Home
Vorwort
News
Eure Ankündigungen
Interviews
CD-Reviews
Live-Reviews
Metal and More
Locations
RIP
LinksSuche
Kontakt
Impressum
Über uns
Metalspheres präsentiert


4643913
Besucher seit 09/2002


Convergence - Points of View
Metalspheres Info-Box

Genre

Nu Metal

Label

Casket

Rezensent

Johannes

Woran erkennt man italienischen Metal? Etwas viel Pathos, viel Melodie und Soli, meist jede Menge Bombast und gepresste Singstimmen. Wer?s nicht glaubt überlege mal wo er sonst noch gepresste Singstimmen hört. Ich kenne so was nur aus Italien. Ist ja auch egal, ich lege es hiermit fest und wer anderer Meinung ist, möge mir seine Gründe per E-mail schicken: Gepresstes Fast-Schreien ist ein erstes Indiz für italienischen Metal. Dazu noch ein Keyboard mit schmalzigen Plastikpiano Melodiebögen und sehr melodische Gitarren im Vordergrund.
So, nun zum eigentlichen: Wie stehen Convergence zu diesen Vorurteilen? Erstmal kann man hinter alle oben genannten Aspekte ein Häkchen setzen, mit Abstrichen bei Bombast und Gitarrensoli. Das wird aber mit sehr emotionalem Gesang und einigen Elektroeinsprengseln kompensiert. Mit Songs wie "Vanished Memories" wird sogar ganz mit dem Metal gebrochen und man wandelt auf Indie/Hardrock Pfaden mit leichtem Crossovereinschlag.
Was man Mastermind Mamriani zu Gute halten muss, ist die Soundvielfalt dieses Silberlings. Das Album beginnt mit zwei Nu-Metal Stücken auf die irgendwas Crossover-artiges folgt. "Silent" ist dann sogar ein Industrial Track, den man in dieser Form auch direkt auf einem Album von Peter Tägtgrens drölfzigster Nebenband Pain finden könnte. Und auch die beiden Schlussstücke "Nothing Else" und "Train to Leave" haben mit Nu-Metal nichts mehr zu tun, sondern müssen irgendwo im Alternativ Rock angesiedelt werden.
Aber all die Vielfalt düdelt leider völlig selbstverliebt und autark vor sich hin. Bei angestrengtem Bemühen, sich den Ton gewordenen Schmalz auf Köpfhörern anzuhören, schlafen einem die Füsse ein und es beginnen Butterpreise und Sonderangebote aus dem Kühlregal vor dem innern Auge des Hörers vorbeizugleiten. Von Texten wie "I?ve never seen my mothers face. I?ve never seen my fathers hand.? die in oben beschriebener gepresster Singstimme anklagend vorgetragen werden, wird einem kalt ums Herz und wer nicht eingeschlafen ist wird spätestens bei "Vanished Memories" seinem natürlichen Fluchtinstinkt nachgeben. Dieser extrovertierte Selbstdarstellungsquatsch mag für pubertätsgeblendete HiM-Fans vielleicht noch von Interesse sein, alle anderen, die emotional eher ausgeglichen sind und keine Gründe finden im Tränenmeer eines aufmerksamkeitshungrigen Musikers zu planschen, befällt dann doch das kalte Kotzen.
Musikalisch geht das alles in Ordnung und für den sehr gutem Sound kann man noch ein paar Gnadenpunkte verteilen. Ansonsten kann man das hier den Löwen zum Fraß vorwerfen: Daumen runter.



   
  Light Pupil Dilate
Snake Wine
 
     
 
Firesign
Persecution Guaranteed
Gods of Emptiness
Consumption is Freedom?
Solid Ground
Can't stop now
A Dead Lament
Ravens Feast (Promo)
Horn
Naturkraft
SorgSvart
Vikingtid Og AnArki
Oblivio
Dreams are distant Memories
Lastdayhere
From Pieces created
7for4
Diffusion
Light Pupil Dilate
Snake Wine
 
 
Dwelling
Slough Feg
Elisa C. Martin
Astral Kingdom
Doomsword