Home
Vorwort
News
Eure Ankündigungen
Interviews
CD-Reviews
Live-Reviews
Metal and More
Locations
RIP
LinksSuche
Kontakt
Impressum
Über uns
Metalspheres präsentiert


4646999
Besucher seit 09/2002


Starkweather - Croatoan
Metalspheres Info-Box

Genre

Doom/Death/Progressive Metal

Label

Candlelight Records

Rezensent

Sascha

Es sieht so aus, als ob ich das Kriegsbeil mit Candlelight Records vielleicht doch noch begraben kann. Bis dato hatte ich doch das Gefühl, man möchte mir mit seelenlosen und überflüssigen Bands den letzten Nerv rauben. Nun trudeln doch langsam wieder CDs ein, die mich hoffen lassen, dass Candlelight ihr gutes Gespür doch nicht gänzlich verloren haben. Starkweather sind endlich mal wieder ein Kracher aus diesem ehrwürdigen Hause. Endlich kein zahnloser Metalcore, gespielt von orientierungslosen Jünglingen oder unentschlossene Krach-Collagen gelangweilter Kunststudenten. Nein, hier ist eine Band am Werk, die weiß was sie will.

Starkweather klingen wie eine Mischung aus besoffenen Faith No More, doomenden Morbid Angel und Enslaved in ihren nervigsten und anstrengendsten Minuten. Dabei entstehen alleszerberstende Songs, die sicher nicht zum Nebenbeilaufen geschaffen wurden. Man soll sich ihnen mit voller Aufmerksamkeit widmen, sie einatmen und in jede Pore saugen. Die Melancholie und Aggression wird in glaubwürdiger Weise transportiert und in kompakte, dennoch vielschichtige Songs verpackt. Nichts für Scheuklappen-Hörer, ganz klar. Aber für jeden, der auf der Suche nach etwas Frischem voller Esprit und Eigenständigkeit ist, sollte aufmerksam die Ohren spitzen. Starkweather stören nicht mit lahmen, tausendfach abgelutschten Rythmen und Power-Chords. Versierte, etwas traurig klingende Gitarrenstrukturen lösen sich mit aggressionsabbauendem Stampfen ab. Zartes und zerbrechliches wechselt mit monolithischem, brachialen Bombast. Eingeflochten ist die Stimme eines Menschen, der seine gesamte Energie und Emotion in seinen Ausdruck legt, orgiastische Schreie, tiefe Shouts, melodische Vocals, die sich endlich auch mal Hardcore statt weinerlichem Emo nennen dürfen und verletzliche Gesangslinien, die an einen Layne Staley (Alice In Chains) erinnern. Starkweather bewahren sich immer eine enge Verbindung zum traditionellen - sprich Doom und Death - Metal, vermengen ihre Einflüsse jedoch zu einem eigenen Süppchen, welches sich nur schwer beschreiben lässt. Im Vordergrund steht der Song und das ist auch für mich als Musik-Rezipient das Wichtigste, was bei aller Innovation nie unter den Tisch fallen darf. Und so durften begeisternde und mitreißende Titel, wie das abrissbirnenartige "Slither" entstehen, das auch noch einen tollen Refrain und einen akustischen Mittelteil sein eigen nennt. Oder das avantgardistisch-progressive "Silken Garotte", das wirklich mit waschechten Alice In Chains-Melodien aufwartet, das vielseitige "Hushabye" oder das ruhig beginnende, dann aber gnadenlose "Bitterfrost".

Ein Album das tötet, rockt, aufwühlt, manchmal vielleicht nervt, aber niemals gleichgültig lässt. Es klingt nach Wut, Drogen, Zerbrechlichkeit. Ein moderner Klassiker, dem es nur noch an wirklichen Hymnen mangelt. Definitiv die stärkste Veröffentlichung aus dem Hause Candlelight in letzter Zeit.



   
  Light Pupil Dilate
Snake Wine
 
     
 
Firesign
Persecution Guaranteed
Gods of Emptiness
Consumption is Freedom?
Solid Ground
Can't stop now
A Dead Lament
Ravens Feast (Promo)
Horn
Naturkraft
SorgSvart
Vikingtid Og AnArki
Oblivio
Dreams are distant Memories
Lastdayhere
From Pieces created
7for4
Diffusion
Light Pupil Dilate
Snake Wine
 
 
Dwelling
Slough Feg
Elisa C. Martin
Astral Kingdom
Doomsword