Home
Vorwort
News
Eure Ankündigungen
Interviews
CD-Reviews
Live-Reviews
Metal and More
Locations
RIP
LinksSuche
Kontakt
Impressum
Über uns
Metalspheres präsentiert


4816371
Besucher seit 09/2002


V.A. - Defenders of Metal
Metalspheres Info-Box

Genre

Power Metal

Label

Man in Black Music

Rezensent

Dennis

Auch wenn ich besser versuchen werde, mich kurz zu halten, eine CD wie diese hier gibt eigentlich genug her, um ein mehrseitiges Review zu schreiben. 18 verschiedene Bands bei einer Spielzeit von mehr als 70 Minuten, und alle sind sie Verteidiger des wahren Stahls. Na, da bin ich mal gespannt.

Jesters Moon läuten den Sampler ein und machen ihre Sache schon recht ordentlich. So richtig vom Hocker reißt mich "Forbidden", das ich vielleicht am ehesten mit einer doomig angehauchten Version von Nevermore vergleichen würde, allerdings nicht vom Hocker. Liegt möglicherweise daran, daß das Riffing hier kaum varriiert wird. Das Solo zumindest geht gut ins Ohr.

Dann folgt ein Instrumental der italienischen Sorte, na ja, die Band kommt aus Schweden, vielleicht wäre Stratovarius also als erster Vergleich zu nennen (ich weiß, ich weiß, sind aber doch auch Skandinavier...). Allerdings geht es bei "Moonlit Horizon" doch sehr progressiv zu. Technisch jedenfalls ist dieses Stück auf einem hohem Niveau angesiedelt, die Finger flitzen nur so über Keyboard und die Saiten. Auch wenn es schwer fällt, auf Grundlage eines einzigen Instrumentalstücks die Fähigkeiten einer Band zu beurteilen, was hier geboten wird ist schon erstklassig.

Ähnlich gelagert ist auch das Stück "Heart of Dragonsteel" der Österreicher Madog, mit dem ganz klar das Rhapsody-Schema verfolgt wird. Vom Songwriting her kann der Song durchaus mit den italienischen Größen mithalten und mir macht's gerade deshalb Spaß, weil hier nicht alles so extrem überladen wirkt. Klar, der Band stehen natürlich auch die finanziellen Mittel nicht zur Verfügung, um ihr Stück genauso aufzumotzen wie Rhapsody das tun. Und das ist gut so.

Eine weitere positive Überraschung sind Antares aus Polen. Hier wird deutlich, daß Polen im Metalbereich außer Vader noch eine ganze Menge mehr zu bieten hat. Zumindest, wenn das weitere Songmaterial der Band ähnlich stark sein sollte wie "Shutting the Door", denn hier wird sehr schöner Powermetal mit hohem Gesang vorgetragen. Unbedingt im Hinterkopf behalten diese Band!

Weiter im Programm mit Dr. Mastermind, rotziger Rock'n'Roll mit schweren Riffs, der in seinen starken Momenten schonmal an Motörhead erinnert. Ehrliche, rohe Musik, die mir soweit ganz gut gefällt, der richtige Kick fehlt zwar bei diesem Stück hier, aber alles in allem rockt das Ding gut nach vorne los.

Dann hätte ich noch Art of Fear anzubieten, wie schon Madog eine österreichische Band, die allerdings mehr in Richtung traditionellen Metal geht und neben einem überdurchschnittlichen Sänger mit "Pride of Creation" auch ein interessantes Lied zu bieten haben. Auch wenn mir das, was ich höre, nur äußerst bekannt vorkommt, hier ist zweifellos Potential. In wie weit Art of Fear dieses umzusetzen wissen und ob sie sich mit ihrem sonstigen Songmaterial mehr von der Konkurrenz abheben als hiermit, läßt sich aus diesem einen Stück hier leider nur erahnen.

Rapid Fire kommen aus Polen, und eigentlich sind die Jungs nicht sonderlich gut, zumindest werden sie von ihren Landsleuten von Antares regelrecht an die Wand gespielt. Weshalb ich sie trotzdem hier erwähne, hat den einfachen Grund, daß die Band in manchen Momenten wie eine haargenaue (wenn auch sehr schlechte) Blitzkrieg-Kopie klingt. Besonders verblüffend ist hierbei für mich, daß der Sänger teilweise ganz genauso klingt wie Brian Ross. Unglaublich!

