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V.A. - Metal Message Vol.3
Metalspheres Info-Box

Genre

Pagan Metal

Label

Metal Message

Spielzeit

76:17

Rezensent

Sascha

Markus Eck hat mal wieder einen Metal Message-Sampler zusammengestellt. Das Booklet und Coverartwork kann sich wieder einmal sehen lassen. Kris Verwimp hat ein zwar im höchsten Grade kitschiges, aber auch sehr schön wirkendes Gemälde für die CD erstellt, welches den potentiellen Hörer gleich schon zweimal hinschauen lässt. Hinsichtlich des Covers lässt sich erahnen, dass wir es hauptsächlich mit Black-/Pagan Metal zu tun bekommen. Hören wir uns die CD doch einmal genauer an.

Mit einem an frühe Satyricon erinnernden Intro steigen Mistur aus Norwegen in den Sampler ein, um dann in einen stark von Windir inspirierten Song zu münden. Zweistimmige Gitarrenlinien, relativ zurückhaltend eingeflochtene Keyboard-Klänge und bestialisches Keifen in Heimatsprache bestimmen das Bild. Klingt typisch norwegisch und in angenehmer Weise nicht zu eingängig, sondern noch angenehm sperrig. Teilweise glaubt man, Windir seien wieder auferstanden, die Band stammt sogar aus Sogndal. Viele wird das sicher freuen, mir persönlich ist hier definitiv zu wenig Eigenständigkeit und zu viel Kopie enthalten.
Weiter geht es mit Lost Legacy aus Deutschland, die mit einem geklimperten Intro loslegen, welches Kitsch befürchten lässt. Tatsächlich präsentiert die Band einen sehr eingängigen Midtempo-Doublebass-Track, der Pagan Metal-Freunde sicher voll zufrieden stellen dürfte. Heroische Akkord-Folgen dürfen ebenso wenig fehlen, wie synthetische Klänge. Die Welt der Musik wird zwar nicht verändert, furchtbar ist der Titel allerdings auch nicht. Eher harmloser, kraftloser Durchschnitt. Ein Album steht allerdings schon an, bei der Flut an Labels heutzutage kein Wunder, also werden Lost Legacy hoffentlich etwas nachlegen.
In einer völlig anderen Liga - das hört man sofort - spielen Eluveitie aus der Schweiz. Zielstrebig, kraftvoll, eigenständig und druckvoll legt die achtköpfige Truppe los und wissen sofort zu begeistern. Wunderschöne, traditionell gälische Instrumente unterstützen die klassischen Metal-Gitarren auf professionelle Weise. Die gesamte Komposition ist aus einem Guss, wirkt durchdacht, abwechslungsreich und vor allem herrlich kitschfrei. Wer Eluveitie noch nicht kennt und anspruchsvollen Pagan Metal mag, sollte sich am besten gleich das ganze Album zulegen, wir haben es leider nicht rezensiert, aber der Rest der CD weiß genauso zu bestechen wie "Your Gaulish War".
Finsterforst können das Niveau in folgendem Track leider nicht halten. Über den Bandnamen lässt sich schon hervorragend schmunzeln, die Musik kann mich dann auch leider nicht großartig umstimmen. Etwas zu gewöhnlich ertönt die Komposition, dennoch kann im Mittelteil etwas melancholische Stimmung erzeugt werden. Potential ist vorhanden, um hervorzustechen, wird allerdings etwas mehr Eigenständigkeit notwendig sein.
Über den lächerlichen Schunkel-Metal von Thiasos Dionysos breiten wir besser den Mantel des Schweigens und widmen uns lieber dem nächsten Titel der CD.
Die Türkei ist nicht gerade ein Metal-Land. Wenige Bands schaffen es, sich hierzulande Gehör zu verschaffen. Das liegt daran, dass es in der Türkei selbst kaum Labels für Bands gibt und Proberäume, Auftrittsmöglichkeiten u.ä. sehr rar gesät sind. Metal gilt in der Türkei als asozial und man wird als Metaller gern auch mal auf der Straße angespuckt. Umso mehr Mut benötigt man, um der Musik treu zu bleiben und um so schöner ist es, dass Markus Eck eine türkische Band auf seinem Sampler featured. Episode 13 spielen mit "Forlorn...till Dawn" eine Mischung, die etwas an Rotting Christ, teilweise auch Lord Belial erinnert und durch die Keyboard-Melodien auch etwas orientalisches Flair versprüht. Der Sound ist etwas schwach geraten, aber der Song hat dennoch Kraft und Atmosphäre - einfach etwas lauter drehen. Sicher noch nicht der völlige Überhammer, aber ein durchaus gelungener Titel. Eine Band, die man ruhig weiter verfolgen sollte.
"Sorrowfields Under The Ravensun", meine Herren, das lässt einen schon vorsichtig zusammen zucken. Soviel Klischee bereits im Titel, das muss man sich erstmal trauen. Hatred Divine haben das Keyboard auf jeden Fall viel zu laut abgemischt, was dem Song nicht gut bekommt. Außerdem ist die Komposition deutlich zu überladen und versprüht mir zu viel germanisches Flair. Leider verfallen Hatred Divine auch zu häufig in Schunkelatmosphäre. Eine Band, die ganz nett ist, aber man benötigt sie nicht wirklich.
