Home
Vorwort
News
Eure Ankündigungen
Interviews
CD-Reviews
Live-Reviews
Metal and More
Locations
RIP
LinksSuche
Kontakt
Impressum
Über uns
Metalspheres präsentiert


4697360
Besucher seit 09/2002


Manos - Genocide
Metalspheres Info-Box

Genre

Death Metal

Label

Morbid Records

Rezensent

Dennis

Ich erinnere mich noch gut - 1998 war's, als mein Schwager und ich auf das kultige "Metal up your Ass"-Festival in Wesel am Rhein fuhren ohne den geringsten Schimmer zu haben, was uns bandtechnisch dort erwarten würde. Nach einem schönen Abend unter Gleichgesinnten mit netter, musikalischer Untermalung einiger lokaler Untergrundbands betraten schließlich ein paar in Pappschachteln gehüllte und mit allerlei Firlefranz verzierte Gestalten die Bühne: Manos. Es dauerte keine fünf Sekunden, da hatten die Jungs die volle Aufmerksamkeit des Publikums auf sich gezogen, und als kurze Zeit später einmetallisierte Hits wie "Biene Maja" oder "Der Fuchs schleicht durch den Wald" Hand in Hand mit Coverversionen wie der von Priests "Breaking the Law" und einigen eigenen Songs durch das Rheintal schallten, kam eine Party ins Rollen, wie man sie seit dem Gewinn der Fußball-Weltmeisterschaft nicht erlebt hatte. Schon lange vor dem Ende der Show hingen sich alle Anwesenden mit Tränen in den Augen in den Armen, und wenn es die Möglichkeit gegeben hätte, wir hätten die Zeit angehalten um noch möglichst lange die fantastischen Entertainment-Qualitäten der sympathischen Truppe erleben zu können.

Neun Jahre später liegt eine CD von eben jenen Manos in meinem Briefkasten, und mit ein wenig Wehmut blättere ich durch das nett aufgemachte Booklet, in dem eine Kinderzeichnung gleich neben einem Foto mit einem Totenschädel abgebildet ist und zeigt, daß Manos nach wie vor unter interessanten Geschmacksausschweifungen leiden. Die Ernüchterung folgt allerdings beim Einlegen des Albums, denn zu hören gibt es über weite Strecken sehr unspektakulären, holprigen Death Metal mit leichten Punk-Einflüssen, bei dem ich schnell beginne mich zu langweilen. Schade irgendwie, zumal ich glaube, daß Manos auf der Bühne nach wie vor 'ne geile Party ins Rollen bringen, wie auch das Video zeigt, das als Bonus mit auf die CD gepackt wurde und unter anderem die Band in den buntesten Kostümen bei verschiedenen Auftritten auf großen Festivals und in winzigen Clubs zeigt. Für ein leichtes Schmunzeln sorgt gegen Ende der CD noch einmal "Frust" ("Aaaaaarrrrggghhhh....!!!"), dann ist "Genocide" auch schon am Ende, die letzten Töne verklingen langsam, und mit ihnen der letzte Tropfen Wehmut. Als der CD-Player sich schließlich öffnet, greife ich mir die CD, stecke sie zurück in ihre Hülle, und stelle sie ins CD-Regal, in dessen Weiten sie ohne die geringste Spur zu hinterlassen verschwindet...



   
  Light Pupil Dilate
Snake Wine
 
     
 
Firesign
Persecution Guaranteed
Gods of Emptiness
Consumption is Freedom?
Solid Ground
Can't stop now
A Dead Lament
Ravens Feast (Promo)
Horn
Naturkraft
SorgSvart
Vikingtid Og AnArki
Oblivio
Dreams are distant Memories
Lastdayhere
From Pieces created
7for4
Diffusion
Light Pupil Dilate
Snake Wine
 
 
Dwelling
Slough Feg
Elisa C. Martin
Astral Kingdom
Doomsword