Home
Vorwort
News
Eure Ankündigungen
Interviews
CD-Reviews
Live-Reviews
Metal and More
Locations
RIP
LinksSuche
Kontakt
Impressum
Über uns
Metalspheres präsentiert


4681532
Besucher seit 09/2002


Iskald - Shades Of Misery
Metalspheres Info-Box

Genre

Melodischer Black Metal

Label

Indie Recordings

Rezensent

Alf

Iskald? Nä, ziemlich warm die Tage, aber abgesehen von diesem dämlichen Kalauer pusten die jungen Norweger tatsächlich ein deftig kühles Lüftchen durch das schwüle Wohnzimmer. Man sollte sich nicht davon verunsichern lassen, dass die beiden Frostmetaller Simon Larsen und Aage A Krekling gerade mal 19 Lenze gezählt haben, als sie 2005 ihre erste EP auf eigene Faust veröffentlicht haben. Um mir von derlei Infos nicht das (hoffentlich) objektive Urteil versauen zu lassen, lese ich die Bandinfo immer erst, wenn ich mir meine Meinung schon gebildet habe. Dementsprechend ist mir das Kinn gewaltig auf den Boden geknallt, als ich gelesen habe, dass ein derart ausgereiftes Blackmetal-Album wie "Shades Of Misery" aus der Feder von gerade mal zwei Burschen in derart zartem Alter geflossen sein soll! Die Songs sind ausgereift und technisch einwandfrei vorgetragen, aber am wichtigsten: Die Ideen!

Hm, Black Metal trifft durchaus zu, aber Iskald ist nicht zu vergleichen mit corpsegepainteten Hasspredigern um Marduk, Mayhem und Co. Aber auch in der Bombast und Glitter-Black Metal Ecke haben die beiden Norweger überhaupt nichts zu suchen. Stattdessen vermengt sich auf "Shades Of Misery" klassischer Düsterblackmetal mit melodischem Schwedentod aus Göteborg. Herrlich offene Akkorde sorgen für klirrenden Frost, während unterkühlte Melodien Verzweiflung und Melancholie transportieren, ohne kitschig zu werden. Ständig geistert mir Sacramentum als Vergleich im Kopf herum, aber auch die frostige Melodieführung von Necrophobic blitzt gelegentlich durch, wuchtige Bombast-Akkorde aus den früheren Dimmu Borgir Tagen und die melancholisch unterkühlte Schwerfälligkeit des allerersten Katatonia Albums "Dance Of December Souls". Gänsehaut pur wird geboten, wenn Iskald Cradle Of Filth aus der Zitatkiste holen und sich vor dem Kultalbum "The Principle Of Evil Made Flesh" verbeugen! Beachtlich, wenn man bedenkt, dass bei dessen Erscheinen die beiden gerade mal 7 Lenze gezählt haben!

Dazu sei aber gesagt, dass einem diese Querverbindungen erst nach mehrmaligen Durchläufen klar werden, Iskald fahren nämlich definitiv einen eigenen, vollkommen authentischen Stil, der jugendliche Aufgeschlossenheit mit klassischem Black Metal Kult verknüpft.

Aufgenommen wurde das Album im Ballerina Audio (wie passend ...) Studio, wo auch schon Naglfar und Vintersorg residiert haben. Zu hören bekommt man eine klare, druckvolle und gleichzeitig kühl kratzige Produktion, die wiederum an "The Principle Of Evil Made Flesh" denken lässt, wesentlich moderner natürlich und dem aktuellen Standard angeglichen.

Nun ja, die Zielgruppe hat die Schlagworte ja schon längst vernommen. Dem verbissenen Corpsepaint Hardliner wird "Shades Of Misery" wohl zu melancholisch und "untrue" sein, aber wer sich schon längst geblendet vom Hochglanz aktueller Cradle Of Filth und Dimmu Borgir abgewandt hat, wem Katatonia schon längst zu brav geworden sind und wer wehmütig vor deren vergangenen Großtaten kauert, der wird definitiv seine Freude an der erfrischend unverkrampften Huldigung haben, die Iskald hier vollbracht haben! Ohne eine eigene Identität vermissen zu lassen, wohlgemerkt! Zwar geht den Songs manchmal der rote Faden verloren und manche Ideen haben einen viel zu kurzen Auftritt, aber unter dem Strich bleibt trotzdem ein höchst vergnügliches und beeindruckendes Black Metal Album! Anspieltipps: "Lokes Dans" und "Da Gjallarhorn Song".



   
  Light Pupil Dilate
Snake Wine
 
     
 
Firesign
Persecution Guaranteed
Gods of Emptiness
Consumption is Freedom?
Solid Ground
Can't stop now
A Dead Lament
Ravens Feast (Promo)
Horn
Naturkraft
SorgSvart
Vikingtid Og AnArki
Oblivio
Dreams are distant Memories
Lastdayhere
From Pieces created
7for4
Diffusion
Light Pupil Dilate
Snake Wine
 
 
Dwelling
Slough Feg
Elisa C. Martin
Astral Kingdom
Doomsword