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Die Skeptiker - Dada in Berlin
Metalspheres Info-Box

Genre

Punk

Label

Rozbomb Records

Rezensent

Alf

Uuuuh, das wird schwer. Die Skeptiker sind bei mir irgendwo im Hinterkopf gespeichert, als Urgestein deutschen Punks, ohne dass ich ein klares Bild von der Musik der Burschen vor Augen (oder Ohren) hätte. Dementsprechend kann ich auch nicht über die Vergangenheit der Skeptiker schwadronieren und ich kann auch ihre Entwicklung nicht aufzeigen – das einzige was ich tun könnte ist, meinen Senf über "Dada in Berlin" abzulassen. Dumm ist dabei nur, dass die Reunionsscheibe der Punkrockers nur alte Klassiker enthält, die neu aufgenommen wurden; zwei Songs sind wohl neu, aber in meiner Unwissenheit habe ich keine Ahnung welche Songs das sind – natürlich hätte ich recherchieren können, aber das würde nur eine Kompetenz vorgaukeln, die ich einfach nicht habe.

OK, aber zur Sache. Die Skeptiker kommen aus Ostberlin und machen schon seit 1986 die Punkszene unsicher, veröffentlichten 1989 ihr Debut "Die Anderen Bands", legten 1990 "Harte Zeiten" nach, um 1991 mit "Sauerei" auch Westdeutschland zu erobern und Kultstatus zu erlangen. Es folgten vier weitere Studio- und eine Live-Platte, 1998 war dann erst mal Schicht im Schacht, ehe die Skeptiker 2006 dann ihre Reunion in ausverkauften Hallen feiern durften.

Wenn "Dada in Berlin" einen Querschnitt über das Schaffen der Skeptiker vermittelt, darf man sich jedenfalls gewaltig auf das kommende Studioalbum freuen: Wenn ich’s nicht in der Bandinfo gelesen hätte, wäre ich sicher gewesen, es hier mit neuen Songs zu tun zu haben. Sicher, die rockende, fette und supersaubere Produktion tut einiges dazu um eventuellen Gilb von alten Songs abzupolieren, aber ansonsten kann ich nur sagen, dass jeder Song hier vollkommen zeitlos tönt. Es gibt richtig geile Punkmelodien zu hören, ungestümes Riffing ("Straßenkampf"), aber auch melancholische Zweistimmigkeiten ("Der Rufer in der Wüste schweigt") und es gibt flottes Ska-Feeling mit nur leicht angezerrten Gitarren ("Dada in Berlin"). Chef-Straßenpoet Eugen Balanskat zeichnet sich durch eine charakteristische, vielleicht auch etwas gewöhnungsbedürftige Stimme aus und produziert zusammen mit der Gitarrenfraktion einen Ohrwurm nach dem anderen. Hach, da regt sich einfach wieder das rebellische Herz, wenn man "Deutschland, halts Maul!" durch die Bude brüllt! Das bringt mich gleich zu den Texten: da geht es mal angepisst zu, mal nachdenklich, mal metaphorisch und mal ironisch, aber immer politisch, ernsthaft und frei von platten Sauftexten.

Also ich gehöre sicher nicht zur klassischen Zielgruppe der Skeptiker, aber "Dada in Berlin" hat mich trotzdem ziemlich begeistert. Da die Punk Fraktion "Dada in Berlin" garantiert eh schon im Regal stehen haben wird, geht mein Antest-Aufruf hiermit an alle aufgeschlossenen Metaller, die schon zu Wizo und der Terrorgruppe mitgegröhlt haben. Die Skeptiker servieren hier mitreißend melodischen Punkrock mit gigantischem Hookline-Bombardement. Anspieltipps: "Deutschland halts Maul!","Titania" und das endgeile "Verraten und verkauft". Ohrwurm-Pogo-A-Gogo, Baby!



   
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