Home
Vorwort
News
Eure Ankündigungen
Interviews
CD-Reviews
Live-Reviews
Metal and More
Locations
RIP
LinksSuche
Kontakt
Impressum
Über uns
Metalspheres präsentiert


4755899
Besucher seit 09/2002


Unsilence - Echoes Awaken (Demo)
Metalspheres Info-Box

Genre

Doom Metal

Jahr

2007

Spielzeit

24:45

Rezensent

Volker

Gelte es die am heftigsten von Pech und widrigen Umständen betroffene Band zu küren, wären die leidgeprüften Unsilence ein heisser Kandidat. Wenn gleich von der Urbesetzung lediglich noch Gitarrist Kieron Tuohey dabei ist, existiert die Band bereits seit 14 Jahren und bringt eigentlich so viel Potential mit, dass ihr tiefstes Underground-Dasein eine wahre Schande ist. Doch das Schicksal hat es nicht gut gemeint, schon das 1995 geplante erste Album blieb durch einen geplatzten Deal zunächst unveröffentlicht, erschien dann aber doch noch über das italienische Label Seven Art Music. Gar niemals erschien Versuch Nummer 2 im Jahre 1998, da auch Seven Art sich als wenig verlässlich erweisen sollten. Viele Musikerwechsel später erregte die MCD "Transfiguration" 2000 erstmals ein wenig Aufmerksamkeit und wies darauf hin, dass es sich bei Unsilence um eine der wertvollsten Perlen des britischen Doom Metals handelt. Noch mehr verdeutlichte dies 2002 die EP "A Walk Through Oceans", die wahrhaft in Grandiosität schwelgte und über die neuerdings in die Pleite geschlitterten Schotten von Golden Lake Productions veröffentlicht wurde. Alles schien endlich für eine große Zukunft bereitet, doch prompt verliess Drummer Jonathon Gibbs die Band aus beruflichen Gründen in Richtung Südengland, wo er sich zeitweise den ebenfalls sehr empfehlenswerten The River anschloss. Als dann ein neuer Drummer gefunden war und die Engländer bereits für das Doom Shall Rise Festival gebucht waren, verabschiedete sich auch Sänger Andrew Hodson, woraufhin es erst einmal lange still um Unsilence wurde. Die Sängersuche blieb erfolglos, bis man sich schliesslich entschied, den zweiten Gitarristen James Kilmurray sein Glück am Mikro versuchen zu lassen.

So schreiben wir nun das Jahr 2007 und betrachten eine Band, die es sich nehmen lässt, noch einmal von vorne zu starten und die Hoffnung auf den Beistand Fortunas nicht aufgegeben hat. Unsilence zuliebe sollte man beim ersten Hören des Demos "Echoes Awaken" nicht auf den hohen Standards beharren, mit denen die letzten beiden Veröffentlichungen beeindruckten. Denn die Produktion Marke Eigenbau kann sicherlich nicht mit dem mithalten, was zuletzt ein Routinier wie Mags im renommierten Academy Studio zusammenschraubte. Und dann ist da eben der besagte James Kilmurray, dessen Sangeskünste weit hinter seinen Fähigkeiten an der Gitarre zurück bleiben. Man merkt jedem Ton und jeder Silbe sein unbedingtes Wollen an, doch die Fähigkeiten bleiben so limitiert, dass man der Band wünschen möchte, für das geplante neue Album auf der Sängerbörse doch noch mal das große Los zu ziehen. Denn instrumental bleiben Unsilence trotz der viel zu trocken und nüchtern klingenden Produktion Feinkost. Ihr melodischer, melancholischer und leicht epischer Doom überzeugt in allen vier Songs, das Schlagzeug klingt trotz des Besetzungswechsels wieder gelungen akzentuiert und in Sachen eindringlicher Gitarrenarbeit macht dieser Band sowieso keiner was vor. Allein das abrupte Enden der jeweiligen Stücke bereitet Sorgen, denn so liebevoll arrangiert die Songs klingen, so unmotiviert wirkt jeweils der Ausklang. Wobei dies genau genommen kein neues Problem bei Unsilence ist, mir aber unvermindert ein Rätsel bleibt.

"Echoes Awaken" ist so ein Demo, das alle Liebhaber der Band dankbar als Lebenszeichen aufnehmen werden. Nur sind das so viele nicht, und da man sich zum wahren Erkennen der Stärken erstmal intensiv mit dem Silberling befassen muss, werden hier auch nicht viele hinzu kommen. Ich drücke trotzdem kräftig alle verfügbaren Daumen, dass Unsilence ohne weitere deutliche Verzögerungen die Möglichkeit bekommen, entsprechend ihrer Wünsche ein komplettes Album aufzunehmen, um vielleicht endlich doch mal dorthin zu gelangen, wo sie durch glücklichere Fügungen schon längst sein könnten.



   
  Light Pupil Dilate
Snake Wine
 
     
 
Firesign
Persecution Guaranteed
Gods of Emptiness
Consumption is Freedom?
Solid Ground
Can't stop now
A Dead Lament
Ravens Feast (Promo)
Horn
Naturkraft
SorgSvart
Vikingtid Og AnArki
Oblivio
Dreams are distant Memories
Lastdayhere
From Pieces created
7for4
Diffusion
Light Pupil Dilate
Snake Wine
 
 
Dwelling
Slough Feg
Elisa C. Martin
Astral Kingdom
Doomsword