Drei der möglicherweise besten Bands habe ich mir jetzt für zum Schluß aufgehoben. Da wären zum einen Still Life, die mit "Illusions" ein eher ruhiges, gitarrenorientiertes Stück zu diesem Sampler beigetragen haben. Tja, jetzt habe ich natürlich nur dieses eine Stück zur Hand und weiß nicht genau, ob wir es hier mit einer Art Hardrock-Band zu tun haben oder ob die Iron Maiden-Einflüsse (oder bilde ich mir die aufgrund des Bandnamens nur ein?) bei anderen Stücken der Band noch mehr Gewicht haben und die Musik noch heavier klingt. Vielleicht liegt's auch etwas an der Produktion und dem für klassischen Metal eher untypischen Gesang, daß sich diese Musik hier nicht ohne weiteres kategorisieren lassen will. Gelungen ist der Song aber auf jeden Fall und mich würde schwer interessieren, was die Band sonst noch so zu bieten hat.

Sehr cool kommen auch Stairway rüber, die möglicherweise die beste Produktion dieses Samplers vorzuweisen haben. Dem einen oder anderen könnte der Name dieser Band noch aus der NWOBHM geläufig sein, viel Ruhm konnte sie wohl seinerzeit nicht ernten. Unverständlicherweise, zumindest der Song, der hier dargeboten wird, knallt erstklassig rein und hört sich einfach nur herrlich unmodern und englisch an. YES!

Als letztes möchte ich noch kurz auf Babylon eingehen, die im Gegensatz zu Stairway die zweite Metalhochburg der 80er bestens vertreten, die USA. Mensch, das ist US-Metal der 80er wie wir ihn lieben, fette Leads, Undergroundproduktion, alles frei von der Leber weg gespielt. Eine echte Perle!

Neben den bereits aufgezählten Bands gibt es wie oben schon erwähnt noch einiges mehr auf diesem Sampler zu hören. Einige interessante Sachen finden sich auch noch hierunter, z.B. die von mir bereits rezensierten Rain mit einem guten Lied. Manche Bands wie zum Beispiel The Prowlers, Victim, Element (bei denen Lars Ulrich an den Drums zu sitzen scheint) oder Mercury Rain hingegen sind einfach so schlecht, daß es für sie wohl kein Fehler gewesen wäre, noch etwas länger im Studio zu bleiben oder sich vielleicht doch besser ein ganz anderes Hobby zu suchen. Dann hätten wir noch Bands wie die Hell Candidates, Sabatan oder die schon erwähnten Rapid Fire, bei denen es an der Umsetzung der durchaus vorhandenen Ideen scheitert.

Auf jeden Fall finden sich auf dieser CD einige sehr interessante Bands. Also entweder ihr checkt einfach eine der oben genannten Bands, die Euch interessant erscheint, direkt an, oder ihr bestellt Euch diese CD hier für 14$ über die Homepage des Labels, die ihr unter diesem Review findet. Auch wenn die vollmundig getroffene Maßgabe, einige der "allerbesten True Metal Bands der Welt" auf diesem Album zu veröffentlichen, natürlich nicht zutrifft, einige interessante Bands sind hier auf jeden Fall zu finden. Ich bin gespannt, welche wir davon in einem größerem Rahmen wiedersehen werden.

Playlist:

Jesters Moon - Forbidden
Moonlight Agony - Moonlit Horizon
The Prowlers - Incubus
Element - Pressure
Madog - Heart of Dragonsteel
Hell Candidates - Dead Keep Dyin?
Antares - Shutting the Door
Dr. Mastermind aka Matt McCourt - Haunted
Metharia - Riflesso
Victim - Bedlam
Art of Fear - Pride of Creation
Still Life - Illusions
Rapid Fire - Liegia
Stairway - Under the Gun
Rain - Only for the Rain Crew
Mercury Rain - Bride of the Dark
Sabatan - Terror Mind
Babylon - The Sleeper



   
  Light Pupil Dilate
Snake Wine
 
     
 
Firesign
Persecution Guaranteed
Gods of Emptiness
Consumption is Freedom?
Solid Ground
Can't stop now
A Dead Lament
Ravens Feast (Promo)
Horn
Naturkraft
SorgSvart
Vikingtid Og AnArki
Oblivio
Dreams are distant Memories
Lastdayhere
From Pieces created
7for4
Diffusion
Light Pupil Dilate
Snake Wine
 
 
Dwelling
Slough Feg
Elisa C. Martin
Astral Kingdom
Doomsword