|
Manifest Destiny - Within |
 |
|
Metalspheres Info-Box |
Genre |
Thrash |
Label | Rock it up Records |
Rezensent |
Peter |
|
Keiner kann alles wissen und kennen. Das ist eine Tatsache, die das Leben eines Metal Maniacs immer unter Dauerspannung hält. Ich gestehe hier und jetzt zu meiner Schande, dass Manifest Destiny mir bis gestern komplett unbekannt waren. Das, obwohl die Band schon seit 1989 existiert, seit 1994 auch auf einige Veröffentlichungen stolz sein kann und trotzdem war es mir nicht vergönnt, auch nur eine einzige CD irgendwo zu bekommen. Was natürlich auch an der sehr professionellen Einstellung von Crazy Life Music liegt. Da hatten Manifest Destiny für 3 CDs unterschrieben und wenn ihr die 2, die dann erschienen sind, bei der nächsten Metalbörse, dem örtlichen Flohmarkt oder sonst wo entdeckt, unbedingt kaufen. Das empfehle ich jetzt einfach mal, obwohl lediglich "Within" derzeit meine Ohren erfreut. Wer diese CD schon seit 5 Jahren sein eigen nennt, braucht jetzt nicht weiterlesen und sollte lieber überlegen, ob es sich lohnt, die Wiederveröffentlichung wegen des Zusatztitels(exklusiv für Europa)nochmals zu kaufen. Bevor es jetzt ganz undurchsichtig wird, hier noch eine kurze Information. "Within" wurde im Jahr 2001 über MP3.com erstmalig veröffentlicht und dann hatte die Band kurz darauf das zeitliche gesegnet. Ob es nun Sinn macht, mit dem alten Material einen Neuanfang zu wagen oder ob es besser gewesen wäre, bis zum nächsten Jahr zu warten, dass evtl. eine neue neue CD vorsieht, soll jeder beurteilen, wie er oder sie möchte. Da Heavy Metal zeitlos ist, sind alle 11 Titel auch nach der nicht allzu kurzen Zeit durchaus noch als frisch und aktuell zu bezeichnen.
Damit zur Musik. "Within" hätte es schon 2001 verdient, einem größeren Interessentenkreis zugänglich gewesen zu sein. Nicht, weil die Band vor lauter Innovationsdrang ganz Oklahoma abgeholzt hatte oder dem Genre "Thrash" neue Spielvariationen hinzufügte. Damals wie sicherlich wie auch heute waren Bands von Nöten, die lediglich das zu Gehör brachten, was "Thrash" in seinem Ursprung war. Roh, ungezügelt und dennoch musikalisch nachvollziehbar. Kein Hochgeschwindigkeitsgebolze wie bei Machine Head oder Pantera, um nur 2 von vielen Unverträglichkeiten zu nennen. MD orientieren sich bei allen Titeln der CD vornehmlich an Testament, lassen gewisse Parallelen zu Metallica durchaus zu und die nicht zu vermeidende Inspirationsquelle Kreator darf auch angezapft werden. Ein ordentliches Quantum Melodik, sowie die geschickte Variierung von schnellen zu langsamen Parts lassen in Verbindung mit den sehr guten Gesangsleistungen von Russ Pace die CD zu einem Dauerbrenner im digitalen Freudenspender werden. Sei es das bedrohlich düstere "Lost again", dem als Kontrapunkt das balladeske "As I am", das sehr stark am Blues Rock der siebziger Jahre orientiert ist, gegenüber steht oder die kurzfristige Geschwindigkeitsüberschreitung "Let them drown", alles passt und ergibt Sinn. Füllmaterial? Nicht vorhanden! Der Extratitel "Second coming" lässt für weitere Veröffentlichungen hoffen. Alles in allem, eine solide und überzeugende CD, einer Band, die wohl ein ewiger Geheimtipp bleiben wird und trotzdem das beste aus dieser Situation macht.
|
|
|
|