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With Passion - What We See When We Shut Our Eyes
Metalspheres Info-Box

Genre

Technical Melodic Death Metal

Label

Earache Records

Rezensent

Johannes

Wo ist das Keyboard? Alle Death Metaller die bei Erwähnung des Namens With Passion erst mal hinter die Couch gesprungen sind, dürfen sich wieder getrost vor die Boxen wagen. Man hört sofort einen deutlichen Unterschied zu dem noch viel progressiveren Klangbild von "In The Midst Of Bloodied Soil". Auch scheint es diesmal ernsthaft einzelne Songs zu geben, die man schon beim ersten Hören als solche identifizieren kann. Ohne Keyboard klingt alles wesentlich Death/Thrashiger.
Wer sich aber der Kopfmusik ihres letzten Albums hingegeben hat und nach zigfachen Durchläufen in dem Melodiebrei wunderbar komplexe Songkartenhäuschen entdeckte, auf den wirkt "What We See When We Shut Our Eyes" irgendwie lustlos. Man könnte sich zum Vergleich In Flames nach hundert Tassen Kaffee vorstellen. Zappelig von Koffein und Harndrang zerspielt man hektisch-nervös jeden musikalischen Einfall und gewinnt dadurch einen eigenen Stakkato Sound, der hohen Wiedererkennungswert hat, aber keine weiteren Vorzüge bietet.
Um alte Deathhasen doch noch mal zu erschrecken, gibt es mit Song 4 "Triumph Over Tragedy", ein kurzes Keyboardinterim. Da es keine Minute dauert, ist es wahrscheinlich von den Aufnahmesessions zur letzten EP noch übrig geblieben. Davon abgesehen rauscht "What We See When We Shut Our Eyes" beim ersten Durchlauf direkt am Hörer vorbei, wie der durstige Mann von Tuborg an einem Warsteinerstand. Erst bei der zweiten oder dritten Runde weicht der D-Zug Effekt einer schwachen Begeisterung für das spielerische Können.
Die Songs sind alle im Hochgeschwindigkeitsbereich. Die beiden Gitarren und mitunter auch der Bass werden gefrickelt, dass abgesäbelte Fingerkuppen wie Hagelkörner durch den Proberaum fliegen. Sobald man glaubt, eine zusammenhängende Melodiesequenz ausgemacht zu haben, wird schon die Handbremse gezogen und man schlittert ein paar Takte auf einer mid-tempo Riffsequenz. Diese wird ebenso schnell wieder in den Zauberhut gesteckt, wie man sie aus dem Ärmel schüttelte und der Kampf: Aufmerksamkeit des Hörers vs. Spielfertigkeit von With Passion, geht in die nächste Runde.
Leider vermag man dabei weder an die überschäumende Tonfülle von The Fall of Troy heranzutreten, noch die Gewalt von Anata oder Necrophagist zu erzeugen. Dafür bleibt man zu heterogen und schafft es nicht, eine Einheitlichkeit in der abwechslungsreichen Klangvielfalt zu erzeugen.
Quo vadis? Melodic Technical Death Metal? Man sitzt zwischen allen Stühlen. Liegt aber eher an den Hämorrhoiden, die einen zappelig machen und nicht an einem eigenständigen musikalischen Konzept. Entscheidet euch doch einfach, ob ihr technischen Death, oder progressiven Death machen wollt. Das Experiment "Melodic Technical Death Metal? zündet nicht. Dabei hätten With Passion mit ihrer Gitarrenarbeit sicher die Wichsmedaille in Gold mit Eichenlaub verdient.
Guten hochtechnischen Death Metal bekommt man heute jedoch von allen Seiten nachgeschmissen. Da braucht man sich nur bei den Earache-Labelmates Decapitated oder Deicide umsehen. Mit willenlosen Gitarrensoli und Bridges ist es eben noch nicht getan. Vielleicht für ambitionierte Gitarren Masters und Bachelors interessant, die eine Herausforderung zum Nachspielen suchen.
Anspieltipps wären hier die letzten beiden Songs "Vengence In Departure" und "A Road For The Worthy" die durch klug gesetzte Breakdowns und Minimoshparts dem Dauerwichseffekt des ersten Hörens entkommen.



   
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