Nein, ich mag keine Drum-Computer, ich finde sie häufig bemitleidenswert. Genauso wie den, den Kromlek benutzen. Aber man will ja nicht so sein und hört weiter. Das Geschrei mag ja noch o.k. sein, aber dann? Genervt wird man wieder einmal mit Polka-inspirierten, an russische Sauflieder erinnernde Melodien. Das ist wirklich total schlimme Musik, unprofessionell, kitschig und unnötig. Was ist aus dem Metal geworden, fragt man sich, und vor allem wer presst so etwas auf CD? Weiter im Text...
Hordak aus Spanien können mich wieder besänftigen. Eine meiner liebsten He-Man Figuren übrigens, gibt es nicht auch eine Band, die Skeletor heißt? Die beiden könnten ja mal zusammen auf Tour gehen! Auch Hordak klingen zwar sehr eingängig und wenig aggressiv, haben ihre Komposition allerdings besser im Griff. Alle Instrumente sind gut abgemischt und die Stimmung ist düster gehalten. Melancholie sorgt im Mittelteil dafür, dass ich meine Gedanken schweifen lasse. Unbedingt spanisch klingt hier sehr wenig, sehr skandinavisch inspiriert, gute Mittelklasse.
Tschechisch ist einfach eine verdammt coole Sprache und sie passt hervorragend zum schwarzgetönten Metal. Trollech, die den Abschluss der CD bilden, habe ich bereits in mein Herz geschlossen und der Gesang, den Heiden aufbieten lässt auch sofort ein großes Grinsen entstehen. Leider klingt der Song eher wie Trollech an einem sehr schlechten Tag, die Riffs haben meist einen Bart, oder kommen nicht richtig aus den Hufen, dazu kommt der langweilig programmierte Drum-Computer und das Fazit lautet daher leider: Nicht gerade begeisternd.
Wow! Ein tolles Intro zaubern die Israelis von Arafel aus dem Ärmel. Es erhöht die Spannung auf die folgende Musik kolossal, die dann auch glücklicherweise nicht enttäuscht. Die Gitarren-Fraktion bemüht sich anspruchsvolle und einfallsreiche Riffs zu spielen, was sich angesichts der Durchschnittlichkeit einiger Songs auf diesem Sampler schon einmal positiv bemerkbar macht. Die Geschwindigkeit befindet sich nun auch deutlich im oberen Bereich. Vielseitig instrumentiert ist "Wrong Future". Geigen, Chöre, fast schon symphonisch wirkt der Titel. Im weiteren Verlauf werden allerdings leider die Nachteile deutlich. Der Gesang ist langweilig und eintönig und der Song ist zu überfrachtet, was durch die unausgewogene Abmischung noch verstärkt wird. Das Schlagzeug kommt entweder auch wieder aus der Dose, oder ist heftigst getriggert, was leider alles sehr künstlich klingen lässt. Aus den Ideen hätte man drei Songs machen können, so wie es hier gestaltet wurde, bleibt ein sehr zwiespältiger Eindruck zurück.
Die nordische Einfachheit von Legion of Darkness hat da fast schon eine entspannende Wirkung. Geboten wird einfacher Norse-Core mit simplen Melodien und geringem Pagan-Anteil, großartig im Gedächtnis wird mir diese Truppe aber auch nicht bleiben.
Indien hat auch Pagan Metal-Bands! Diese Erkenntnis können wir durch Metal Message 3 auf jeden Fall schon gewinnen. Ich denke mir, dass Bands aus diesen Breitengraden ihre Inspiration verstärkt von Tonträgern aus der westlichen Welt beziehen, daher sollte man nicht zu viel Eigenständigkeit erwarten. So spielen Demonic Resurrection auch einen zu erwartenden Mix aus Finntroll'schen Melodien und Blast-Beats garniert mit Chören, die eher an Pop-Musik erinnern und echt schlimm klingen. Ist ja schön, etwas exotisches zu hören, aber bezahlen möchte man die Musik einer so unwichtigen Band eigentlich nicht. Außerdem wäre es jetzt endlich mal wieder Zeit für einen Hit gewesen, das können die Inder nicht bieten, im Gegenteil, der Klargesang tut echt weh, was soll so ein Schrott?
Was ich von Trollech halte, haben Leser, die unsere Seite oft besuchen sicher schon gelesen. Die Tschechen sind eine von den genialen, unterbewerteten Bands, die dem Genre des Pagan Metal wenigstens etwas Würde geben, indem sie wirklich mitreißende Songs komponieren. Und seitdem sie ihren Drum-Computer in der Ecke stehen lassen und ein Drum-Vieh das Schlagzeug verdrischt, führt auch kein Weg mehr an ihnen vorbei.

Zeit für ein Fazit: Metal Message 3 ist ein sehr unausgegorener Sampler geworden. Er macht sich sehr hübsch im CD-Regal, beinhaltet aber kaum wertvolle Beiträge. Eluveitie und Trollech sind genial und die aktuellen Alben dieser Bands solltet ihr ohne zu zögern kaufen. Ansonsten verdienen Mistur, Hordak und Episode 13 das Prädikat nett, der Rest der Bands ist verzichtbar, im Falle von Kromlek, Thiasos Dionysos und Demonic Resurrection sogar nervig. Sicherlich ist das Anliegen des Samplers nicht, bereits bekannte Bands zusammen zu stellen, sondern sehr unbekannten Bands ein Forum zu bieten. Dennoch denke ich, sollten diese ein Mindestmaß an Qualität bieten und nicht die schon tausendmal gehörten, teilweise lächerlichen Pagan-Klischees wiederholen, die einem mittlerweile aus den Ohren herauskommen. Ich rate euch zu oben genannten Alben und von Metal Message 3 rate ich anspruchsvollen Hörern guten Gewissens ab.



   
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