Home
Vorwort
News
Eure Ankündigungen
Interviews
CD-Reviews
Live-Reviews
Metal and More
Locations
RIP
LinksSuche
Kontakt
Impressum
Über uns
Metalspheres präsentiert


4644831
Besucher seit 09/2002


Gravewurm / Suicidal Winds - From Conflict to Conquest (Split CD)
Metalspheres Info-Box

Genre

Old School Death Metal

Label

Time Before Time Records

Rezensent

Volker

Das polnische Mini-Label Time Before Time scheint ganz nach dem Motto vorzugehen, im weltweiten Underground nach Bands zu suchen, die Death Metal in seiner puristischsten Form spielen und mit jeder Form von Modernität so viel zu tun haben wie AC/DC mit progressiver Gitarrenarbeit. So ist hier eine us-amerikanisch / schwedische Split CD zustande gekommen, die zwei sehr unterschiedliche Bands präsentiert, an denen doch gleichwohl die letzten 15-20 Jahre bemerkenswert spurlos vorbeigegangen sind.

Die Amerikaner Gravewurm eröffnen und machen sich direkt zu meinen Favoriten. Sie heissen übrigens wirklich so und offenbar auch freiwillig, denn als die weitaus bekanntere Keyboard Black Metal Truppe aus Südtirol als annähernder Namensvetter gegründet wurde, gab's Gravewurm schon längst. Seit 1990 genauer gesagt, heute aktiv als klassische Dreierformation mit den klischeeberstenden Pseudonymen Funeral, Zyklon und Goat Lust. Das klingt genauso wenig originell wie der Sound der Band, denn Gravewurm verarbeiten mit besonderer Vorliebe Riffs, die noch mal doppelt so alt wie sie selbst sind. Dabei ist Uptempo nie und nimmer ihre Angelegenheit, die Amis walzen giftig schleppend und sehr reduziert durch die Botanik und klingen im Vergleich mit typischen Death Metal Releases des Jahres 2006 völlig anachronistisch. Genau das macht aber einen großen Teil des Reizes aus und schliesslich machen Gravewurm ihre Sache richtig gut. Man fühlt sich angenehm an die 80er-Death/Thrash/Black-Ursuppe erinnert, an Celtic Frost, an "The Rack" von Asphyx oder auch an Prophecy of Doom. Bands, die Eindruck schinden und Songs, die ins Ohr gehen. So auch "Night Hag" von Gravewurm, geiler Zeitlupen-Death mit dem besonderen Gespür für die Essenz, das nicht vielen Bands zueigen ist. Wer hier Lunte gerochen hat, kommt mit dem stampfenden "Obey the Beast" vielleicht sogar noch mehr in Fahrt.
Letztendlich inspirierte Musik für einen kleinen Traditionalistenkreis, aber vielleicht lässt sich auch der ein oder andere noch infizieren. Gönnen würde ich Gravewurm das, keine Frage!

Bevor der letzte Ton der Amerikaner noch richtig verklungen ist, schreddern Suicidal Winds im Anschluss auch schon los. Ihnen gehört die nächste Hälfte der gut 40minütigen Zeitreise und wie schon gesagt, ist auch hier volles Retroprogramm angesagt. Was Gravewurm an Geschwindigkeit abgeht, haben die Schweden komplett eingesackt und zu trashigem, fast schon punkigem Todesmetall eingeschmolzen. Venom lassen grüßen und zwar in noch rabiaterer Form. Das macht mal Laune, nutzt sich aber ziemlich schnell ab. Bei Gravewurm hat der hölzerne Unterton Charme, hier wirkt er dann doch etwas dilletantisch. Lobenswert ist schon eher die Konsequenz, mit der auch Suicidal Winds ihr Ding schon seit 14 Jahren durchziehen und der Kontrast zur Vorgängerband macht die Sache reizvoll. Richtig cool ist außerdem noch das abschliessende Cover "Turn the Cross upside down" der mir bis dato gänzlich unbekannten finnischen NWOBHM-Band Oz.
Wer die alte Schule unterstützt, hört hier zumindest mal rein!



   
  Light Pupil Dilate
Snake Wine
 
     
 
Firesign
Persecution Guaranteed
Gods of Emptiness
Consumption is Freedom?
Solid Ground
Can't stop now
A Dead Lament
Ravens Feast (Promo)
Horn
Naturkraft
SorgSvart
Vikingtid Og AnArki
Oblivio
Dreams are distant Memories
Lastdayhere
From Pieces created
7for4
Diffusion
Light Pupil Dilate
Snake Wine
 
 
Dwelling
Slough Feg
Elisa C. Martin
Astral Kingdom
Doomsword