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Ritual Steel - Invincible Warriors
Metalspheres Info-Box

Genre

Heavy Metal

Label

Karthago Records/Twighlight

Rezensent

Sascha

Eigentlich wollte ich "Invincible warriors" gar nicht so wohlwollend rezensieren, weil das Album an vielen Stellen - bei aller Liebe zum einzig wahren Metall - doch wirklich biedere Hausmannskost bietet. Nun habe ich mich aber ertappt, wie ich die Scheibe immer wieder rauskrame und auch ständig die Melodien des zweifellos eingängigen Albums vor mich hin singe. Also kann das Teil ja doch nicht so schlecht sein. Und das ist es auch nicht, es ist nur eben leider auch kein Kracher, aber der Reihe nach. Ich blende die ganzen Querelen um Ritual Steel und deren Bandmitglieder mal aus, weil das ja nun wirklich auch keine Sau mehr interessiert, die Musik sollte im Vordergrund stehen. Auf jeden Fall hat der Drummer Martin Zellmer eine schlagkräftige Truppe um sich versammelt, die natürlich niemals so klingen kann, wie die alten Ritual Steel. Als erstes fällt natürlich der Gesang auf. Denn statt Sir Lord Doom kommt hier ein guter Bekannter zum Einsatz, namentlich John Cason von Exiled. Und er ist auch ganz klar der Star auf diesem Album. Seine Screams in "Killer Attack" oder zu Beginn von "Raiders from Space" sind nicht von dieser Welt. Der Gesang ist ausdrucksstark, Metal durch und durch und seine Gesangspassagen animieren immer wieder zum mitshouten und fistraisen. Gitarren und Bass werden von Musikern der Band Ivory Tower bestritten, hier sind unter anderem die kleinen Macken des Albums zu finden.

Doch zunächst zu den Songs. "Raiders from Space" beginnt mit coolen 70er-Jahre Science-Fiction-Geräuschen, mündet dann in einen höllischen Scream und ein nach vorn preschendes Riff. Der Titel ist einer der Highlights mit einem prima Arrangement, Keyboardeinsatz an den richtigen Stellen und einem tollen Metal-Refrain. "Invincible Warriors" ist als Bandhymne gedacht und ist durchaus solide geworden. Hier offenbaren sich aber schon meine Probleme mit dem Album: Die Gitarren-Riffs sind doch manchmal zu lahm und altbacken und für meinen Geschmack wird hier zu oft der Akkord auf die 4/4 ausgedehnt, ein wenig mehr Griffbrett-Akrobatik hätte ich mir schon gewünscht, um mehr Power zu erzeugen. "The Witch" ist dann für mich das Highlight, ein kleines, episches Werk, dass sehr eigensinnig arrangiert ist und viel Eigenständigkeit beweist. Ein klarer Ohrenschmaus jedenfalls, den einzig der etwas holprige Übergang von der Strophe in den Refrain trüben kann. "No One Can Bring Us Down", na ja, ist ein ganz netter Stampfer, aber auch hier sind mir die Gitarren zu lahm. Was da im Hintergrund des Refrains gespielt wird, reicht einfach nicht, um mich zu begeistern, einfach zu viel Leerlauf. "Killer Attack" ist wieder richtig geil und ich frage mich, warum die Gitarreros nicht die ganze Zeit so aufspielen, wie in diesem Song. Mit "Can't Stop Rockin'" kommen wir dann zum Total-Ausfall der Scheibe. Ein langweiliges, überflüssiges Sönglein im Fahrwasser von Accept. Wenn im Text besungen wird, dass die "Music loud and fast" ist, dann sollte man diesen nicht mit solch hüftlahmen Riffs begleiten. "A Hell Of A Knight" ist ebenso wie der abschließende Kracher "Che" ein sehr gelungenes Stück. Beide Titel bieten Atmosphäre, tolle Gesangslinien und wunderbar melodisches Gitarrenspiel. Auf "Che" kann man allerdings hören, dass John wohl erst zu den Aufnahmen stieß, als die Texte bereits geschrieben waren, seine Phrasierungen sind hier doch manchmal etwas sehr seltsam. Dennoch weiß das Stück zu überzeugen.

So ist "Invincible Warriors" ein etwas zwiespältiges Album. Tollen Stücken wie "Raiders From Space, "Invincible Warriors", "The Witch", "Killer Attack", "A Hell Of A Knight" oder "Che" stehen sehr durchwachsene und hüftlahme Songs wie "No One Can Bring Us Down" oder "Can't Stop Rockin'" gegenüber, die ein eindeutiges Fazit erschweren. Weiterhin frage ich mich, warum ein Album, welches maßgeblich vom Drummer komponiert und arrangiert wurde so schwache, einfallslose Drums beinhaltet. Zum einen ist der Klang (insbesondere der Snare) nicht wirklich gelungen, zum anderen klingt das Drumming seltsam ideenlos.

Mit der Diskographie Ritual Steels kenne ich mich nicht wirklich aus, aber "Invincible Warriors" lässt noch viel Platz nach oben. Der Spirit und die Seele ist da und das Herz sitzt am richtigen Fleck, die Musik könnte jedoch etwas zupackender und kraftvoller klingen. Für Anhänger von truem Stahl dennoch eine Empfehlung, da die Hits des Albums einfach klasse geworden sind. Ein weiteres Lob möchte ich dem kultigen Coverartwork aussprechen, auf dem man Drachen, Ritter und Raumschiffe in herrlich knalligen Farben vereint sieht, ganz toll gelungen!



   
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