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Sickening Horror - When Landscapes bled backwards
Metalspheres Info-Box

Genre

proggig-jazziger Death Metal

Label

Neurotic Records

Rezensent

Volker

Wer vermutlich nächtelang an Songstrukturen feilt, sollte doch zumindest zwischendurch kurz mal den selbst gewählten Bandnamen reflektieren. Denn Sickening Horror klingen zwar so hart aber gewiss nicht so platt, wie es ihr Name vermuten lässt. Damit wird wahrscheinlich der ein oder andere taktisch ungeschickt in die Irre geleitet und das ist schade, denn diese griechische Band findet selbst in der mehr und mehr überbevölkerten Nische des technisch / proggig / jazzigen Death Metals einen komfortablen Platz. Wer dort 2007 noch Eigenständigkeit aufweisen kann, muss wirklich einiges draufhaben und so offenbart das Trio um den wohlbekannten Spitzendrummer George Kollias reichlich Potential. Wo Kollias bei Nile schon wahre ryhthmische Belastungsproben zu bestehen hatte, reichen die Anforderungen an Komplexität bei Sickening Horror darüber noch hinaus. Dabei stehen seine beiden Mitmusiker dem in keiner Hinsicht nach, auch Bassist Ilias Daras und der growlende Gitarrist George Antipatis meistern die enormen technischen Schwierigkeitsgrade ihres Debuts „When Landscapes bled backwards“ mit fast schon unverschämter Lässigkeit. Überhaupt klingen Sickening Horror nicht so megahektisch und futuristisch wie etliche ihrer Zeitgenossen sondern berufen sich eher auf Einflüsse von Atheist und Cynic (vor allem beim Einsatz des Basses) und sprengen damit die üblichen Grenzen des extremen Metals ebenso deutlich. Technischer US Death trifft auf Free Jazz, Fusion und Ansätze von Avantgarde-Musik, wobei die Griechen es besser als viele andere verstehen, die roten Fäden fest in der Hand zu behalten. Deshalb ist „When Landscapes bled backwards“ noch lange nicht leicht konsumierbar, bleibt aber weitgehend ein nicht allein für studierte Musiker nachvollziehbares Album. Dabei hilft, dass Sickening Horror es auch mal 10 Sekunden lang ohne Break aushalten und ein gutes Gleichgewicht aus derbem Blastgehacke und entspannteren Momenten schaffen. Den Griechen ist dabei weder Midtempo noch Melodie fremd und es bleibt auch Raum für kleine rein jazzige Parts, wobei sie die Band es versteht alles miteinander zu verweben, statt Stilelemente aneinanderzureihen. So kann ein Song hier gleichsam urmetallische wie auch völlig unmetallische Strukturen enthalten und selbst die sich bei dieser Form von Musik oft verbreitete technische Kälte wird wirkungsvoll abgemildert. „All perceived nothing“ ist als vorletzter Song ein reines Piano-Stück, das auch sehr wohl anspruchsvoll klingt und trotzdem für einen deutlichen Kontrast sorgt.

Ob es nach so viel Lob auch noch Minuspunkte zu verteilen gibt? Wenig, man mag 1-2 absolut herausragende Stücke vermissen, doch dies ist bei so wenig auf Eingängkeit gepolter Musik ein übliches Problem und damit eigentlich auch schon wieder keines. Zudem bringen „Imprisoned in Apocalypse“ und das zwischenzeitlich imposant rockende „Filming our Graves“ ganz klar das Potential dazu mit. Gleichzeitig soll jedoch auch nicht verschwiegen werden, dass sich insgesamt die ein oder noch nicht ganz zu Ende gedachte bzw. etwas konstruiert klingende Idee eingeschlichen hat, was allerdings quantitativ keine entscheidende Rolle spielt. Interessant wäre sicherlich, wenn George Antipatis mal über die sicher beherrschten Growls hinausgehen und andere Gesangselemente ausprobieren würde – weiteres dazu auf hoffentlich künftig noch folgenden Alben der Band.
Abschliessend sei noch angemerkt, dass Sickening Horror im Ganzen eher ernst und beherrscht klingen und daher Fans von chaotisch-genialen Sauhaufen wie Cephalic Carnage nicht zwangsläufig gefallen werden. Wer aber etwa auf neue Werke von Necrophagist oder Neuraxis wartet, wird mit „When Landscapes bled backwards“ mehr als einen anregenden Zeitvertreib finden.



   
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