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Agrypnie - F51.4
Metalspheres Info-Box

Genre

Dark Metal

Label

Supreme Chaos Records

Rezensent

Volker

Nocte Obdcuta haben ihren Abschied angekündigt, noch dieses Jahr soll ihr letztes Album erscheinen, bei dem einmal mehr Torsten Hirsch für den Gesang zuständig sein wird. Er scheint allerdings schon vorgesorgt zu haben und bastelt seit 2004 an seinem Solo-Projekt Agrypnie, das nun nach einer Split mit den Death Metallern von Fated Debut-Reife erreicht hat. Und stilistisch gar nicht so leicht zu verorten ist, denn trotz dem Album-Titel, dem Cover mit einer U-Bahn-Station im fahlen Licht und wahrscheinlich eher notgedrungenem sterilem Drumcomputer-Sound treffen die Vermutungen in Richtung Industrial nicht zu. Und was da in der Labelinfo in Sachen (Melodic) Black Metal behauptet wird, trifft sicherlich auf Nocte Obducta zu, in Sachen Agrypnie kann ich es zunächst nicht nachvollziehen.
Verzichten wir also auf Kategorien und beschreiben "F51.4" einfach als angenehm individualistischen dunklen Metal, dem ausgiebige musikalische Erfahrung anzumerken ist. Zum schnell wahrzunehmenden hohen Qualitätslevel tragen auch die von Marcel Breuer (Bandkopf von Nocte Obducta) beigesteuerten Texte bei, die lyrische Bilder der Verlassenheit erschaffen, wandelnd zwischen Ausdruckskraft und Hoffnungslosigkeit. Dazu schafft es Torsten Hirsch, den üblichen Kinderkrankheiten von Soloprojekten fernzubleiben, Gesang, Gitarre und Bass wirken harmonisch zusammen. Allein ein Schlagzeuger aus Fleisch und Blut würde wie gesagt noch gut tun, gleichwohl korrespondiert die Maschine gar nicht mal so schlecht mit der latent kühlen Atmosphäre des gesamten Klangbilds.
So führt dieses Album von Agrypnie (Google verrät: ein veralteter medizinischer Ausdruck für den bei Schlafstörungen auftretenden Zustand der Schlaflosigkeit) nach dem Intro zunächst durch einige von dichter Melancholie umwobene Stücke melodischer Ausprägung mit zwischenzeitlichen Eruptionen, während sich bei Song Nummer 5, "Kerkerseelenwanderung", nach einem sehr dezenten Auftakt eine Wende zum Harscheren, Massiveren andeutet. Die Riffs werden härter und eindringlicher, was sich im folgenden im Rahmen von "Spiegel?" manifestieren soll. Hier kommt tatsächlich doch der angekündigte Black Metal in moderner und eigen interpretierter Form als heftiger Befreiungschlag zum Zuge, direkt danach fortgesetzt in Form von "Masken" und "Glas", bevor "F51.4" zum Ende kommt.
Dieser innere Kontrast überrascht zunächst und persönlich finde ich die etwas getrageneren Stücke (insbesondere das leicht epische "Cogito ergo sum") überzeugender. Doch es sollen wohl auf dem Debut verschiedene Facetten präsentiert werden und das ist zweifellos legitim. Komplett schlüssig wirkt dieses Album noch nicht, doch es wird anhand wirklich gelungener einzelner Kompositionen klar, dass Torsten Hirsch auf Solopfaden einiges zuzutrauen ist. Warten wir also gespannt die folgenden Resultate der Schlaflosigkeit ab.



   
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Persecution Guaranteed
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Consumption is Freedom?
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Can't stop now
A Dead Lament
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Vikingtid Og AnArki
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Dreams are distant Memories
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Doomsword