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Nae'blis - Sketches Of Reality
Metalspheres Info-Box

Genre

Depressive Metal

Label

Northern Silence Productions

Rezensent

Sascha

Es gibt neues zu berichten, von einem obskuren, nebulösen Projekt eines gewissen Magnus Wohlfahrt namens Nae'blis. Für das Mini-Album des Schweden "Death Of Mankind", welches gnädigerweise von Northern Silence einen Re-Release erfuhr, hatte ich seinerzeit nur begeisterte Worte übrig. Ich war daher sehr gespannt, was Magnus auf seinem neuen Werk bieten würde. Diesmal ist das Projekt aus den Schatten herausgetreten und wirkt überhaupt nicht mehr nebulös. Im Gegenteil, außerordentlich persönlich ist "Sketches Of Reality" ausgefallen. Zum einen präsentiert sich der Mastermind in nachdenklicher Pose auf einigen Fotos, zum anderen bieten sämtliche Texte einen schonungslosen Blick in Magnus' Seelenleben, was dadurch unterstrichen wird, dass sie in seiner eigenen Handschrift abgedruckt wurden. Textlich widmet er sich diesmal nicht dem Genozid an der gesamten Menschheit, sondern seiner eigenen Rolle in dieser Gesellschaft, der Angst vor dem Tod und der gleichzeitigen Resignation gegenüber dem Leben. Er befasst sich auch mit dem Fluch der Intelligenz, die ihn dazu verdammt, Fragen zu stellen. Fragen über die Existenz und deren Sinn. Ich möchte das nicht zu sehr ausweiten, da ich euch nicht die Lektüre der Texte abnehmen will. Festzuhalten ist zumindest, dass seit Kvarforth niemand mehr so persönliche Texte verfasst hat und dadurch einfach mehr zu bieten weiß, als standardisierte, antichristliche Black Metal Texte. Es ist sowieso fraglich, ob man Nae'blis dem Black Metal zuordnen möchte, denn diese Einordnung erschwert sich ebenso wie bei Shining.

Vier lange, hymnische Stücke sind auf "Sketches Of Reality" vertreten, die mich wieder einmal völlig überzeugen können. "Distorted Mind" beginnt mit einem dieser akustischen Themen, die Nae'blis so interessant machen. Einfach aber effektiv gelingt es Magnus Wohlfahrt das anfangs eingeführte Thema immer weiter auszubauen und langsam zu einem Klimax zu führen, der dann abrupt endet und den Hörer gewissermaßen in einer kalten Leere zurück lässt. Durch das schleppende, kriechende Tempo entsteht der von Nae'blis bekannte negative Sog, ein Strudel der den Hörer immer tiefer in den Abgrund führt. Ein altes, verlassenes Haus auf einer einsamen Anhöhe, von Nebel umgeben, ein staubiges, verstimmtes Klavier, auf dem nur noch die traurigen Töne zu klingen scheinen... ihr merkt schon. Es ist ein Album, welches die Macht hat, Bilder zu erzeugen. In ähnlicher Art sind die übrigen drei Stücke komponiert, die dem Opener in qualitativer Hinsicht ebenbürtig sind, wobei besonders "Sketches Of Reality" noch einmal herausragt. Klanglich wurde dem neuen Album im finsteren "Dungeon" ein ähnlicher Klang wie dem Vorgänger verpasst, lediglich der Gitarrenklang ist härter und das Schlagzeug ist etwas deutlicher zu hören. Obwohl ich den Klang noch nicht für perfekt halte, erzeugt er den notwendigen Rahmen für Nae'blis' Musik.

Die CD ist somit ein Pflichtkauf für den Anhänger melancholischer Black Metal-Klänge und ich lege euch "Sketches Of Reality" hiermit wärmstens ans Herz. Das Album erscheint als Jewel Case und als limitierte Version im Metallgehäuse mit Logo-Aufnäher.



   
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