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Grenouer - Try (MCD) / Border of misty Times (Re-Release)
Metalspheres Info-Box

Genre

Industrial Metal / Death Metal

Label

Eigenproduktion / Metalism Records

Rezensent

Volker

Wer von Russland im Jahr 16 der brachialkapitalistischen Revolution das Bild eine brutalisierten, abgestumpften Gesellschaft hat, mag in Grenour die passende Vertonung zu dieser Mischung aus Dystopie und scharfer Realitätswahrnehmung finden, denn die Klangbilder dieser Band aus Perm im westlichen Ural verströmen wahrhaft eine desolate Aura.
1992 gegründet, machte man sich 1996 mit der ersten Album-Veröffentlichung innerhalb Russlands bereits einen Namen, damals aber noch sehr viel stärker als heute im klassischen Death Metal verwurzelt. Die Genregrenzen wurden mit der Zeit gesprengt und so huldigen Grenouer mittlerweile dem Industrial Metal der Postmoderne. "Try" heisst die aktuellste MCD aus dem Jahre 2006 und impliziert: Versuche es ruhig, das Scheitern ist dir sowieso gewiss. Die sechs Songs plus Intro sind hauptsächlich von extrem stumpfem Stakkato und harschem Gebrüll erfüllt, lassen aber meist noch Platz für melodische Einschübe, etwas gediegenere Elektronika und soilworkschen Cleangesang, mal abgesehen von dem ungebremsten Hassbrocken "Devil's Eye". Doch all die benannte Auflockerung ändert nichts an der eisigen Gesamterscheinung von "Try", es scheint sich mehr um notwendiges Luftholen vor der nächsten Bulldozerattacke zu handeln. Auch in einem anderen Zusammenhang sicher nett anzuhörende kleine Melodiebögen sorgen so nie für ein Gefühl der Geborgenheit, wohl auch weil sie immer wieder abrupt niedergekeult werden. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob das Grenour so wirklich wollen oder ob es eher ein Nebeneffekt des nicht immer schlüssigen Songwritings ist. Ein klarer Effekt dessen ist jedenfalls, dass außer dem benannten "Devil's Eye" vieles vor allem zerfahren und anstrengend klingt. Diese MCD dient sehr wohl als fieser Schlag in die Fresse, zu brutal düsterem Hörvergnügen fehlt Grenour trotz sehr anständigem Sound (gemixt im Astia Studio in Finnland) doch einiges.

Ebenfalls beigefügt im hier vorliegenden Promopaket ist eine 2005 veröffentlichte Neuaufnahme des Debutalbums"Border of misty Times" aus dem Jahre 1996. Die Parallelen zu "Try" halten sich in klar gesteckten Grenzen und beschränken sich weitgehend auf das kühle Erscheinungsbild. So bietet dieses Album recht traditionellen Death Metal, der trotz leichter Tendenz zur Hektik ohne übertriebene Dauerbolzereie auskommt. Viel klassische Florida-Schule, aber auch ein gewisser Einschlag der niederländischen Herangehensweise, alte Gorefest und Asphyx waren Grenour zu dieser Zeit sicherlich nicht fremd. Dank ordentlichem technischem Niveau recht abwechslungsreich gehalten und auch mal mit einem gekonnten Gitarren-Solo versehen, bewegen sich die Stücke weitgehend auf einem gleichbleibenden Qualitätslevel. Grundsolider Stoff also, der undergroundig orientierten Death Metallern ein Probehören wert sein könnte.



   
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