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Entombed - Serpent Saints
Metalspheres Info-Box

Genre

Death ´n´ Roll

Label

Candlelight Records

Rezensent

Alf

Wie es mich vor dieser Rezension gegraust hat! Ich hatte einen riesigen Kloß im Magen, als ich die Scheibe eingeworfen habe, ein Kloß der immer mächtiger, dicker und quälender geworden ist, je länger ich mir "Serpent Saints" angehört habe, aber am Schluss konnte ich der hässlichen Wahrheit nur noch ins Gesicht sehen. Was ich schon immer vermutet habe, was ich aber ebenso konsequent verdrängt habe, hat hier sein in Silber gegossenes Siegel verpasst bekommen: Entombed sind tot seid Nicke Andersson die Segel gestrichen hat. Nein, nicht ganz tot, wie ein Zombie kraucht die ehemalige Death Metal Legende immer wieder aus ihrem Grab heraus und versucht mit vermoderten Gliedmaßen die songtechnischen Höhen zu erklimmen, die sie zu Lebzeiten vollbracht hat.

Um mal kein falsches Bild zu vermitteln: "Serpent Saints" ist durchaus ein starkes Death ´n´ Roll Album: Flott, schmutzig und herrlich räudig, manchmal brechen Entombed sogar mit dem "Auf die Glocke" Konzept und setzen auf fettes vertracktes Riffing ("Thy Kingdom Coma") mit ordentlichem Groove. Mitreißend, keine Frage! Aber Adel verpflichtet nun mal, das gilt auch für Death Metal Monarchen und die müssen sich eben den Zombie-Vergleich gefallen lassen: Neben echt starken Riffs, langweilt auf Serpent Saints auch wirklich angegammeltes herum, dass man während der Kompositionsphase von "Wolverine Blues" höchstens im tiefsten Abfalleimer gefunden hätte.

Dazu kommt, dass Entombed Anno 2007 auf ziemlich einfach gestrickte Songs setzen, die dem klassischen Riff / Refrain Konzept nie sehr lange den Rücken kehren. Natürlich war auch "Wolverine Blues" einfach gestrickt, aber jeder Song zeichnet sich dort durch einen Spannungsaufbau aus, der den Songs auf "Serpent Saints" fehlt. "Amok" zum Beispiel startet mit einem ausgesucht fiesen Riff, geifert dann nach vorne, aber neben ein paar Adrenalinspitzen kann sich das geile Feeling des Anfangs nicht über den ganzen Song halten.

Wenn ich mir jetzt die Lobeshymnen der Fachpresse ansehe frage ich mich langsam, ob ich unter einer Art Geschmacksverirrung leide, aber so oft ich mir "Serpent Saints" auch antue, es bleibt bei vereinzeltem Mitnicken und einem überaus faden Nachgeschmack. Zu behaupten, dass "Clandestine"-Fans aufatmen können ist jedenfalls so zutreffend, als hätte man von "St. Anger" behauptet, die konsequente Weiterführung von "Master Of Puppets" zu sein. Fans von "Morning Star" und "Inferno" können zugreifen, aber jeder, der die versprochene Weiterentwicklung von "Wolverine Blues" erwartet, muss sich leider auf eine ziemliche Enttäuschung gefasst machen, denn "Serpent Saints" ist nämlich nur ein ziemlich gutes Death ´n´ Roll Album. Seufz. Anspieltipps: "Thy Kingdom Coma" und "Amok".



   
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