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Mael Mórdha - Gealtacht Mael Mórdha
Metalspheres Info-Box

Genre

Dark Epic Metal

Label

Grau

Rezensent

Volker

Ja, neben all den "Saufen für unsere Ahnen!"-Kommandos gibt es immer noch diese Bands, die sich doch tatsächlich ein klein wenig tiefgehender mit der Geschichte ihres Kulturraumes auseinandersetzen. Mael Mórdha haben ihren Namen einem auf das 10. und 11. Jahrhundert zurückgehenden König einer südirischen Region entliehen, der in gut sortierten Historienwerken maßgeblich wegen seiner Beteiligung an der Schlacht von Clontarf im Jahre 1014 n. Chr. geführt wird. Clontarf heisst im Gälischen "Cluain Tarb" und so wurde auch das erste Album dieser Band benannt, welches sich folgerichtig mit den Geschehnissen dieser Schlacht beschäftigte. Der nun zu veröffentlichende Nachfolger richtet den Fokus stärker auf die Person des Königs Mael Mórdha, indem die geschichtsbewussten irischen Musiker versuchen, sich in dessen Gedanken vor und während dieser in der nationalen Historie durchaus bedeutsamen kriegerischen Auseinandersetzung hineinzuversetzen, die dem namensgebenden Regenten letztlich den Tod brachte.

So viel zu Konzept und Hintergrund und es liegt wohl nahe, dass diese Thematik nach einer Vertonung der epischeren Art schreit. Wer "Cluain Tarb" kennt, wird bereits davon ausgehen und in der Tat ist es so, dass Mael Mórdha wieder mit Leib und Seele sowohl folkig als auch doomig beeinflusstem Epic Metal huldigen. Die Band ist der Stilistik ihres Debuts weitgehend treu geblieben, wobei doch festzuhalten ist, dass zunehmende Reife hier auch zu einem zunehmend homogeneren Klangbild führt. Erhalten geblieben ist jedoch ebenso das Kardinalproblem Mael Mórdhas, denn wie bei den ähnlich gelagerten Formationen Doomsword und Primordial hat der Sänger schwer mit den eigenen Ansprüchen zu kämpfen (im Falle Primordials bezieht sich dies in erster Linie auf die Liveauftritte). Rob Buggle verordnet sich ein nicht gerade einfach zu singendes Programm, was zu einer zwiespältigen Geschichte wird, da es ihm in den cleaneren Passagen doch enorm schwer fällt, die Töne zu halten. Gleichwohl gehört ebenso wie bei den genannten Bands die Stimme einfach zur Musik und es ist durchaus möglich, sich seinen Gesang nach mehreren Durchläufen "schön zu hören", da auch die schrägen Zwischentöne unüberhörbar von Leidenschaft erfüllt sind.
Und schliesslich handelt es sich bei Mael Mórdha um eine Band, die ansonsten alles richtig macht und Epen erschafft, die den erwähnten Referenzen absolut gerecht werden. Die Verwandschaft zu Primordial ist schon deutlich zu vernehmen, wobei sich aggressive Uptempo-Ausbrüche in Grenzen halten und überdies beachtliche Anleihen an den traditionellen UK Doom (man denke vor allem an Solstice) eingeflochten werden. So beschwören die Iren auch auf ihrem zweiten Album archaische Kräfte herauf, schwelgen in ausgedehnten Songarrangements und liefern Musterbeispiele für dezenten aber doch wirkunsvollen Keyboardeinsatz. Hymenhaftigkeit ist hier nicht mit der stetigen Wiederholung einzelner Passagen gleichzusetzen und daher sollte man die sich auf knapp 45 Minuten erstreckenden sieben Stücke ruhig einige Male hören, bevor man sich ein Urteil bildet. Wer dennoch zunächst nur ein kurzes Probehören plant, sollte sich das kompakte und doch erhabene "Curse of the Bard" sowie den aus doomigen Tiefen einen wütenden Sturm entfachenden Titelsong aussuchen. Denn der bezaubernden musikalischen Urgewalt dieser Band wird man sich schon danach kaum noch entziehen können.



   
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