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Melechesh - Emissaries
Metalspheres Info-Box

Genre

Black-/Death-/Thrash-Metal

Label

Osmose

Rezensent

Sascha

Uaaarrrrrggghhh! Welch ein Monument des Stahls haben die Freunde sumerischer Gottheiten da errichtet! Melechesh haben durch ihre letzten Veröffentlichungen schon auf sich aufmerksam gemacht, da diese wahrlich auch schon nicht von schlechten Eltern waren. "Sphinx" hält sich nicht zuletzt dank Göttergaben wie "Of Mercury and Mercury" auch hartnäckig auf meinem Plattenteller und wird immer wieder gern hervorgeholt. Da ich zugegebenermaßen auf orientalisch inspirierte Melodien abfahre, gehörte die Gruppe ziemlich schnell zu meinen Lieblingen und nachdem ich mir das geniale Coverartwork und den Titeltrack von "Emissaries" im Internet einverleibt hatte, wurde die Wartezeit auf den neuen Tonträger schon beinahe unerträglich. Ich war sehr gespannt, wie sich die Band insgesamt weiterentwickelt haben würde und ob der neue Longplayer es mit Vorgänger "Sphynx" aufnehmen könnte.

"Rebirth Of The Nemesis" ist ein waschechter Opener und schreit gleich laut heraus, dass Melechesh noch lange nicht ihr Pulver verschossen haben. Der Song vereint alle Merkmale, die den Stil der ursprünglich in Israel wohnhaften Satansbraten ausmacht. Dem Death Metal entlehnte Double-Bass und Blastbeat-Attacken, keifender Black Metal-Gesang, groovende Thrash-Einlagen mit orientalisch anmutenden Offbeat-Rythmen und dazu die geniale Melodik geheimnisvoll klingender Skalen aus dem Morgenland. Melechesh klingen daher wie eine gelungene Mischung aus Dissection, Nile und einer CD vom marokkanischen Wochenmarkt (was nicht abwertend gemeint ist). Orientalische Melodien versprühen eine Mystik des Archaischen, was daran liegen mag, dass sie der Wiege der Menschheit entstammen und über Jahrhunderte von den Einflüssen westlich-industrialisierter Musikkultur verschont geblieben sind. Melechesh verbinden diese Elemente mit der Brutalität der Neuzeit, weben ihre Musik geschickt in Texte über sumerische Mythen ein und dürfen sich daher gern als Gesamtkunstwerk bezeichnen. Technisch kann man den Musikern nichts vormachen und so würde ich sagen, dass "Emissaries" jedem technikverliebten Metaller sicher genauso zusagen sollte, wie die neue Keep Of Kalessin-CD. Drummer Xul (Thanatos, Liar Of Golgotha) hat sich auch sehr gut eingelebt und tritt das Erbe Proscriptors in würdiger Weise an.

Hinzu kommt, dass Melecheshs Titel (für den Hörer der die Einarbeitungszeit nicht scheut) zu echten Ohrwürmern mutieren, denn kurze, knackige Stampfer wie "Ladders To Sumeria" oder "Touching the Spheres of Sephiroth" gehören ebenfalls zum Repertoire der Vollblut-Metaller, wie lange, vielschichtige Songs wie der Opener oder der Titelsong "Emissaries And The Mysterium Magnum", die trotzdem eingängig sind. Sehr schön gelungen ist auch das mehr als sechsminütige Instrumental "The Scribes Of Kur", welches sich ganz ohne Metal-Einflüsse der orientalischen Musik widmet.

Wir wissen alle, dass heute viel zu viele Bands einen Plattenvertrag bekommen, der Markt förmlich mit überflüssigen Tonträgern überschwemmt wird. Dabei haben viele Bands ein ausgefeiltes Image, vielleicht sogar lesenswerte Texte und einen guten Promotion-Apparat im Rücken, klingen jedoch musikalisch tot und versprühen nicht den leisesten Funken der animalischen Energie, die unsere geliebte Musikrichtung ausmacht. Da macht eine CD wie "Emissaries" einfach Freude, denn Melechesh klingen hungrig, unverbraucht, besitzen Esprit und machen auf verschwenderische Art von ihrer Kreativität Gebrauch, wie man es leider nur zu selten vernehmen darf. "Emissaries" steht nie still, ist ständig im Fluss, berührt den Hörer, nimmt ihn gefangen, lässt ihn niemals los und vermeidet so spielend die Gefahr, zur Hintergrundbeschallung degradiert zu werden. Bandgründer Ashmedi gehört zu den wenigen mit musikalischem Genie Geborenen heutiger Tage und kann daher in einem Atemzug mit illustren Gestalten wie Satyr Wongraven oder Obsidian C. genannt werden.

Wollt ihr noch ein Fazit? Natürlich ist "Emissaries" ein Pflichtkauf!



   
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