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Melechesh - Sphynx
Metalspheres Info-Box

Genre

Black Metal

Label

Osmose Productions

Rezensent

Johannes

Aus sandiger Asche ragen Trümmer vergangener Kulturen. Die glutrote Abendsonne schneidet lange, scharfe Schatten aus den Ruinen. Zwischen den Resten verfallener Grabmale und Sandsteinpaläste huschen nur vereinzelte, heilige Mistkäfer hin und her. Und wie die Sonne ihre letzten Strahlen über den Horizont wirft, steigen die dunklen Hohepriester aus ihren alten Gräbern um die Toten wieder auferstehen zu lassen.

Melechesh liefern mit ihrem "Mesopotamian Thrashing Black Metal" den Soundtrack zu solch heidnischem Kult. Epische Black Metal Songs die - alle an der fünf Minuten Marke - durchweg mit eingängigen Melodien mitreissen können. Alles zwischen groovendem Midtempo und rasend-metallischem Highspeed wird hier geboten. Mit Wüsten- und Karawanenromantik hat diese Musik nichts mehr zu tun. Zwar könnte man bei den beiden Instrumentalstücken "The Arrival Ritual" und "Caravans Tour" von Abenteuern in fernen Wüsteneien träumen, doch wenn sich die keifende Stimme Ashmedis über die arabischen Melodien legt, fegen eisige Winde durch die sonst so heissen Dünen.

Obendrein bieten Melechesh hier handwerklich sehr solide Arbeit. Die beiden Gitarren stehen klar im Vordergrund, der Sound ist sauberer und differenzierter als noch auf dem Vorgängeralbum "Djinn". Dass sie auf "Sphynx" metallischer zu Werke gehen, sollte man als deutlichen Pluspunkt betrachten. Anstatt in die Esoterikkiste zu rutschen, erschaffen sie einige höllische Nackenbrecher, wie etwa das göttliche "Incendium Between Mirage And Time", dem man nicht ohne fettes Grinsen und Haupthaarschütteln lauschen kann. Schliesslich werden immer wieder kunstvoll einzelne technische und melodische Thrash Anleihen auf das Black Metal Grundgerüst der Songs gelegt, die allen Kompositionen etwas wahrhaft Eigenständiges verleihen. Ebenso vermeidet man die Gefahr, in selbstherrliches Gewixe abzugleiten. Das Hauptohrenmerk liegt stets auf der Erzeugung dieser (Achtung, Wortspiel) "wüsten" Atmosphäre. Hat man sich an die hypnotischen Rhythmen und die feurigen Gitarrenläufe gewöhnt, so hält einem Ashmedi sogleich wieder den Eisföhn ins Genick.

Sowohl für Nile-Fans, als auch für Black Metaller, die etwas Abwechslung zur Skandinavienkost suchen, ist "Sphynx" also ein Pflichtkauf. Zu guter Letzt sei noch hinzugefügt, dass die CD in einer limitierten Version in matt-schwarzen Digipack mit Goldprägedruck und Bonusmaterial erhältlich ist. Wem jetzt nicht das Wasser in den Ohren zusammenläuft, möge sich auf www.melechesh.com begeben und sich durch Probehören überzeugen lassen.



   
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