Home
Vorwort
News
Eure Ankündigungen
Interviews
CD-Reviews
Live-Reviews
Metal and More
Locations
RIP
LinksSuche
Kontakt
Impressum
Über uns
Metalspheres präsentiert


4798404
Besucher seit 09/2002


Pain of Salvation - Scarsick
Metalspheres Info-Box

Genre

Progressive Rock

Label

Inside Out

Rezensent

Andreas

Die neue Pain of Salvation ist da! Nicht gerade wenige haben auf ein neues Album dieser progressiven Rock-/Metal-Formation aus dem hohen Norden gewartet. Die eigene Messlatte hat man mit den Vorgängeralben ziemlich hoch gelegt. Die letzte Veröffentlichung "Be" bestach durch seine theatralische Ausstrahlung, die mit viel Folk und klassischen Inszenierungen angereichert war. Dass diese Ausrichtung und die Vielfalt, mit der uns die Schweden bisher beglückten, nicht jedermanns Sache ist, ist von vornherein klar. Nun fragt man sich gerade nach einem Album wie "Be", was nun folgen wird.

Ich war von Beginn an gleichzeitig fasziniert und verwirrt zugleich. Absolut modern und facettenreich präsentiert sich die Band um Songwriter, Sänger, Bassist und Gitarrist Daniel Gildenlöw, der auch in dem Nebenprojekt Transatlantic zugange ist, bei dem u.a. auch Dream Theater Schlagzeuger Mike Portnoy mitwirkt.

Nahezu jedes Pain Of Salvation Album geht über 60 Minuten, so auch "Scarsick", ein Album, das sich textlich mit sozialkritischen Thematiken befasst. Doch kommen wir zum Wesentlichen. Ich konnte nicht herausfinden, wer Scarsick produziert und gemixt hat, aber wer immer es getan hat, er ist ein Meister seines Fachs! Fett und direkt ins Gesicht! Die ruhigen und leisen Geräusche werden jederzeit wahrgenommen und bekommen den Raum, den sie benötigen. Bei solch einer Fülle von Klängen sicherlich kein leichter Mix!

Doch kommen wir zur Musik. Wie bereits zu Beginn meiner Rezension erwähnt, sind Pain Of Salvation modern wie nie zuvor. Der Opener und Titelsong "Scarsick" fängt mit modernen Grooves an, bevor er nach ca. einer Minute zum ersten Break kommt. Sprechgesang überrascht den Hörer und lässt Reminiszenzen an die ebenfalls aus Schweden kommenden Clawfinger erkennen. Das Ganze wird von einem stimmungsvoll und ruhig vorgetragenen Chorus inklusive orientalischem Frauengesang untermalt, und das mal eben in satten sieben Minuten, ohne dabei Langeweile aufkommen zu lassen.

"Spitfall" beginnt wieder mit Sprechgesang und einer dezenten, in den Hintergrund gemixten Piano-Melodie. Rein musikalisch fühlt man sich an härtere Evanescence erinnert. Die Choruslines sind fast schon klassischer Hardrock, bevor das Ende wieder düsterer und härter klingt. Ebenfalls sieben Minuten lang und fast noch besser als der erste Track.

Der erste ruhigere Track ist dann "Cribcaged", welcher erst im hinteren Drittel etwas anzieht und mit seinen progressiven Arrangements zu gefallen weiß. "America" klingt nach 70er Jahre Prog-Rock und weiß auch zu überzeugen, auch wenn er gegen die ersten drei Tracks nicht wirklich bestehen kann, obwohl der kritische Text durchaus Potential besitzt.

Das gut achtminütige "Disco Queen" setzt dann dem Ganzen die Krone auf! Zuerst geschockt, schwingt man nach mehreren Sekunden im Takt des Disco Beats!!! Stellt euch vor, man mixt Faith No More mit Abba! So würde sich das anhören. Unglaublich! Und dazu diese Produktion, die jedes Luftloch füllt. Ein Knaller erster Güte! Der schräge Refrain ist bei diesem Song ein Muss!
Mit "Kingdom of Loss" folgt dann noch ein stimmungsvoller Song, der durchaus auch auf einer der beiden Kevin Moore (OSI, Ex-Dream Theater) Solo-Platten hätte stehen können.

Leider geht der Band dann etwas die Luft aus, was bei dem bisherigen Qualitätslevel kaum verwunderlich scheint. "Mrs modern Mother Mary" und "Idiocracy" sind zwar nicht total schlecht, aber sie plätschern einfach vor sich hin, ohne groß Boden zu gewinnen. "Idiocracy" klingt wie eine Light-Version von Korn, Slap-Bass und Gitarreneffekte pur. Wäre der Song drei Minuten kürzer und würde schneller auf den Punkt kommen, wäre er klasse, aber sieben Minuten, die komplett nach Songaufbau klingen, wirken etwas langweilig.

Die beiden abschließenden Tracks können wieder etwas Boden gutmachen, doch muss festgehalten werden, dass die B-Seite, wir nennen das jetzt mal so, im Gegensatz zur A-Seite abfällt. Zieht einfach zehn Minuten
von dieser großzügigen Spielzeit ab und ihr habt eine Hammerscheibe!

Fazit:
Trotz dieser zwei schwächeren Songs sollten aufgeschlossene Metaller und vor allem progressiv interessierte Musikliebhaber zugreifen. Pain Of Salvation spielen weder 80er Prog-Rock à la Fates Warning oder Queensryche, noch den im Moment so angesagten Prog-Metal, wie ihn Tool oder Meshuggah fertigbringen. Sie haben ihre eigene Sparte, und das muss man honorieren! Der erste richtige Lichtblick des noch jungen Jahres!



   
  Light Pupil Dilate
Snake Wine
 
     
 
Firesign
Persecution Guaranteed
Gods of Emptiness
Consumption is Freedom?
Solid Ground
Can't stop now
A Dead Lament
Ravens Feast (Promo)
Horn
Naturkraft
SorgSvart
Vikingtid Og AnArki
Oblivio
Dreams are distant Memories
Lastdayhere
From Pieces created
7for4
Diffusion
Light Pupil Dilate
Snake Wine
 
 
Dwelling
Slough Feg
Elisa C. Martin
Astral Kingdom
Doomsword