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Porcupine Tree - Arriving somewhere... (2DVD)
Metalspheres Info-Box

Genre

Prog Rock

Label

Snapper / SPV

Rezensent

Volker

DVDs können eine schöne Sache sein, wenn eine Band musikalisch etwa zu sagen hat und dies sich gleichzeitig auch visuell ansprechend umsetzen lässt. Dazu dienen natürlich insbesondere Live-Qualitäten bzw. die Fähigkeit, auf der Bühne mehr als nur eine mehr oder weniger lebendige Reproduktion der eigenen Songs zu bieten. Angesichts zahlreicher Gegenbeispiele ist "Arriving somewhere..." eine wahre Wohltat und genau das Gegenteil eines Schnellschusses. 14 Jahre Bandgeschichte, zahllose Veröffentlichungen, eine gerade in den letzten Jahren stark gestiegene Popularität und ein tadelloser Ruf in Sachen Liveshows bieten wohl eine Grundlage, die kaum satter sein könnte. Gerade wenn man noch betrachtet, dass Porcupine Tree weithin als eine der ganz wenigen zeitgenössischen Bands gelten, die das Erbe progressiv rockender Ikonen wie Pink Floyd, Genesis und Yes auf entsprechendem Niveau weiterzuführen in der Lage sind.
Wenngleich ich nun weder im Prog Rock an sich noch im Backkatalog von Porcupine Tree wirklich zu Hause bin, möchte ich mich dem voll und ganz anschliessen, denn die extravagante Klasse der Briten um Bandkopf Steven Wilson darf fast schon als objektiver Fakt gelten, Geschmack hin oder her.

DVD 1 enthält gut 90 Minuten Aufnahmen zweier Konzerte der "Deadwing"-Tour im Park West der us-amerikanischen Metropole Chicago vom 11. und 12. Oktober 2005. Eingeleitet von wunderbar sphärischen Bildern betritt die Band zu einer emotionalen Reise über die Prachtboulevards ihrer eigenen Musikgeschichte die geräumige Bühne des Konzertsaals, offensichtlich bereits sehnsuchtsvoll erwartet. Das Publikum kann sich im Folgenden an nicht weniger als 17 Stücken erfreuen, die aus dem kreativen Füllhorn von Porcupine Tree gegossen werden. Leidenschaftlich, mal ganz unbekümmert, mal melancholisch und nachdenklich, mal poppig-sanft, mal gewaltig drückend, mal direkt nach vorne, mal ausschweifend detailverliebt ? aber immer mit besonderer Klasse gesegnet. Mich begeistert insbesondere das elegische "Don't hate me", aber persönliche Höhepunkte wird hier sicher jeder selbst für sich finden.
Geniessen kann man dies in absolut einwandfreier Tonqualität und mit visuellen Eindrücken, denen man die Bemühtheit des Regisseurs Lasse Hoile um ein nicht alltägliches Erscheinungsbild lebhaft anmerken kann. Die Grobkörnigkeit der Bilder, ihre Risse und Sprünge und die Blenden zwischen Farbe und Schwarz-Weiss vermitteln eine Retro-Atmosphäre, zu der sich abwechslungsreiche Kamerafahrten und ein Schwerpunkt auf Einzelaufnahmen gesellen. Die Totale ist also knapp gehalten, dafür wird auch der Stimmung im Publikum ausreichend Raum gewidmet. Etwas übertrieben wirkt allerdings der hektische Schnitt, der in den lebhaften, härteren Momenten passt, aber den ruhigen Passagen hätte doch etwas mehr Geduld gewidmet werden können.

Wenig zu kritisieren gibt es an der zweiten DVD, die mehr als lieblos zusammengestückeltes Bonusmaterial bietet. So kann man sich etwa die Filme, die zu den Songs "Start of something beautiful", "Halo" und "Mother and Child divided" (wunderbare, etwas an Tool erinnernde, Umsetzung eines tollen Stücks) auf die Leinwände projeziert werden, in Ruhe in der Totalen anschauen. Wird man sicher nicht jeden Tag tun, aber die Idee ist originell. Ebenso wie ein rein mit Cymbals arrangierter Song des auch als Studiomusiker sehr gefragten Drummers Gavin Harrison. Außerdem gibt es den Promoclip zum Song "Lazarus" zu begutachten, gelungene Liveaufnahmen von "Futile" und "Radioactive Toy" im WDR-Rockpalast sowie die obligatorische, aber hier sehr umfassende Bildergalerie.

Fans und Freunde von Porcupine Tree brauchen deshalb nicht zu zögern oder zu zweifeln, sondern können sich voller Vorfreude auf den Weg zum nächsten Plattenhänder machen. Und wer mit dem Schaffen der Prog-Künstler noch nicht so eingehend vertraut ist, erhält hier eine wunderbare Einstiegsdroge. Ich kann es bestätigen.


Tracklist der ersten DVD:

1. Revenant
2. Open Car
3. Blackest Eyes
4. Lazarus
5. Hatesong
6. Don't Hate Me
7. Mother and Child Divided
8. Buying New Soul
9. So Called Friend
10. Arriving Somewhere But Not Here
11. Heartattack in a Layby
12. The Start of Something Beautiful
13. Halo
14. Sound of Muzak
15. Even Less
16. Trains



   
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