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Atlantean Kodex/Vestal Claret - The Hidden Folk/Two Stones Split-MLP
Metalspheres Info-Box

Genre

Epic Metal/Doom Metal

Label

Metal Coven Records

Rezensent

Sascha

Es gibt ja neue Bands wie Sand am Meer. Dennoch können Fans von Epic Metal der Marke Manilla Road, Cirith Ungol oder Doomsword mir sicher zustimmen, dass es extrem schwierig ist, neue Epic Metal Bands zu entdecken, die den alten Heroen qualitativ das Wasser reichen können. Da hilft einem oft nicht mal das Internet weiter, die Suche nach neuem Stoff gestaltet sich für den Liebhaber echten, epischen Metals oft wie die sprichwörtliche Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Aus Bayern habe ich ja schon öfter Bands auf dem Tisch gehabt, die im Promo-Flyer etwas davon faseln, sie seien sehr episch. Meist erwarten mich dann Schunkelmelodien und Keyboardgeklimper. Was jetzt hier bei mir auf dem Plattenteller rotiert, ist allerdings der Hammer der letzten Monate. Atlantean Kodex aus dem Freistaat haben einen fast 10-minütigen Song in das Vinyl gepresst, der mich sofort in eine andere Realität entführt.

"The Hidden Folk" vereint wirklich alles, was ich an diesem Musikstil schätze. Zunächst ist da die abwechslungsreiche und unvorhersehbare Strukturierung. Dann die wunderbaren Melodien, sowohl auf der Lead-Gitarre, als auch im Gesang. Die Atmosphäre der alten Meister ist da, schön düster und schwermütig-episch erklingt der Sound. Die Texte von alten Sagen und der Dampfhammer-Schlagzeugsound runden das Gesamtbild ab. Mit Phil Swanson von Vestal Claret/Upwards Of Endtime hat man auch einen ungewöhnlichen, leicht kauzigen Sänger verpflichtet, der die Melodien mit Seele erfüllt und auch eher Metal-untypisch klingt, was für Epic Metal eigentlich schon zur Pflicht gehört. Da Phil aus den USA kommt und Konzerte daher etwas kompliziert zu organisieren sind, hat die Band sich mittlerweile wieder freundschaftlich von ihm getrennt. Der hier veröffentlichte Song wird also leider der letzte seiner Art sein und die Zukunft wird zeigen, ob der neue Sänger Markus Becker seine Sache ebenso gut macht. "The Hidden Folk" ist jedenfalls ein Song aus einem Guss, der einfach monumental ausgefallen ist und jeden Epic Metaller absolut überzeugen sollte. Die Musik steckt voller Überzeugung und Kraft und ich bin schon sehr gespannt darauf, was Atlantean Kodex auf einem Longplayer bieten werden. Lediglich beim Sound muss man mit den Widrigkeiten einer Undergroundproduktion leben. Drums und Gesang klingen gut, allerdings ist "The Hidden Folk" etwas zu basslastig und übersteuert und die elektrischen Gitarren klingen zu sehr verzerrt. Um den Song zu genießen, ist der Klang jedoch durchaus noch in Ordnung. Bei Atlantean Kodex' Musik befällt mich wieder dasselbe Gefühl, dass ich damals beim Hören des Doomsword-Debüts hatte. Hier wird gerade ein neuer Stern am Epic Metal-Himmel geboren, ich bin froh dabei zu sein.

Wir haben es ja hier mit einer Split-MLP zu tun, also widmen wir uns auch dem zweiten Teilnehmer dieser Veröffentlichung. Hier ist wieder Phil Swanson zu hören, der seine Stimme scheinbar sehr variabel einsetzen kann, denn beim satanischen Doom Rock von Vestal Claret hört er sich doch schon etwas anders an, als auf "The Hidden Folk". Eigentlich bin ich kein großer Freund des Black Sabbath-inspirierten Sounds. Umso mehr muss ich zugeben, dass Vestal Claret zwei herausragende Stücke komponiert haben. Die Langeweile, die ich manchmal bei diesen Doom Rock-Bands verspüre, kommt hier aufgrund der genialen Riffs und den sehr coolen Gesangslinien nicht auf. Phil schafft es hier, sehr beschwörerisch zu klingen. Der Sound klingt erdig und dreckig, eigentlich genau so wie es sein muss. Insbesondere "The Templars Idol" hat bei mir richtig eingeschlagen und auch dafür gesorgt, dass Vestal Clarets MLP-Seite auch ihre verdienten Umdrehungen auf dem Plattenteller bekommen hat. Wer Bands wie Witchfinder General oder Black Sabbath mag, hat hier einen absoluten Leckerbissen vor sich.

Wer vielleicht sogar beiden Stilen etwas abgewinnen kann, findet hier einen Pflichtkauf vor. Minimale Systemvoraussetzung ist allerdings wie so häufig ein Plattenspieler - den jeder True Metal Maniac natürlich besitzt - denn die Split-MLP ist nur als Vinyl Version erhältlich. 525 handnumerierte Exemplare in schwarz-weißem Marbled-Vinyl gilt es abzugreifen. Die schwarz-weißen Artworks sehen ultra-kultig aus, treffen zwar nicht ganz meinen Geschmack, zeigen aber, dass die Bands eine Vision vertreten. "Narrow-Minded True Metal" eben. Zwei Sticker und Inserts mit Bandinfo warten außerdem auf den Käufer, der für die Split 9 Euro locker machen möchte. Alle auf der Schallplatte vertretenen Songs kann man sich unverbindlich auf den Myspace-Seiten der Bands anhören. Ihr werdet jedoch recht schnell merken, dass dieses Release nicht nur für Sammler sondern auch für Musikhörer interessant ist.



   
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