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Behemoth - The Apostasy
Metalspheres Info-Box

Genre

Death Metal

Label

Regain Records

Rezensent

Sascha

Behemoth haben es geschafft. Durch konstante Qualität, gutes Marketing und Touren bis zur Erschöpfung, haben sie als eine der wenigen europäischen Bands einen gewissen Bekanntheitsgrad in den USA erreicht und dürften mittlerweile wohl auch von ihrer Musik leben können. Von einem neuen Behemoth-Album erwarte icn nichts geringeres als eine Death-Metal-Granate der Meisterklasse. Allerdings muss ich zunächst erwähnen, dass ich vom Vorgänger "Demigod" nicht besonderes begeistert war. Zum ersten Mal hatte ich das Gefühl, einen Schnellschuss zu hören. Zum einen kopierten sich Behemoth zusehends selbst - sogar ganze Teile früherer Soli wurden recycled - zum anderen bin ich nun wirklich kein Freund von Vocal-Overdubs, schon gar nicht wenn sie permanent und einfallslos eingesetzt werden.

Das Fazit vorweg: "The Apostasy" kann verlorene Sympathien wieder gut machen. Erstaunlich natürlich produziert, kracht das infernalische Soundgewitter aus den Boxen und auch beim Gesang ist Mastermind Nergal wieder ehrlicher geworden und setzt Overdubs dezenter ein - reduziert sich mehr auf Dinge, die man auch live reproduzieren kann. Auf instrumentaler Seite gehören Behemoth wirklich zum Besten, was man sich als Death-Metal-Fan zur Zeit gönnen kann. Schlagzeug-Freunde können das Album blind kaufen, was "Inferno" hier abzieht, ist wirklich genial. Schnell, versiert, brutal, genial! Wer den Mann - stets sturzbetrunken - auf der Behemoth-DVD gesehen hat, wundert sich, dass der Mann so konzentriert und diszipliniert spielen kann. "Slaying the Prophet Ov Isa" beweist, dass auch auf den Klampfen einiges passiert und präsentiert sich mit typischer Behemoth-Melodik und abgefahrenen Riffs. Kleinere Experimente mit Chorälen schaffen Atmosphäre. Ein richtiger Hammer beglückt den Hörer allerdings erst mit "At The Left Hand Ov God", ein sehr majestätisches und düsteres Stück, eingeleitet mit Akustik-Gitarren, genialen schnell/doomig-Kontrasten, Mayhem-artigen Chorälen und dezenten armenischen Tribal-Elementen: hervorragend! "Kriegsphilosophie" erhöht die Geschwindigkeit brachial und begeistert mit extrem einfallsreichem Drumming, bitte nur auf höchster Lautstärke hören. Ein Problem habe ich mit Behemoths neueren Alben: So genial die Gitarren und Drums auch sind, der Gesang fällt dagegen deutlich ab. Das liegt nicht direkt an seiner Ausführung. Ich vermisse jedoch eindeutig die Catchiness in den Gesangslinien, wie sie z.B. Songs wie "In The Garden Of Dispersion", "Antichristian Phenomenon", "As Above so Below" oder "Heru Ra Ha: Let There Be Might" hatten. Ich weiß, dass Nergal viel Wert auf die okkulten Texte legt und diese gewissenhaft ausarbeitet. Leider geht die Konzentration auf den Inhalt immer mehr zu Lasten der Rhythmik, zu oft habe ich das Gefühl, der Text musste irgendwie in den Song gequetscht werden. Richtig spannend wird es dann allerdings noch einmal mit "Inner Sanctum", dem Highlight von "The Apostasy". Eher im Mid-Tempo angesiedelt, hören wir hier Piano-Klänge eines polnischen Jazz-Pianisten, die mit Death-Metal und Gesang von Warrel Dane von Nevermore verheiratet werden. Die kranken Vocals passen sich super ein und sind mehr als pures Name-Dropping. Auch Nergals Gesang ist hier eingängiger geraten und im letzten Drittel können sich alte Anhänger von Behemoth über waschechtes Black-Metal Riffing freuen. Behemoth sind eben doch immer am besten, wenn sie ein wenig experimentieren und die Melodie die Führung übernehmen lassen. Brutalität und Geschwindigkeit machen eben noch keinen guten Song. "Pazuzu" ist ein sehr Nile-inspirierter Titel, extrem und technisch und auch "Christgrinding Avenue" schlägt in eine ähnliche Kerbe, fließt außer den atmosphärischen Bläser-Einsätzen gen Ende ein wenig an mir vorbei.

Was halte ich nun von "The Apostasy"? Technik-verliebten Death-Metal-Freaks dürfte der Kiefer ganz weit offen stehen. Behemoth müssen in einem Atemzug mit Nile oder Hate Eternal genannt werden, die Arrangements und Instrumentalisierung sind einfach atemberaubend gut. Prä-"Demigod" Behemoth Fans werden allerdings - wie ich - immer enttäuschter. Der Gesang entwickelt sich zunehmend zum Deicide-mäßigen Bla-Bla ohne echte Hooklines und Abwechslung. Atmosphäre und Melodie, die man von "Satanica" oder "Thelema 6.66" kennt, werden unter immer mehr Blast-Beat und Gefrickel begraben. Es fällt mir also schwer eine generelle Empfehlung auszusprechen. Wer Behemoth seit Demigod kennt und diese Art Death-Metal braucht, darf "The Apostasy" nicht verpassen. Ich persönlich werde allerdings nach wie vor "Thelema 6.66" auf den Plattenteller legen, wenn ich Behemoth hören will.



   
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