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Letzte Instanz - Götter auf Abruf
Metalspheres Info-Box

Genre

Folk Metal

Label

Vielklang

Rezensent

Volker

Vermutlich wird auch "Götter auf Abruf", das vierte Studioalbum der achtköpfigen Band, in schwermetallischen Kreisen wieder mal auf bestenfalls geteilte Reaktionen stoßen. Eigentlich auch nicht weiter verwunderlich, denn die Letzte Instanz entzieht sich konsequenter denn je sämtlicher Stilgrenzen. So trifft der groovige und mit schweren Gitarrenriffs versehene Opener "Salve Te" auf ganz relaxtes wie "Am Fluss" und diesmal sogar einen eindeutig HipHop-orientierten Song ("Position im Kosmos"). Trotzdem erscheint das Label Crossover für die Band zu eng, "Der letzte Schrei" liesse sich damit gut beschreiben, aber durch die enorme Stilvielfalt allein auf diesem Album entziehen sich die Dresdener jeglicher Kategorisierung.
Den absoluten songwriterischen Höhepunkt erreicht man dabei mit den etwas härter orientierten Tracks 3 bis 5, vor allem "Bittere Nacht" und "Jeden Morgen" sind in jeder Hinsicht faszinierend eindringliche Glanzlichter und auch "Showtime" weiss sehr zu überzeugen. Mit "Die Himmelfahrt" und dem etwas abfallenden "Der Kaiser" (auch diesmal ist also wieder eine Märchen-Adaption - "Des Kaisers neue Kleider" - auf dem Album enthalten) finden sich noch zwei weitere recht metal-lastige Songs, während der Rest auf unterschiedlichen Pfaden wandelt. So werden in "Am Fluss" z.B. die auch in den anderen Songs immer präsenten Streichinstrumente (Cello und Violine) sehr viel sanfter eingesetzt als z.B. im folgenden Rocksong "Himmelfahrt". Nach kurzer Zeit entfalten auch die düsteren Songs "Einbahnstraße" und "Spurlos" ihre Wirkung, gerade erstgenanntes zieht einen durch seine fast schon verstörend wirkenden Gitarrenparts in den Bann. Dazwischen findet sich mit "Sprachlos (Opus No.II) als Stimmungskontrast auch noch ein schwungvolles Folk-Instrumental, das auf dem diesjährigen Summerbreeze sogar schon seine Live-Tauglichkeit beweisen konnte.

Was sich durch nahezu alle Songs des Albums zieht, ist eine sehr unterschiedlich umgesetzte Nachdenklichkeit. Aber ob nun bei den melancholischen "Jeden Morgen" und "Spurlos" oder bei den energiegeladenen "Showtime" und "Der letzte Schrei", die Texte sind in jedem einzelnen Fall lesenwert und verdienen sich durch ihren teils bitter-zynischen, teils augenzwinkernden Humor eine Ausnahmestellung. Auch weil Sänger Robin sie auf seine ganz eigene (und ganz bestimmt nicht metallische) Art interpretiert. Wahrscheinlich werden sich auch diesmal wieder einige Geister an seiner warmen und immer etwas lakonisch wirkenden Stimme scheiden, nachvollziehen kann ich das nicht, denn sein Gesang passt bestens zu den Texten, die sich diesesmal gleich mehrfach mit dem Starkult und dem alltäglichen Konsumwahn auseinandersetzen.

Wären noch ein paar mehr Ausnahmestücke wie "Jeden Morgen" und "Bittere Nacht" enthalten, "Götter auf Abruf" wäre ein heißer Anwärter auf mein persönliches Album des Jahres. So bleibt aber trotzdem eine ganz starke Vorstellung einer Band mit Charakter und Seele.



   
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