, scheint immer wieder durch. "I TAN I EPI TAS" widmet sich dann auch der eigenen Vergangenheit, der glorreichen Schlacht der Spartaner gegen die Perser. Sehr genial und bildhaft wurde der Song umgesetzt. Wenn Vorskaath von den "Drums of War" singt, dann ertönen diese auch! Und wie! Der Spannungsbogen ist auch wieder sehr schön gemacht, mit dem Wechsel der Rythmen und den vielen feinen Melodien auf der Lead-Gitarre. In das folgende, ruhige Instrumentalstück geht dieser Song nahtlos über, daher kann man "Remembering Those Lost" auch als zweiten Teil von "I TAN I EPI TAS" bezeichnen, was thematisch und bezüglich der Stimmung vortrefflich passt. Diese kleinen, nachdenklichen Zwischenspiele sind eine Art Markenzeichen von Agatus sowie Zemial und so ist natürlich auch auf "In Monumentum" eines vertreten. Und es klingt wirklich wunderschön!

"March Of The Giants" bietet dann wiederum noch mehr epische Elemente durch die melancholische Lead-Melodie und kraftvolle Männer-Chöre, Erebos, der griechische Gott der Finsternis wird angerufen, es gibt Schwertsamples, Glockenklänge und dann ein gewaltiges Gitarrensolo. Und schon ist es da, dieses erhabene Gefühl beim Hörer, das bis zum Ausklang mit orchestralen Arrangements anhält und ihn andächtig lauschen lässt. "In Monumentum" schwimmt dann noch stärker in "Hammerheart"-Gewässern und lässt das Album wirklich majestätisch ausklingen. Klargesang steht Vaskaarth gut zu Gesicht, was er auf "The Weaving Fates" bereits gezeigt hat und auch hier wieder in den hymnischen Melodien deutlich macht. Beinahe acht Minuten verwöhnt uns dieses Epos, was gewissermaßen noch einmal eine Zusammenfassung des Albums darstellt und die Stärken der Band im Einklang präsentiert. Ich hoffe, dass ich euch durch meine ausführliche Beschreibung den Mund wässrig gemacht habe. Zemial oder Bathory Jünger müssen dieses Album auf jeden Fall haben und jeder andere Freund epischer, archaischer Klänge muss auf jeden Fall einmal reinhören. Leider enthält es nur 37 Minuten Musik, diese haben es aber in sich. Ein bisschen schwierig dürfte es sein, an das Album heranzukommen, da es noch keinen Vertriebspartner gibt. Iron Pegasus Records haben aber einige Exemplare im Mailorder, am besten sofort bestellen!



   
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