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Demonic Symphony - Frozen Tears
Metalspheres Info-Box

Genre

Gothic / Dark Metal

Label

Nevermore Records

Rezensent

Susanne

"Frozen Tears" ist das Debutalbum der Band Demonic Symphony aus Mainz. Durch zahlreiche Live-Auftritte in kleinen Clubs und auf Festivals konnte man sich einen gewissen Bekanntheitsgrad sowie als Support-Act von namhaften und etablierten Bands wie Korpiklaani, Chinchilla oder Xandria einen guten Ruf als packende Live-Band erspielen.

Um ehrlich zu sein, musste ich erst eine gewisse Skepsis in Hinblick dieser Band überwinden, um mich auf das Album einlassen zu können. Zu viele Klischees spiegelt mir der Bandname und das Cover wieder: ein weinendes Auge (Stierkopf als Träne?) vor einem blutroten Hintergrund. Auch beim Blick ins Booklet schien sich die Ablehnung nicht legen zu wollen: drei schwarzgewandete Düstergestalten in langen, schwarzen Ledermänteln, schwarzen Lippen und kajalumrandeten Augen. Eine große Affinität gegenüber dem Gothic-Style wird hier nicht unbedingt geleugnet. Musikalisch bewegen sich Demonic Symphony im Bereich des Gothic/Dark Metal, mit einigen Elementen aus dem konventionellen, keyboardlastigen Power/Melodic Metal, versehen mit harten Gitarren, viel Bass und einem kräftigen Schlagzeugsound. Die stimmlichen Qualitäten der Sängerin Darlana (Ex-Agathodaimon) überzeugen nicht unbedingt während des ersten Hörens. In Anbetracht dessen, was sich in den letzten Jahren an Formationen aus diesem Bereich etabliert hat, siehe Nightwish, Within Tempation, Xandria usw., ist die gewählte Stimmlage aber eigentlich gar nicht mal so übel. In dieser Sparte muss nicht immer zwanghaft das stimmliche Niveau eines Gesangswunders à la Tarja Turunen erreicht werden. Genau diese Tatsache verleiht den Kompositionen stimmlich gesehen eine individuelle Note, denn übertrieben hohe Frauenstimmen im Metal sind nicht jedermanns Sache.
Meine anfängliche Abneigung wurde aber bedauerlicherweise nicht widerlegt. Auch nach ein paar mal Hören wurde ich den Gedanken nicht los, eine Mischung dieser Art schon hundertfach gehört zu haben. Was bei Bands wie To/Die/For oder Entwine jedoch wunderbar funktioniert, verfehlt hier schlichtweg sein Ziel, nämlich Begeisterung zu wecken. Obwohl die Melodielinien ansatzweise gar nicht mal so schlecht sind, vielversprechend beginnen und auch einiges an Bombast zu bieten haben, wie bei "Frozen Tears" und "Birth of a Vampire", will der Funke nicht so wirklich überspringen, eine wirklich gute Hookline fehlt. Die einzelnen Kompositionen dümpeln vor sich hin, ohne wirkliche Highlights aufzuweisen. Zum Ende der Scheibe hin wird das Niveau zwar etwas anspruchsvoller, erweckt aber keine wirklichen Begeisterungsstürme. Durch das Fehlen von berührenden Melodien, kann sich auch keine wirklich schaurig-schöne Atmosphäre entwickeln, die im Genre Gothic Metal unabkömmlich ist. Die Gitarrenkünste von Suhanoo alias Tommy Gad werten die Platte noch etwas auf.
Beim Hörer verborgene Gefühle und Stimmungen hervorzurufen, ist das Geheimnis und Quintessenz eines guten Songtexts. Bei "About Dreams" versucht man es zwar noch mit einer politischen Botschaft (Umweltzerstörung durch wirtschaftliche Profitgier), aber der erhobene Zeigefinger nervt mit der Zeit. Die Schlechtheit der Menschen und die dunkle Seiten der Seele sind an für sich beliebte Themen im Gothic/Dark Metal, werden hier aber einfach zu oberflächlich verarbeitet. Alles in einem hinterlässt das Album auch eine gewisse Ratlosigkeit, in welche Richtung hier gestrebt wird.

Selbst die Tatsache, dass die Platte in den Finnvox Studios in Helsinki gemastert wurde, konnte die Mängel hinsichtlich Professionalität, einem Gespür für gute Texte und ein Gefühl für mitreißende Melodielinien nicht ausmerzen. Eine nicht unbedingt empfehlenswerte Angelegenheit.



   
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