Home
Vorwort
News
Eure Ankündigungen
Interviews
CD-Reviews
Live-Reviews
Metal and More
Locations
RIP
LinksSuche
Kontakt
Impressum
Über uns
Metalspheres präsentiert


4696235
Besucher seit 09/2002


Chthonian - Of Beatings and the Silence in between
Metalspheres Info-Box

Genre

Black / Death Metal

Label

Woodcut Records

Rezensent

Johannes

Mathias Lillmåns ist neu bei Finntroll am Gesang. Hier ist er alt, ja steinalt bei Chthonian. Nach neun Jahren veröffentlichen Chthonian nun ihr Debütalbum und das ist weit finsterer als der Trollklamauk ihrer Landsmänner. Ob das nun wirklich Black Metal ist, muss jeder selbst entscheiden. Die Gitarren sind meist hoch, flirrend schnell und unisono mit dem tight gespielten Schlagzeug. Bisweilen erreicht man Geschwindigkeitsbereiche alter Immortal (denen sie auch sonst stilistisch recht verwandt sind) oder 1349. Die Stimme liegt aber eher zwischen Shouts und Growls und ist weit entfernt von den üblichen hohen Screams. Bisweilen wandern auch die Gitarren in den Tieftonbereich und grooven leicht angedeathed vor sich hin. So weit, so (noch) Black Metal.
Was eigentlich hervorsticht, ist die Themenwahl von Chthonian. „Of Beatings and the Silence in Between“ kreist thematisch wie der angetrunkene Schläger um sein am Boden liegendes Opfer, um eben das am Boden liegende Opfer. Hier wird Gewalt vermittelt, ohne auf die üblichen BM Klischees wie Satan, Laddeguschdl auf dem Kopf und die dreimal gedrückte Taste in der Mitte der linken Reihe des Zahlenblocks meines Keyboards zurückzugreifen. Zwar ist ein kleiner Totenschädel ist auf dem Cover zu sehen, sonst ist das black fucking braune Tonpapier aber nur mit minimalem, indifferenten schwarzen Artwork versehen.
Textzeilen lauten etwa „when your face hits the floor, the glass you broke is going to hurt“. Solche Gehässigkeit in der Darstellung von Gewalt ist es, die einen Zauber/Schauder auch bei dem Hörer erzeugt, der beim Anblick geköpfter Ziegen nur mehr das Liedlein „auf der schwäb’schen Eisenbahne“ zu summen beginnt. Einfache, direkte körperliche Gewalt. Verbrennungen dritten Grades. Darüber meditieren Chthonian musikalisch und lassen all das überkommene, dem Genre eigene Blendwerk beiseite.
Diese Nuance ist es auch, die Chthonian als eine Besonderheit aus anderen, durchaus guten, aber nicht exzellenten Black Metal Veröffentlichungen hervorstechen lassen. Tracks wie „Weep human weep“ beschwören keine verrostet quietschenden Scharniere alter Panzer. Kein „Legion“-Gelalle und keine „Total War“-Fiktionen. Chthonian bleiben direkt bei der Wahrheit, dem was passiert, jedem passieren kann und in seiner ungewundenen, direkten Einwirkung noch immer ungebrochen ist: nackte körperliche Gewalt.
Lässt man sich auf Chthonian ein, so reißen sie einen hinab in einen Strudel von Verzweiflung, menschlicher Dissonanz und einer Brachialität, die auf vielen aktuellen Black Metal Veröffentlichungen längst verloren gegangen ist. Und das ist, was „Of Beatings and the Silence in Between“ nicht nur zu einem guten, sondern einem sehr guten Album macht.



   
  Light Pupil Dilate
Snake Wine
 
     
 
Firesign
Persecution Guaranteed
Gods of Emptiness
Consumption is Freedom?
Solid Ground
Can't stop now
A Dead Lament
Ravens Feast (Promo)
Horn
Naturkraft
SorgSvart
Vikingtid Og AnArki
Oblivio
Dreams are distant Memories
Lastdayhere
From Pieces created
7for4
Diffusion
Light Pupil Dilate
Snake Wine
 
 
Dwelling
Slough Feg
Elisa C. Martin
Astral Kingdom
Doomsword